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Sieht schön gelb aus und erfreut das Auge des Wanderers und eventuell die Mägen der Kühe: Butterblumen. Greift man
nicht gezielt ein, hat man statt eines Rasens eine Butterblumenwiese. Genauso ärgerlich sind Moos und Klee. Geht der Rasenmäher über einen
"verkleeten" Rasen, sieht man das Ausmaß des Schadens.
Mit diesem digitalen Ratgeber sagen wir Ihnen, wie Sie Ihren Rasen richtig
pflegen sollten, damit selbst Lord William McCafferty, Chef des Royal Golf Clubs von Heathermeadowsmill Castle, in dessen Familie seit 400
Jahren Golfrasen gepflegt wird, neidisch wird: |
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Rasen sollte regelmäßig gepflegt werden Um einen schönen, dichten und
sattgrünen Rasen wie im Fußballstadion auch im eigenen Garten zu bekommen, muss man sich selbstverständlich regelmäßig um die Pflanzen kümmern.
Als vorteilhaft hat es sich dabei erwiesen, den Rasen häufig, aber mit vergleichsweise geringem Aufwand zu pflegen. Das kostet nicht viel Zeit und
Mühe, macht sich aber trotzdem rasch positiv bemerkbar. Eine gelegentliche Intensivpflege ist sicherlich auch sinnvoll, reicht aber alleine ganz
sicher nicht aus, um einen wirklich schönen "englischen Rasen" auf Dauer schön zu erhalten. Wer also schon des öfteren neidisch in Nachbars Garten
geschaut hat, sollte folgende Tipps beherzigen... |
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Wie oft mähen? Eine Selbstverständlichkeit
ist das regelmässige Mähen des Rasens. Das Mähen fördert die Bildung von Seitentrieben - der Bewuchs wird dichter und der Rasen wird ganz allgemein
unempfindlicher gegen Trittbelastung. Gleichzeitig dringt durch eine dichte Rasendecke weniger Licht auf den Boden, was es wiederum Rasenfilz und
Moss schwerer macht, Fuß im Garten zu fassen. Natürlich darf man es auch mit dem Mähen nicht übertreiben: Häufiger als zweimal in der Woche sollte
man auf gar keinen Fall den Mäher aus dem Schuppen holen.
| Wie oft mähen? |
| Zierrasen |
2mal pro Woche |
| Gebrauchsrasen |
1 bis 2mal pro Woche |
| Schattenrasen |
1mal pro Woche |
| Landschaftsrasen |
1 - 3mal pro Jahr |
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Schnitthöhe beachten Doch einfach nur den Mäher
lustlos über die Rasenfläche zu schieben, reicht natürlich auch nicht aus. Die Schnitthöhe ist nämlich für einen optimal gepflegten Rasen
entscheidend. Normalerweise liegen Sie mit einer Schnitthöhe von 35 bis 50 Millimetern richtig - wenn Sie denn einen normalen Gebrauchsrasen in
Ihrem Garten haben. Landschaftsrasen darf nämlich durchaus bis zu 80 Millimetern hoch werden, während Zierrasen mit einer Höhe von zehn bis 30
Millimetern deutlich kürzer gehalten werden sollte. Ganz wichtig ist es, den Rasen bei Trockenheit nicht zu kurz zu scheiden, da die Pflanzen sonst
geschwächt werden könnten. Im Hochsommer ist im Normalfall eine Schnitthöhe von 50 Millimetern ideal.
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Das richtige Arbeitsgerät Welche Art von Rasenmäher Sie am
besten einsetzen, hängt von der Größe Ihres Gartens und natürlich von Ihrem Geldbeutel ab. Luftkissenmäher beispielsweise sind vor allem bei
unebenem Gelände sehr komfortabel zu manövrieren. Klassische, mechanische Spindelmäher sind dagegen zumindest bei kleinen Rasenflächen ausreichend.
Die Spindelmäher, die es auch beispielsweise von Bosch in elektrisch
betriebenen Varianten gibt, haben übrigens einen entscheidenden Vorteil: Beim Mähen mit Spindelmähern wird das Gras nämlich wie mit einer Schere
geschnitten und nicht wie bei herkömmlichen Sichelmähern abgerissen. Zwei Klingen in einer rotierenden Spindel und ein feststehendes Untermesser
funktionieren dabei wie ein Schere. Das Resultat ist ein satteres Grün, da die einzelnen Schnittkanten der Halme im Gegensatz zu den abgerissenen und
dadurch ausgefransten Halmen bei Mähen mit Sichelmähern kaum braun werden.
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 Bewässern nicht
vergessen Beim Bewässern des Rasens gilt die Devise: "Seltener, dann aber richtig". Nur einmal in der Woche sollte der Rasen in den
Morgen- oder Abendstunden beregnet werden. Als Menge sind 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter gerade richtig. Selbst in den trockenen
Sommermonaten ist dann gewährleistet, dass das Wasser auch wirklich die bis zu den zehn Zentimeter tief im Boden liegenden Wurzeln dringenkann.
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Zweimal im Jahr den Rasen Vertikutieren Zur Rasenpflege
gehört auch das sog. Lüften (oft auch als Vertikutieren oder Entmoosen bezeichnet) unbedingt dazu. Am besten während der Wachstumsperioden von Ende
März bis Anfang Juni bzw. von Anfang August bis Mitte September sollte man mit einem geeigneten Moosrupfer Rasenfilz und Moose entfernen. Mit diesen
Geräten, die oft auch als Vertikutierer bezeichnet werden, können Sie schonend Moos und Rasenfilz entfernen. Luft, Wasser und Nährstoffe können
besser in den Boden eindringen und werden nicht von einer dichten, verfilzten Moosschicht aufgehalten. Besonders gründlich kann man den Moosen
zuleiberücken, wenn man mit dem Moosrupfer systematisch in zwei Richtungen über kreuz über den Rasen fährt.
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 Die Funktionsweise eines Moosentferners
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Mögliche Ursachen von Moos im Rasen
- Nährstoffmangel
- zu kurzer Schnitt
- unsauberer Schnitt durch stumpfe Messer
- Staunässe im Boden
- Verdichtungen im Boden
- nicht entfernter Rasenfilz
- zu dünner Mutterboden
- Schattenlagen
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Sofort-Programm gegen Moos Ist der Rasen durch
mangelnde Pflege schon stark vermoost, lässt er sich in den meisten Fällen durch ein Sofort-Programm "retten". Am besten führt man eine solche
Intensivkur im Frühjahr oder im Herbst durch, damit dem Rasen ausreichend Zeit zur Regeneration bleibt. Neben einem leistungsstarken Vertikutierer
kommt man bei starkem Moosbefall meistens nicht um den Einsatz eines Moosvernichters herum, der beispielsweise von Compo kombiniert mit einem
Rasendünger angeboten wird. Damit der Moosvernichter möglichst gut wirken kann, muss zunächst der Rasen ganz tief (20 Millimeter) heruntergeschnitten
werden. Direkt danach können Sie den Moosvernichter nach Herstellerempfehlung auf den feuchten Rasen ausgebringen. Die nächsten ein bis zwei Tage
sollte der Rasen nicht betreten werden. Die Wirkung des Moosvernichters ist aber meistens schon früher sichtbar: Das Moos wird braun und stirbt ab.
Nach der Ruhephase müssen die abgestorbenen Pflanzenreste sorgfältig mit einem Moosrupfer entfernt werden.
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Das Unkraut muss weg Von "englisch" kann bei Ihrem
Rasen keine Rede sein, weil sich Unkräuter auf der schönen Rasenfläche breitgemacht haben? Ärgern hilft wenig, den unliebsamen Gästen muss rasch der
Garaus gemacht werden. Bei nur geringer Verunkrautung können die Kräuter ausgestochen oder gejätet werden. Damit sich nicht gleich wieder neue
Störenfriede ausbreiten, sollten die zurückgebliebenen Löcher mit Erde aufgefüllt, angedrückt und mit einer geeigneten Samenmischung eingesät werden.
Ist dem unliebsamen Wuchs per Hand nicht beizukommen, müssen Sie zu härteren Mitteln greifen. Davon gibt's eine ganze Menge: So etwa der
Rasen-Unkraut-Vernichter der Firma Florissa. Das Gieß- und Spritzmittel soll dauerhaft wirken, ohne dem Rasen zu schaden. Auf einen Unkrautvernichter
plus Rasendünger setzt die Firma Wolf-Garten. Innerhalb von zwei bis drei Wochen soll das Mittel alle typischen Rasenunkräuter vernichten. Und dabei
zweifach über Blätter und Wurzeln wirken. Gleichzeitig wird der geliebte Rasen durch die Nährstoffabgabe gestärkt. Diese "Behandlung" gelingt zwischen
Mitte Mai bis September am besten. Mit Blick auf die radikale Beseitigung des Unkrauts sollte allerdings der grüne Zeigefinger erhoben werden: Obacht!
Beim Einsatz der Pflanzenschutzmittel müssen sowohl die behördlichen Auflagen als auch die Anwendungshinweise des Herstellers unbedingt beachtet und
eingehalten werden.
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Erst Nachsehen, dann Nachsäen Nun ist eine erneute
"Bestandsaufnahme" der Rasenfläche notwendig. Wenn Sie Pech haben, weist der Rasen nun mehr oder weniger große ausgedünnte Stellen bzw. sogar kahle
Stellen auf - jetzt heisst es nachgesäen. Achten Sie beim Kauf der Regenerationsmischung darauf, dass Sie Saatgut auswählen, dass auch farblich mit
ihrem Rasen harmonisiert. Das Saatgut lässt sich übrigens leichter verteilen, wenn Sie es vorher mit etwas feinkörnigem Sand vermischen.
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Mit Sand den Boden verbessern Nach der Aussaat
müssen die Gras-Samen leicht eingeharkt und ständig feucht gehalten werden. Die Stellen, die Sie nachgesät haben, sollten Sie mit Humus abdecken.
Dann sind die empfindlichen Samenkörner geschützt und auch Vögeln gelingt es nicht mehr, das Saatgut abzufressen. Ist der Rasen nachgewachsen, sollten
Sie zu guter Letzt etwas gewaschenen Sand mit einer Körnung von maximal 2 Millimetern auf der gesamten Rasenfläche verteilen. Der Boden bleibt dann
wasserdurchlässig und die Wurzeln werden besser mit Wasser versorgt.
(Mit freundlicher Unterstützung von Bosch-Gartengeräte)
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