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Make-up für Wände Als das Make-up für graue Wände sind
Edelputze heute beliebter denn je. Dabei sind die farbigen Kalkputze keine wirklich neue Erfindung: Schon die griechischen Tempelanlagen wurden
mit verschiedenen Mörtelmischungen attraktiv "verkleidet". Doch im Gegensatz zu früher müssen Putze heute nicht mehr aufwendig mit der Hand
angemischt werden. Es reicht stattdessen das kurze Vermischen des Trockenputzes mit sauberem Wasser.
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Vorteile von Edelputzen Edelputze bieten gleich mehrere
Vorteile: Da sie Feuchtigkeit hervorragend aufnehmen und wieder abgeben können, sorgen sie für ein angenehm gleichmäßiges Raumklima. Zudem
sind sie sehr alterungsbeständig. Da auch die gegebenenfalls im Putz enthaltenen Farbpigmente nicht verblassen, bleibt ein Edelputz lange
schön. Wirkt ein Edelputz nach einiger Zeit trotzdem schmutzig, kann man die Wand mit einem Hochdruckreiniger reinigen oder aber einfach
überstreichen.
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Bei Edelputzen ist alles eine Frage der Struktur Edelputze sind also ganz sicher
eine gute Alternative zu Tapeten. Dabei muß man sich aber zunächst einmal über die gewünschte Struktur klar werden. Da die Geschmäcker
verschieden sind, gibt es auch eine große Zahl möglicher Edelputzvarianten. Grundsätzlich sollte man sich bei seinen Überlegungen über zwei
Dinge im Klaren sein: Grobe, unregelmäßige Strukturen und dunkle Farben lassen einen Raum kleiner erscheinen, feine Strukturen und helle
Farben dagegen vergrößern einen Raum optisch.
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Münchner Rauhputz Klassiker unter den Edelputzen ist der
Münchner Rauhputz. Er wird auch als Rillen- oder Wurmputz bezeichnet. Es handelt sich um einen dünnschichtigen Putz, der nur in Kornstärke
aufgetragen wird. Wählen Sie also einen Putz mit einem Größtkorn von 3 Millimetern aus, so wird dieser zur Erzielung der typischen
Rauhputzstruktur in einer Stärke von drei Millimetern mit einem Glätter auf die Wand aufgetragen. Die Strukturen werden dann durch das
Reiben mit einem entsprechenden Kunststoff-Reibebrett erzeugt. Dadurch werden die Körner auf dem Untergrund gerieben und es entstehen die
charakteristischen Riefen.
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Münchner Rauhputz waagerecht gerieben mit dem Kunststoffbrett |
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Münchner Rauhputz rund gerieben |
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Scheibenputz Der Scheibenputz unterscheidet sich vom
Rauhputz durch seine deutlich feinere Struktur. Beim Scheibenputz werden die Körner nach dem Aufbringen mit dem Glätter aber nicht
gerieben, sondern durch das Reiben mit einer Moosgummischeibe von Bindemitteln und Farbpigmenten befreit und damit freigelegt. Alternativ
kann man auch mit einem Schwammbrett arbeiten - es wird mehr Korn freigelegt und die Struktur wird gröber. |
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Rustikalputz Der Rustikalputz (Kornstärke
zumeist 5 mm) wird ebenfalls mit dem Glätter aufgebracht. Die rustikale, grobe Struktur entsteht durch die Bearbeitung mit einem Schwammbrett
oder einer Strukturrolle bearbeitet.
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Edelfeinputz Der Edelfeinputz dagegen gehört im Gegensatz zu den
oben genannten Arten zur Gruppe der dickschichtigen Edelputze. Er wird mit einem Glätter in einer Stärke von rund 10 Millimetern aufgetragen.
Der Putz an sich ist mit einer Korngröße von maximal einem Millimeter sehr fein. Was die Oberflächengestaltung angeht, hat man beim Edelfeinputz
die meisten Möglichkeiten: Er kann mit einem Kunststoffreibebrett ganz fein abgerieben werden aber er eignet sich auch für die Bearbeitung mit
sogenannten freien Strukturen. Die Bearbeitung mit einer Strukturrolle ist ebenso denkbar wie die Verwendung eines Stahlglätters, eines
Zahnspachtels, eines Malerpinsels, eines Malerspachtels oder einer sogenannten Erbslochwalze. Edelfeinputz ist normalerweise nicht mit
Farbpigmenten angereichert und ist daher nur im typischen Kalkton erhältlich.
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| Freie Strukturen mit dem Zahnspachtel... |
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... dem Malerspachtel... |
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und dem Malerpinsel. | | |
Verarbeitung von Edelputzen problemlos Das Verarbeiten von Edelputzen ist
an sich eine vergleichsweise unkomplizierte Angelegenheit, allerdings gibt es eine ganze Reihe von Fallen, in die der ungeübte Heimwerker
tappen kann. Die meisten Probleme entstehen durch ungeeignete Untergründe. Daher sollte man vor dem Beginn der Arbeiten ein besonderes Augenmerk
auf die Beschaffenheit der Wände legen. Fest, tragfähig, rißfrei und eben sollten sie sein.
Unebenheiten beseitigen Speziell die letztgenannte Eigenschaft ist bei Einsatz von dünnschichtigen
Edelputzen ganz besonders wichtig. Denn Unebenheiten wie ungerade alte Putze oder Fugen zwischen den Steinen können damit nicht ausgeglichen
werden. Die Unebenheiten werden vielmehr auf den neuen Edelputz übertragen - und das sieht garantiert nicht schön aus.
Trag- und Saugfähigkeit des Untergrundes beachten Kleinere Unebenheiten können Sie mit dickschichtigen Edelputzen natürlich schnell ausgleichen. Hier
sollten Sie die Trag- und Saugfähigkeit des Untergrundes genau überprüfen, schließlich muß die Wand mit der neuen Edelputzschicht ein
gewisses Gewicht tragen können.
Untergründe
überprüfen Während der Einsatz von Edelputzen in Neubauten normalerweise unproblematisch ist, gibt es in Altbauten oft
verschiedene Untergründe. Das Überprüfen der Wände ist unumgänglich. Typische Probleme sind:
- Abmehlen und Absanden: Ist auf der Wandoberfläche eine leichte Körnung erkennbar, die leicht aus dem Verbund lösbar ist, müssen Sie die losen Partikel mit einem Besen restlos entfernen oder mit einer geeigneten Grundierung (z. B. quick-mix Tiefengrund) verfestigen.
- Rißbildungen: Sie müssen dabei zwischen konstruktiv bedingten Rissen und Schwindrissen unterscheiden. Schwindrisse können bedenkenlos überspachtelt werden (z. B. mit quick-mix Innenspachtel Extraklasse). Vor der Überarbeitung konstruktiv bedingter Risse müssen Sie prüfen, ob die Rißbildung bereits abgeschlossen ist. Das ist ganz einfach, dauert aber ein paar Tage: Sie füllen den Riß mit Gips. Ist die Gipsplombe auch noch nach 14 Tagen unbeschädigt, können Sie den Riß einfach überspachteln. Ist sie beschädigt, müssen Sie sich an einen Fachmann wenden. Überarbeiten Sie einen solchen Riß mit Edelputzen, setzen sich die Risse nämlich in kürzester Zeit auf der neuen Oberfläche fort.
- Mangelnde Festigkeit: Ritzen Sie die Oberfläche mit einem Meißel oder einem Stahlnagel kräftig an. Eventuell absandende oder abmehlende Partikel müssen nach den oben genannten Verfahren entfernt werden. Ist der Unterbau allerdings durch und durch porös, muß er restlos entfernt und erneuert werden (Siehe dazu auch die Anleitung "Innenwand verputzen".)
- Hohlstellen: Der komplette Untergrund muß durch leichtes Anklopfen mit einem Hammerstil untersucht werden. Finden Sie Hohlstellen (den Unterschied kann man gut hören), müssen Sie diese entfernen und neu verputzen.
- Durchfeuchtungen: Feuchte Stellen sind vor dem Überputzen grundsätzlich durch konstruktive Maßnahmen zu beheben. Erst nach der vollständigen Austrocknung der Wand kann mit Edelputzen gearbeitet werden.
- Farben, Öle, Fette, Tapeten: Das sind denkbar ungeeignete Untergründe für Edelputze. Sie müssen (z. B. mit einem Spachtel) restlos entfernt werden.
- Saugfähigkeit des Untergrundes: Die Saugfähigkeit des Untergrundes spielt eine wichtige Rolle für den Haftverbund zwischen Untergrund und Edelputz: Stark saugende Untergründe entziehen dem neuen Putz das zur Erhärtung notwendige Wasser. Der Putz "verbrennt", erreicht also nicht seine Festigkeit. Solche Untergründe wie Porenbeton, Gips oder alter Putz müssen Sie mit einer geeigneten Grundierung (z. B. Hagalith Aufbrennsperre oder quick-mix Mineralputzgrundierung) vorbehandeln. Hagalith Kontaktgrund oder quick-mix Haftgrund kommen dagegen bei nicht saugenden Untergründen zum Einsatz. Hierbei besteht die Gefahr, daß sich die Edelputze nicht mit dem Untergrund verbinden können. Speziell bei dickschichtigen Edelputzen stellt das ein Problem dar.
Wenn bei Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen Edelputze verwendet werden sollen, bieten die fast 500 in der Kooperation EUROBAUSTOFF zusammen geschlossenen mittelständischen Fachhändler nicht nur geeignete Produkte, sondern auch fachkundige Beratung an.
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