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Die Satire des Monats März 2007 in unserem Online-Baumarkt

Unser Autor ist dem Geheimnis um die Insel OBI auf die Spur gekommen. Dass sich diese Baumarktgruppe, nachdem sie sich aus China zurückgezogen hat, ausgerechnet eine Insel in der Seramsee gekauft haben soll, darf jedoch bezweifelt werden.

Wer möchte gerne auf die Insel Obi?

Wer weiß denn, wo die Seramsee liegt? Seram - auch "Ceram" geschrieben - gehört zu den Molukkeninseln. Ja und wo liegen denn die? Bei Praktiker weiß man es ganz genau, denn dort werden die Verhaltensweisen der Konkurrenz streng beobachtet.

Dr. Harald Forschmann von Praktiker: "Die Insel Obi liegt westlich von Papua Neuguinea und gehört zu den Molukken. Kannibalismus soll dort angeblich nicht mehr vorkommen. Auf den Molukken gibt es gerade mal 85.000 Insulaner, auf Obi dürften etwa 5.000 Menschen leben. Weshalb sich Obi ausgerechnet diese Insel einverleibt hat, bleibt ein Rätsel. Ein Baumarkt kann dort unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht betrieben werden."

Sabrina Herx von Hornbach, wo man ebenfalls eins scharfes Auge auf die Konkurrenz hat, äußert sich ebenfalls verhalten: "Was wir wissen ist, dass es auf der Insel Obi ganzjährig schwül und heiß ist. Dieses Klima ist geradezu der Nährboden für Schimmelbildung im Haus. Ob die Insulaner deshalb aber unsere Produkte zur Schimmelbeseitigung kaufen werden, ist fraglich. Denen wir der Schimmel, wenn er denn überhaupt auftaucht, ich hätte beinahe gesagt .......egal sein!"

Werner Safftisch von der Hagebaugruppe wird hingegen safftisch - äh heftig: "Wir werden bei den Vereinten Nationen Protest dagegen einlegen, dass sich eine deutsche Baumarktgruppe einfach so eine Insel unter den Nagel reißt. Nachher gründen die da noch einen eigenen OBI-Staat mit Freihandelszone und Steuervergünstigungen. Wenn das in diese Richtung läuft, werden wir eine Herauslösung der Insel Rügen, die ja fast vor unserer Haustür liegt, aus dem deutschen Bundesverband fordern und Rügen in "Insel Hagebau" umtaufen!"

Bei OBI hingegen kann man die ganze Aufregung nicht verstehen. Susanne Leicht aus dem OBI-Vorstandssekretariat: "Die Insel Obi hieß schon so, bevor es unsere Baumarktgruppe gab. Wir werden auf Obi auch keinen OBI-Baumarkt einrichten. Vorstellbar wäre allerdings, dass wir dorthin einen Betriebsausflug machen. Zur Zeit gibt es auf Obi nur 27 Fremdenbetten in Palmhütten. Falls sich Hagebau dazu entschließt, auf OBI eine Hotelanlage für unsere 36.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bauen, werden wir tatsächlich in mehreren Kreuzfahrtschiffen nach Obi aufbrechen!"

Und nach längerer Pause fügt Frau Leicht hinzu: "Und Sie, Herr Dübbel, dürfen auf Einladung des Hauses mitkommen!" Das sind doch tolle Aussichten, findet Ihr

Wolfram Dübbel
Die Redaktion distanziert sich mit aller Verschiedenheit vom Inhalt der Dübbel'schen Satire und weist jede Haftung für den Klarheitsgehalt der aufgestellten Behauptungen mit größter Verschlossenheit zurück.
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