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Paneele an Wand und Decke verlegen

Die gängige Methode: Andübeln auf Traglattung
Wann ist eine Konterlattung erforderlich?
Ein paar Worte zu den Einbauleuchten
Nun geht's los: Die Montage der Paneele
Wichtige Einbauhilfe: Unsere "Steck-Klammer"
Dekorelemente in die Deckenverbretterung einlassen
Problemfälle Außenecken und Türzargen
Dämmstoffe hinter den Paneelen - ja oder nein?
Nut-Nut-Paneele - wie geht das denn?

Nun weiß ja eigentlich jedes Kind, dass Paneele auf eine Latten-Unterkonstruktion genagelt werden. Mit einer do-it-yourself-Anleitung wollen wir uns aber nicht begnügen, sondern Sie bitten, sich einige Gedanken zu machen, bevor Sie die Paneele kaufen und anmontieren. Wenn wir hier von Paneelen sprechen, dann meinen wir Nut-Feder-Paneele, die für den Ungeübten am leichtestens zu befestigen sind. Über Nut-Nut-Profile können Sie sich im letzten Absatz informieren.

Die gängige Methode: Andübeln auf Traglattung


Traglattung Gängige Methode ist das Andübeln einer Traglattung im Abstand von 50 bis maximal 60 cm - und zwar mit Latten im Mindestmaß von 18 x 35 mm. Und gängige Methode ist auch, die Paneele vertikal anzubringen, weil dies optisch wirkungsvoller ist. Dementsprechend muss die Traglattung natürlich horizontal angebracht werden. Dabei sollte die Wasserwaage zum Einsatz kommen, denn nicht jede Wand ist absolut gerade. Unter Umständen müssen Sie die Lattung unterfüttern oder bei "Buckeln" in der Wand abraspeln.

Wann ist eine Konterlattung erforderlich?



KonterlattungEine Konterlattung ist immer dann erforderlich, wenn Sie Leuchten einbauen wollen. Je nach Typ sind bestimmte Mindestabstände notwendig. Es nutzt Ihnen also nichts, wenn Sie bei zwei 18-mm-Latten auf eine Höhe von 36 mm kommen, für Ihre Einbauleuchte aber 50 mm erforderlich sind. Erst, wenn Sie sich für eine ganz bestimmte Einbauleuchte entschieden haben, sollten Sie also Latten in der erforderlichen Stärke kaufen.

Ein paar Worte zu den Einbauleuchten



Einbauleuchten Die Hersteller der Paneele bieten in aller Regel Einbauleuchten an, die auf ihr System abgestimmt und mit einem Steckverbindungssystem ausgestattet sind. Entscheiden Sie sich für 230 V Flächenleuchten, entfällt der Trafo. Entscheiden Sie sich für Niedervoltleuchten, müssen Sie als erstes überlegen: Wo baue ich den Trafo ein? Verwenden Sie bei den Kabelzuführungen im Fall der 230 V-Leuchten Feuchtraumleitungen (NYM) mit einem Aderquerschnitt von mindestens 1,5 mm². Im Fall der Niedervoltleuchten verwenden Sie möglichst die vom Hersteller des Systems angebotenen Leitungen mit angeschweißten Steckverbindungen. Wollen Sie diese Verbindungsleitungen selbst herstellen, sollte der Aderquerschnitt aus Sicherheitsgründen mindestens 4 mm² betragen.


Da Leuchtkörper heiß werden, sollten Sie die Kabelzuführungen keineswegs so legen, dass sie (irgendwie zu Knäueln gequetscht) mit der Leuchtenverkleidung in Berührung kommen, sonst produzieren Sie einen Schmorbrand. Und je größer der Luftraum über den Leuchten, je geringer die Gefahr, dass die Hitzeabgabe zu einer Verfärbung des Paneeldekors oder des Furnieres bzw. Massivholzes führt.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das Einbaugehäuse ThermoX (Hersteller Kaiser Elektro) einsetzen. Die häufig unter Wand- und Deckenverkleidungen angebrachten Dämmschichten, die sog. "Dampfsperrfolie" und die Paneele selbst sind dadurch optimal vor Brand geschützt. Der Einbau in Paneeldecken erfolgt während der Vertäfelung von oben. Nach dem Schneiden der Einbauöffnung in die Holzdecke wird das Gehäuse einfach von oben eingesteckt. Die Form des Frontteils sorgt für einen passgenauen und sicheren Sitz in der Vertäfelung. Nach Einbau der Leuchte ist das Gehäuse-Frontteil vollständig abgedeckt.

Einbauleuchte



Nun geht's los: Die Montage der Paneele



Nun möchten Sie eigentlich loslegen - doch halt: Sie sollten erst noch etwas rechnen! Stellen Sie sich vor, Sie verlegen Paneel nach Paneel - und am anderen Ende verbleibt dann ein Spalt von 3 oder 4 cm, den Sie mit einem zurechtgesägten Stück abdecken müssen. Das sähe nicht schön aus - oder?

Paneele montieren           Paneele montieren
Nun kann's aber losgehen. Befestigen Sie das erste Paneel mit Stahlstiften auf der Unterkonstruktion - und zwar mit der Feder zur Wandseite (bei Deckenverkleidung) oder mit der Feder zur Raumecke (bei Wandverkleidung).

SchattenfugeWenn Sie die Wandanschlüsse oder die Ecken nicht mit Profilleisten abdecken wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten. Im Fall der Deckenverkleidung können Sie mit einer Schattenfuge arbeiten. Dübeln Sie ein schmales, andersfarbiges (gestrichenes) Brett in der Stärke der Traglattung direkt an die Wand. Zwischen Wand und erstem Paneel sollten Sie dann mindestens 2 cm Abstand halten. Bei der Wandverkleidung können Sie natürlich die Paneele, die in der Ecke aufeinanderstoßen, auf Gehrung schneiden. Da Holz "arbeitet", müssen Sie u.U. später kleine Ritzen in Kauf nehmen. Sie können in Innenecken natürlich auch ein Paneel mit der Nutseite stumpf auf das andere aufstoßen lassen.

Handnagler Spezialklammern
Mit Spezialklammern, die in Nut eingelegt werden, werden die Paneele mit der Tragkonstruktion verbunden. Verwenden Sie, um die Paneele nicht zu beschädigen, am besten einen Handnagler.



Wichtige Einbauhilfe: Unsere "Steck-Klammer"



Steck-Klammer      Steck-Klammer

Da Paneele über 1 m lang sind, hat man - wenn man im Alleingang montiert - immer das Problem, wie man die am unteren Ende wippenden Paneele fixieren kann, während man vorne nagelt. Hier ist die selbstgebaute Steck-Klammer eine wichtige Einbauhilfe. Solch eine Steck-Klammer ist schnell hergestellt.

Montage von Steckdosen und Lichtschaltern



Ausschnitt für die Schalterdose Bringen Sie an den Montageplätzen für Schalter und Steckdosen zusätzliche Latten an, um später die nötige Stabilität zu erreichen. Eine Hohlwand-schalterdose hat einen Durchmesser von 72 mm. Montieren Sie die zusätzlichen Latten mit einem Mindestabstand von 30 mm vom Rand der Schalterdose und verlegen Sie die Zuleitungen zwischen die Latten.
Schneiden Sie mit einer Lochsäge den Ausschnitt für die Schalterdose in die Paneele und führen Sie die Leitung durch die Öffnung. Wenn Sie mehrere Schalterdosen neben- oder untereinander montieren möchten, sollten Sie hierzu eine entsprechende Bohrschablone verwenden, wie sie von den Herstellern der Hohlwanddosen angeboten werden.


Dekorelemente in die Deckenverbretterung einlassen



Dekorelemente     Dekorelemente
Viele Hersteller bieten quadratische Dekorelemente an, die in unterschiedlichen Farben beschichtet sind und die wie die eigentlichen Paneele Nut und Feder aufweisen. Mit diesen Dekorelementen kann eine helle Deckenverbretterung äußerst wirkungsvoll aufgelockert werden. Natürlich können Sie solche Elemente auch selbst zurechtsägen - insbesondere aus Restholz - und dann in Ihrer Wunschfarbe streichen. In jedem Fall sollten Sie einen Verlegeplan anfertigen (siehe Zeichnung oben), denn das Einfügen von Dekorelementen "nach Gefühl" kann zu einem unschönen Ergebnis führen. Umso wichtiger wird ein solcher Verlegeplan, wenn Sie Leuchten plus Dekorelemente in die Decke einarbeiten wollen.



Problemfälle Außenecken und Türzargen



Wenn Sie einen Neubau beziehen, wäre es der Idealfall, erst die Wand zu verkleiden und danach die Türzargen einzusetzen. Die Endstücke der Paneele würden dann von der Zarge überdeckt. Dieser Idealfall kommt aber selten vor. Ist der Zarge bereits fest installiert, liegt die Verbretterung meistens höher, als die Zarge - im Anschlußbereich gibt es also eine mehr oder weniger große Stufe. Dieses unschöne Bild können Sie nur verbessern, wenn Sie rund um die Zarge einen überstehenden Rahmen aus einer Profilleiste anbringen. Oder aber Sie bauen eine neue Zarge ein, was im Einzelfall auch kein großes Problem sein dürfet, denn Zargen werden schon recht preiswert angeboten.

Abgerundete Kantenleiste          Abgerundete Kantenleiste
Außenecken sind insofern immer ein Problem, als sich sofort Dellen bilden, wenn man beim Herumtragen eines Tisches usw. dagegenstößt. Bei verputzten Wänden hilft auch ein eingeputzter Metall-Kantenschutz wenig. Trifft an einer Außenecke Holz auf Holz, entsteht eine spitze Ecke - ganz egal, ob man die Paneele auf Gehrung schneidet oder von einer Seite stumpf anstoßen lässt. Rennt man etwa mit einer Tischkante dagegen, ist der Schaden da. Und wenn die Hausfrau oder Kinder dagegen stoßen, ist das auch nicht das reine Vergnügen. Statt der spitzen Ecken (Zeichnung oben links) raten wir Ihnen zum Einbau einer runden oder abgerundeten Kantenleiste.

Dämmstoffe hinter den Paneelen - ja oder nein?



Um es gleich vorweg zu sagen: Die Wärmedämmung von Innenwänden ist baupysikalisch kein Idealfall. Und die Wanddämmung von innen bringt auch bei weitem nicht den Effekt, den die Außendämmung erreicht. Bei extrem schlechtem Wandaufbau kann natürlich auch die Innendämmung eine gewisse Besserung bringen. Interessant kann aber sein, zwischen den Traglatten eine Schalldämmung einzubauen, damit die Übertragung von Geräuschen (auch der Trittschall) gemindert wird. Hierzu sind verschiedene Dämmaterialien im Handel erhältlich.

Dämmung hinter Paneele
Grundsätzlich empfehlen wir, die Dämmung dicht zwischen den Latten anzubringen. Um von einem nennenswerten Effekt zu sprechen, sollte die Dämmlage mindestens 40 mm dick sein - und die Latten dann natürlich auch. Über Dämmung und Latten muss eine 0,2 mm dicke PE-Folie gezogen und sorgfältig abgeklebt werden - auch zum Decken- oder Wandanschluss hin. Nun wird die Konterlattung aufgeschraubt, so dass die Verkleidung mit den Paneelen hinterlüftet ist. Luft kann aber nur dann in ausreichendem Maße hinter den Paneelen zirkulieren, wenn seitliche Öffnungsschlitze bleiben - bespielsweise bei der Einbauversion mit Schattenfuge.

Nut-Nut-Paneele - wie geht das?



Wie der Name schon sagt, weisen diese Paneele keine festen Federn auf. Vielmehr erfolgt die Verbindung durch lose Federn, die zwischen die Nute geschoben bzw. gedrückt werden. Hier hält der Fachhandel Federn unterschiedlichster Art bereit: Farb-, Dekor-, Spiegel- oder Gestaltungsfedern. Mit Farbfedern lassen sich vor allem helle Verbretterungen wirkungsvoll auflockern. Birke- oder Esche-Paneele unter der Decke können durch blaue Federn tolle Wirkungen erzielen. Genauso lässt sich z.B. eine hochherrschaftliche Optik erzielen, wenn zwischen dunkle Mahagoni-Paneele Federn mit goldenem Metalleffekt geschoben werden. Die Montage dieser Nut-Nut-Paneele erfolgt im Prinzip nach der Methode, wie sie in dieser Anleitung beschrieben worden ist.
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