Wolfram Dübbel's (un)maßgebliche Erkenntnisse beschäftigen sich heute mit der Expansion deutscher Baumarkt-Gruppen ins Ausland, wobei die Götzen-Gruppe aus Duisburg-Rheinhausen als erste in die Türkei ging, während Praktiker schon bis Südgriechenland vorgedrungen ist. Die Marktkauf-Gruppe arbeitet sich derzeit durch die Niederlande und alle versuchen zusätzlich ihr Glück in Polen. Und jetzt ist es soweit....
...der 1. Baumarkt auf den Huwaleia-Islands
Aus gewöhnlich gut umgedichteter Quelle ist zu erfahren,
daß eine namhafte deutsche Baumarkt-Gruppe die Honna-Bubu-Wulijala- Konzession erhalten hat. Falls Sie noch kein
Huwaleianisch verstehen, will ich Ihnen gerne weiterhelfen.
"Bubu" heißt soviel wie Erzeugen/Errichten (weshalb die
Eingeborenen der Huwaleia-Islands auch von "Bubu-Makka"
sprechen, wenn sie in ihrer paradiesischen Unbefangenheit.......
na, Sie wissen schon!)
"Honna" bedeutet Erlaubnis. "Wulijala" ist Neu-Huwaleianisch
und bezeichnet eine Einkaufsstätte, die bisher auf den Huwaleia-Islands unbekannt war: Baumärkte. Womit schon alles gesagt
ist: Die Baugenehmigung für den ersten Baumarkt auf den
Huwaleia-Islands 344 Seemeilen südwestlich der Fidschi-Inseln ist erteilt worden!
Der branchenbekannte Marketing-Experte Robert Heimlich
(von Klamm, Heimlich & Partner) gibt sich entgegen seinen
sonstigen Gepflogenheiten sehr diskret: "Nein, Götzen ist es
diesmal nicht und auch nicht Hornbach, obwohl dessen Fassaden-Farbgebung der huwaleianischen Landesflagge nahekommt."
"Ist es vielleicht Marktkauf? Die Huwaleia-Islands waren doch mal
niederländisch?"
"Also Marktkauf ist es auch nicht, den Namen können die
Huwaleianer nicht aussprechen!"
"Dann muß es Knauber sein, denn die importieren doch ihre
tropischen Fische da unten aus der Gegend!"
"Nein, Knauber ist es auch nicht - aber nun sage ich gar nichts
mehr!"
Aber dann hat Robert Heimlich mir doch noch einiges verraten!
Danach bemühen sich zwölf weitere deutsche Baumarkt-Betreiber um den Standort Huwaleia-Islands, denn die Wachstumsprognosen sind einmalig:
70.000 kaufkräftige Gesamteinwohner, verstreut auf 117
malerische Atolle. Die Kosten für Parkplätze entfallen, die
Kunden segeln mit dem Blawu (einheimischer Katamaran)
direkt bis zum Baumarkt. Da die Jahres-Durchschnittstemperatur in den letzten 10 Jahren von 33 auf 32 Grad
gesunken ist, ergeben sich unglaubliche Absatzmöglichkeiten für Dämmaterial und isolierverglaste Fenster.
Praktisch kann das gesamte deutsche Sortiment auch auf
den Huwaleia-Islands verkauft werden mit Ausnahme von
Tapeten, die auf den dortigen Schilfmatten-Wänden nur
schwer zu befestigen sind.
Robert Heimlich: "Aber da wird unserer Industrie auch
noch was einfallen. Ein anerkannter Hersteller aus dem
Remscheider Raum hat schon eine Kokosnuß-Brechzange
auf den Markt geworfen."
Und nach einer Gedankenpause: "Das wäre sogar endlich
mal wieder ein neues Produkt für den deutschen Kunden!"
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