Alle Satiren lesen (Archiv)

Satire des Monats Ferbruar 1999

Wolfram Dübbel lebt am Niederrhein dicht an der niederländischen Grenze. Wenn er aus dem Fenster pieseln würde, dann würden die Tröpfchen auf dem Staatsgebiet des Königreichs der Niederlande niedergehen. Das tut er natürlich nicht, denn er weiß, daß die geschäftstüchtigen Niederländer den deutschen Pipi mit dem reichlich vorhandenen niederländischen Wasser vermischen und in Form von Tomaten und Gurken an die Deutschen zurückgeben würden – gegen gutes Geld, versteht sich. Die Niederländer handeln eben gern mit uns Deutschen, aber gern haben sie uns nicht.

Nur niederländisch und englisch

Schaut man sich die Websites unserer niederländischen gesamteuropäischen Freunde an, dann stellt man fest: 80 von 100 bieten Sprachversionen an – eine in der Landessprache, eine in englisch. Deutsch gibt es nicht – oder sagen wir mal: so gut wie nicht. Selbst nicht bei jenen Firmen, die hauptsächlich nach Deutschland exportieren. Die Niederländer mögen zwar unsere Autobahnen, auf denen sie ihre 28 Millionen Wohnwagen* in den Süden ziehen (und wieder zurück), und sie mögen auch unsere Kaufkraft, uns aber mögen sie nicht.

Das zeigt sich auf subtile Art. Ist etwa das Grandhotel Oranje in Noordwijk rappelvoll mit deutschen Sommerurlaubern, so können sich diese im sog. Festsaal an einem Fächer bunter Landesfahnen erfreuen. Auch die türkische Fahne ist zu sehen, obwohl im Hotel noch nie ein Türke gesichtet wurde. Höchstens ein Deutschtürke. Der deutsche Landeslappen fehlt hingegen. Na ja, ist auch so bunt genug, denkt sich der "Moff", wobei "Moff" die liebenswerte inner-niederländische Bezeichnung eines Deutschen ist und an Charme dem "Kaaskopp" entspricht, mit dem ein "Moff" den Niederländer zu titulieren pflegt, wenn er auf diesen nicht gut zu sprechen ist.

Beide Ausdrücke meinen aber dasselbe: "deutsches Arschloch" bzw. "holländisches Arschloch". Wobei Wolfram Dübbel gleich hinzufügt, daß die Deutschen die Niederländer inzwischen so "hollandisiert" haben, daß sie schon selbst von sich als "Holländer" sprechen, obwohl Holland nur eine Provinz ist und sogar noch eine inner-niederländisch verspottete – ähnlich Ostfriesland bei den Deutschen.

Nun wäre es ja schön, wenn rund 90 Millionen deutschsprechende Europäer (die Österreicher und Schweizer müssen wir mit dazuzählen) via Internet von den Niederländern auf gut Deutsch informiert würden, was sie denn so alles anzubieten haben. Sie tun es nicht und konzentrieren sich auf "nur" 60 Millionen, die englisch als Muttersprache sprechen.

Wolfram Dübbel mailt jene Firmen konsequent mit diesem despektierlichen Text an:

Hochverehrte Nachbarn!

Ihre Königin ist Deutschniederländerin und Ihr Kronprinz
ist Deutschniederländer. Zeigen Sie bitte mehr Respekt vor
Ihrem Königshaus und dessen Herkunft. Sprechen Sie bitte
im Internet auch deutsch!

Mit royalistischem Gruß

Wolfram Dübbel
Die Redaktion distanziert sich mit aller Verschiedenheit vom Inhalt der Dübbel'schen Satire und weist jede Haftung für den Klarheitsgehalt der aufgestellten Behauptungen mit größter Verschlossenheit zurück.
Alle Satiren lesen (Archiv)
  Suchen:

Sie benötigen einen Abfallcontainer?

Bestellen Sie
einfach online, deutschlandweit!



Containerbestellung24

Wenn Sie mit dem Gedanken liebäugeln, ein Fertighaus oder Holzhaus zu kaufen oder an einem Grund-
stück interessiert sind, sollten Sie das Portal www.fertighaus.de besuchen mit über 2.000 Häusern von rund 90 Fertighaus-Anbietern.