Unser Mitarbeiter Wolfram Dübbel hat mal wieder Ärger mit seinem Schwiegersohn. Die ganze Geschichte ist dubios, paßt aber irgendwie in den Monat November mit seinen Trauertagen.
Sargnägel für meinen Schwiegersohn
Mein Schwiegersohn führt einen "Ober" in seiner Berufsbezeichnung. Er ist jedoch kein Kellner, dafür ist er zu langsam. Mein Schwiegersohn ist im öffentlichen Dienst tätig und Oberamtmann oder Oberamtsrat oder irgend so etwas ähnliches.
Leider, leider geraten wir zwei öfters aneinander, wie der eifrige Leser meiner einmaligen und umwerfenden Satiren schon gemerkt haben dürfte. Letzthin hat mich mein Schwiegersohn als "Nagel an seinem Sarg bezeichnet".
Ich habe entgegnet, das werde aber ein armseliger Sarg - mit nur einem Nagel. Da ist er giftig geworden und hat geschrieen: "Du vereinigst alle Sargnägel in Dir!"
Hoho - hat man so etwas je gehört? Ich soll Sargnägel in mir vereinigen und dann gleich auch noch alle? Ich habe in sehr dezenter, entgegenkommender Weise geantwortet, dass eine Wissenslücke vorliege:
"Särge werden nicht mehr genagelt, sondern geschraubt!"
Mein Schwiegersohn hat nichts mehr gesagt, denn meine Tochter war dabei, ihr Gesicht kummervoll zu verziehen. Und meine siebenjährige Enkelin hat die Situation falsch verstanden und gerufen: "Ich will auch Schrauben für den Sarg!" Da ist mein Schwiegersohn wortlos aus dem Wohnzimmer verschwunden und hat die Tür heftig hinter sich zugeschlagen.
Ich lasse mich nicht provozieren durch so ein Arschloch von Oberamtsinhaber. Ich werde ihm zu Weihnachten Bretter schenken und ein Paket Sargnägel. Da kann er dann seinen eigenen Sarg zusammennageln, wenn er unbedingt nageln statt schrauben will.
Wolfram Dübbel |