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Moos auf Gehwegen und Treppen - wie entfernen?


Der deutsche Dauerregen bringt es mit sich, daß gepflasterte oder plattierte Gehwege und Zufahrten vermoosen. Und auf bruchrauhen Natursteintreppen, die gerade wegen ihrer unebenen Oberfläche sehr rutschsicher sind, sammelt sich Wasser. Und wo Wasser ist, da sind auch Algen. Das Ganze sieht nicht nur unschön aus, sondern bildet auch eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle. Bei Regen sind vermooste Wege und Zufahrten mit Algenbefall oft seifenglatt.

Man muß (oder sollte) also etwas tun. Aber wie?

Methode Hitze und Feuer:


Auf dem Markt gibt es recht teure "Brennelemente", mit denen durch Strom eine große Hitze erzeugt wird. Die "Brennstäbe" werden über das Pflaster oder die Platten geführt, Unkraut und Moos verbrennen. Mit offenem Feuer und ebenfalls enormer Hitze rücken die "Flammenwerfer" dem Problem zu Leibe. Die sind wesentlich billiger (weit unter € 50), als die Elektro-Unkrautvernichter und arbeiten wie ein Dachdecker-Gerät. Statt der Gasflasche hängt an dem "Brennstab" eine Gaskartusche. Vorteil des Verfahrens: Geht schnell und die Hände bleiben sauber. Nachteil: Die Hitze dringt nicht bis in die Wurzeln vor und das Unkraut wächst schnell nach.

Kratzmethode bei vermoosten Fugen:


Fugenkratzer Moos wächst meistens aus den Fugen, in denen sich im Laufe der Zeit Erde angesammelt hat. Mit handelsüblichen Fugenkratzern zu hantieren, ist strapaziös. Außerdem sind die Fugenkratzer falsch konstruiert. Besser ist es da, sich aus einer handelsüblichen Schuffel selbst einen Fugenkratzer zu fertigen. Das ist einfacher, als man denkt. Und eine Selbermachanleitung halten wir auch für sie bereit.

Methode Heißwasser-Hochdruckreiniger:


Mit einem Kaltwasser-Hochdruckreiniger, wie man ihn schon für unter € 300 kaufen kann, kommen Sie nicht zu einem guten Ergebnis. Sie müssen schon einen Hochdruckreiniger einsetzen, der Heißwasser versprüht. Das sind dann schon keine Geräte mehr, sondern gewichtige Maschinen, in denen ein dieselbetriebener Motor Kaltwasser aufheizt. Die Wirkung ist gut, die Reinigungsmaschine teuer (nicht unter € 2.500). Man müßte also das Gerät mieten, wenn man kann. Vorteil: Moos und Algen werden verbrüht und weggespült (weggespritzt), gleichzeitig werden die Beläge wunderschön sauber ("wie neu"). Nachteil: Das unter Hochdruck versprühte Wasser wäscht die Fugen aus. Unter Umständen muß man also neuen Feinsplit oder Sand in die Fugen kehren.

Methode Reinigungsgeräte:
Im Baugewerbe sind Maschinen im Einsatz (siehe Fotos, Typ STR 703 des Herstellers Schwamborn), die mit unterschiedlichen

Chemische Keule Chemische Keule

rotierenden Bürstenköpfen ausgestattet werden können. Auch diese Maschinen wird sich der Privatmann nicht kaufen wollen, aber er kann sie mieten. Vorteil: Ungefährliches Wegbürsten von Moos und Algen (kein Verbrennen oder Verbrühen) bei gleichzeitiger guter Reinigungswirkung. (Kleiner) Nachteil: Die runden Bürsten dringen nicht in die Ecken vor.

Methode "chemische Keule":


Davon halten wir nun gar nichts. Je weniger Chemie, desto besser. Zudem ist es durch das Pflanzenschutzgesetz verboten, Unkrautvernichter auf befestigten Flächen zu benutzen.


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