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Als Heimwerker werden Sie immer wieder mit unterschiedlichen Metallen konfrontiert. Aluminium, Kupfer, Stahl oder Edelstahl sind nur einige im Haushalt und beim Haubau verwendete Metalle. Jedes Metall hat seine bestimmten Einsatzgebiete. Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen einen Überblick über die Metalle geben und legen dabei unser Hauptaugenmerk auf die Verwendung für das Bauwesen und für den Heimwerker. Die Wichtigkeit des Werkstoffs Eisen unter den Metallen sieht man daran, daß zwischen Eisen und Nichteisenmetallen unterschieden wird.
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Nichteisenmetalle
Aluminium (Al)
Aluminium ist das häufigste Metall auf der Erde. Gewonnen wird Aluminium meist aus Bauxit. Seine Pluspunkte sind die hohe Witterungsbeständigkeit, hohe Zugfestigkeit und das geringe Gewicht. Aluminium ist im Bauwesen als Blech, Band, Folie, Profil oder Gußplatte erhältlich. Es kann z. B. für Außen- und Innenwandverkleidungen, zur Dacheindeckung und zur Herstellung von Fenstern (auch in Kombination mit Holz) und Türen eingesetzt werden. Auch Rolladen, Leitern, Treppen, Markisen und Dachrinnen können aus Aluminium bestehen. Durch Eloxierung kann man die Oberfläche von Aluminiumteilen farblich gestalten und vor Korrosion schützen; auch Anstriche und Beschichtungen (Emaille, Kunststoff) können zu diesem Zweck aufgebracht werden. Der Heimwerker kann dieses Metall sehr gut selbst bearbeiten, denn es läßt sich einfach sägen und schrauben.
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Blei (Pb) Blei ist das schwerste und dichteste Gebrauchsmetall. An der Luft bildet sich schützendes Bleioxid. Blei und Bleiverbindungen sind giftig. Legiert wird Blei mit Antimon zu Hartblei (Dachdeckerblei). Aufgrund seiner Beständigkeit ist Bleiblech ein wichtiges Schutzblech auf Dächern und Fassaden. Blei-Kupfer-Legierungen dienen zur Herstellung von Kabelummantelungen, Dichtungen, Isolierungen und Rohrleitungen.
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Kupfer (Cu)
Kupfer ist das älteste Gebrauchsmetall. Kupfer ist ein Werkstoff, der in vielen
Bereichen des Bauwesens (beispielsweise in der Trinkwasser-, Heizungs-, Heizöl-, Gas-, Flüssiggas- und Solarinstallation sowie in
Regenwassernutzungsanlagen und bestimmten Abwassersystemen) eingesetzt werden kann. Kupferrohre können vom Heimwerker mit einer einfachen
Metallsäge oder mit einem Rohrabschneider getrennt werden. Auch das Biegen und das Verlöten von Kupferrohren ist für den Heimwerker möglich.
Das Verpressen von Kupferrohren mit einer Presszange ist dagegen eher etwas für den Fachmann. Das gilt erst recht für das Eindecken eines
Daches mit Kupfer. In Form von Tafeln, Trapezblechen oder großen Scharen (Bändern) kommt das Kupfer auf eine vollflächige Schalung, meist
aus Holz. Für ein dichtes Dach sorgen Stehfalze. Kupfer hat die stärkste Bruchdehnung von allen Baumetallen, das heißt es läßt sich am
stärksten dehnen und verformen, bevor das Material bricht. Es eignet sich daher besonders bei komplizierten Anschlüssen, bei denen starke
Verformungen erforderlich sind. Im Montagezustand ist Kupfer rot-metallisch glänzend. Durch Witterungseinflüsse bildet sich rasch eine
Patinadeckschicht, so dass sich das geneigte Dach in einem hellgrünen bis blaugrünen Farbton zeigt. Bei senkrechten Flächen ist nicht mit
einer Grünfärbung zu rechnen, sondern mit einer tiefbraunen bis anthrazitgrauen Färbung der Patina. Diese Patina, im Volksmund
fälschlicherweise Grünspan genannt, führt keineswegs zu einer Qualitätsminderung der Dacheindeckung, sondern bildet im Gegenteil eine
Schutzschicht. Kupfer läßt sich durch Kanten, Falzen und Biegen bearbeiten. Auch besondere Umformarbeiten, wie beispielsweise das Treiben
von Kupfer ist möglich. Kupfer wird daher gerne bei denkmalpflegerischen Arbeiten verwendet. Feste Verbindungen lassen sich durch Weichlöten,
Hartlöten und Schweißen herstellen. Beim Hartlöten und Schweißen sind vorübergehende Farbveränderungen im Erwärmungsbereich jedoch nicht zu
vermeiden.
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| Messing |
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Unter dem Sammelbegriff Messing versteht man metallische Verbindungen aus Kupfer und Zink.
Um weitere besondere Eigenschaften des Werkstoffes Messing herzustellen, können neben Kupfer und Zink noch weitere Elemente wie Aluminium,
Eisen, Mangan, Nickel, Silizium und Zinn hinzulegiert werden. Eine besondere Rolle nehmen die Messingsorten ein, die kleine Anteile von Blei
enthalten. Sie spielen im Sanitärbereich eine bedeutende Rolle. Messing ist härter und fester als reines Kupfer. Es hat eine schöne goldene
Farbe und ist verhältnismäßig teuer. Messing verwendet man zum Beispiel für Beschläge, Zierknöpfe, aber auch als Türgriffe und Türklopfer.
Messing zu lackieren (beispielsweise mit einem Zapon-Lack), birgt ein großes Risiko in sich. Wird nämlich die Oberfläche, also die
Lackschicht, verletzt - beispielsweise durch einen Ring oder einen anderen Gegenstand - beginnt das Messing sofort mit Sauerstoff zu
reagieren (Oxydation). Als Endergebnis sind kleine und sehr feine schwarze Risse im Handlauf sichtbar. Andere Bauteile, wie Rosetten oder
Stabelemente, können wiederum gut durch einen Lack geschützt werden. Unlackierte Messingbauteile gibt es brüniert (Abbildung links) und
poliert (Abbildung rechts).
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Bronze |
Bronze ist eine Kupfer-Zinn-Legierung, die Herstellung von Bronze ist seit der Bronzezeit
(in Europa 3. bis 1. Jahrtausend vor Christi) bekannt. Unsere Vorfahren fertigten im frühen Mittelalter aus Bronze zum Beispiel wuchtige
Kirchenportale, wie sie teilweise noch heute erhalten sind. Heutzutage werden noch Verbindungs- und Anschlußstücke für Rohrleitungen aus
Bronze gefertigt - insgesamt hat aber Bronze im Bauwesen keine Bedeutung mehr. Wohl aber im Bereich der Park- und Gartendekoration, denn
Denkmäler und Mahnmale werden immer noch zu einem erheblichen Teil aus Bronze gegossen.
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Nickel (Ni) Der größte Anteil des Nickels wird zur Stahlveredelung (Siehe Abschnitt Edelstahl) eingesetzt. Geringe Nickelzusätze erhöhen im Stahl die Korrosionsbeständigkeit, die Härte und die Zähigkeit. Nickellegierungen werden auch in geringem Anteil z.B. zur Münzherstellung, für Küchenbehälter ("Alpaka") oder zur Herstellung von Konstantendraht in der Elektronik verwendet.
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Zink (Zn) Der größte Anteil des produzierten Zinks dient zum Verzinken von Eisenblech (Weißblech) für Dachrinnen, Eimer, Drähten und Rohren. Mischt man geschmolzenes Zink und Kupfer, erhält man Messing (Siehe Abschnitt Messing). Diese Legierung wird in der Schmuckindustrie und im Sanitärbereich in großem Umfang verwendet.
Eisen, Stahl und Edelstahl
Eisen ist das wichtigste Gebrauchsmetall. In der Umgangssprache werden die Begriffe Eisen, Stahl und Edelstahl ganz selbstverständlich verwendet, von vielen sogar synonym. Dabei gibt es einige Unterschiede, die in diesem Kapitel dargelegt werden sollen. Reines, also metallisches Eisen ist ein ziemlich weiches, silberweißes, nahezu unbrauchbares Metall. Erst durch den richtigen Anteil an Kohlenstoff und anderen Legierungselementen entsteht Stahl; ein Produkt, das vielseitige Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten bietet. Je höher der Kohlenstoffgehalt, desto spröder wird das Material und umso niedriger wird der Schmelzpunkt. Dann spricht man nicht mehr von Stahl, sondern von Gusseisen oder Roheisen.
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Eisen (Gusseisen)
Hat Eisen einen Kohlenstoffgehalt von über zwei Prozent, kann es nicht geschmiedet, sondern nur gegossen werden, wobei dem Eisen dann noch Silizium, Mangan, Chrom oder Nickel beigegeben werden. Die hohe Zeit des Gußeisens im Baubereich war die Epoche zwischen 1860 und etwa 1920, als ganze Brücken, vor allem aber Balkongeländer und Balustraden aus Gusseisen hergestellt wurden. Auch die Tragekonstruktion von Wintergärten und Pavillions dieser Zeit war aus Gusseisen gefertigt. Das Foto zeigt das Detail eines
gusseisernen historischen Balkongeländers, wie sie im Bauantikhandel gelegentlich angeboten werden. Heutzutage werden aus Gusseisen Pfannen und Töpfe hergestellt, im Baubereich vor allem Gullydeckel, Kanalroste und ähnliches. Gelegentlich tauchen auch Zwingen in den sog. Billigläden auf, die aus Gusseisen bestehen, in Fernost hergestellt worden sind und beim ersten kräftigen Anziehen auseinanderbrechen.
Bekannteste Sorte des Gusseisens ist der Grauguss mit Kohlenstoffüberschuß in Form von Graphit. Grauguss ist relativ korrosionsbeständig, weshalb Denkmäler auch aus Grauguss gegossen werden statt aus der viel teureren Bronze.
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Stahl
Hat Eisen einen Kohlenstoffgehalt von unter zwei Prozent, spricht man von Stahl. Ausschlaggebend für die Qualität des Stahls ist jedoch
nicht alleine der Anteil des Kohlenstoffes, sondern dieser muß als Eisenkarbid chemisch gebunden sein. Stahl kann durch Schmieden, Schweißen
und Feilen, Sägen und Bohren usw. bearbeitet werden. Durch entsprechende Behandlung der Stahlschmelze und Oberfläche lassen sich
Eigenschaften wie Härte, Festigkeit, Formbarkeit und Korrosionsbeständigkeit maßgeblich beeinflussen. Im Handel wird er in Form von
Blechen, Stangenmaterial und Rohren angeboten. So stehen Ihnen für Ihre Arbeiten Halberzeugnisse mit den unterschiedlichsten Querschnitten
zur Verfügung. Die Schwerindustrie stellt die unterschiedlichsten Stahlsorten her. Der Fachmann unterscheidet je nach Verwendungszweck
zwischen: einfachem Baustahl, niedriglegiertem Stahl und hochlegiertem Stahl. Baustähle (z.B. mit der Abkürzung »ST 37«) sind
beinahe für alle Arbeiten geeignet. Aufgrund der guten Eigenschaften bietet sich Stahl für viele Arbeiten im Heimwerkerbereich an. Stahl ist
ebenso wie die anderen Metalle in Form von Blechen (1/10 bis 100 mm) in den verschiedensten Voll- oder Hohlprofilen erhältlich:
runde, rechteckige, quadratische Querschnitte als Rohr, in L-, U-, T- oder Doppel-T-Form. Damit lassen sich hervorragend Regalgestelle
zusammenschweißen oder Halterungen für Regalböden erstellen. Daneben gibt es eine Vielzahl von speziellen Profilquerschnitten, die sich
beim Regalbau, z.B. als Führungsschienen, Halterungen für Holzfachböden oder Glasplatten, geschickt einsetzen lassen.
Die meisten Profilhalbzeuge sind in einer Länge bis zu 6 m erhältlich. Außerdem finden Sie im Fachhandel Bleche mit
verschiedenen Riffelungen, in Wellenform oder als Lochbleche, die interessante Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Stahl kann auch industriell
oder handwerklich beschichtet werden. Wir beschreiben an dieser Stelle lediglich kurz, wie man Stahl handwerklich beschichtet. Bei
unbehandelten Stahluntergründen müssen zunächst mit der Stahlbürste, Schleifpapier oder durch Sandstrahlen alte Oxidschichten beseitigt
werden, anschließend muß entfettet und der Schleifstaub beseitigt werden. Als Beschichtung wird zunächst eine Grundierung beispielsweise
auf Epoxidbasis mit Korrosionsschutzpigmenten (z.B. Zink, Eisenglimmer) aufgetragen. Als Deckbeschichtung verwendet man einen
auf die Grundbeschichtung abgestimmten, nicht wärmehärtenden Decklack.
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Edelstahl
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| Edelstahl - auch Chrom-Nickel-Stahl - ist eine Legierung aus Eisen und Chrom, Nickel, Molybdän oder Mangan. Er ist korrosionsbeständig (Rostgefahr) und unempfindlich gegenüber Säuren und Laugen. Je nach Zusammensetzung unterteilt man Edelstahl in Chromstahl, Chrom-Nickel-Stahl oder Chrom-Mangan-Stahl. Chromstahl wird zum Beispiel zur Herstellung von Messerklingen, Scheren sowie von Besteck und Kochgeschirr verwendet. Sehr widerstandsfähig gegen Korrosion ist Chrom-Nickel-Stahl. Es wird beispielsweise zur Herstellung von Spülen und hochwertigem Besteck und Kochgeschirr verwendet. Besonders widerstandsfähig ist Chrom-Mangan-Stahl. Die am häufigsten verwendeten Legierungsmetalle bei der Edelstahlherstellung sind Chrom und Nickel. Je nachdem, für welche Gegenstände der Edelstahl Verwendung finden soll, werden der Legierung noch zusätzlich Molybdän und/oder Vanadium beigemischt Jedes Metall hat ganz bestimmte Eigenschaften. Chrom macht den Stahl rostfrei, Nickel macht den Stahl widerstandsfähig gegen Säuren, Molybdän verstärkt die Wirkung von Chrom, und Vanadium verfeinert die Legierung und erhöht die Verarbeitungsfähigkeit. Der Heimwerker sollte darauf achten, daß sein Werkzeug mindestens aus Chrom-Vanadium-Stahl besteht. |
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