In vielen Hochhäusern der 60er oder 70er Jahre sowie in Altbauten wurden Badezimmer oder Gästetoiletten, manchmal sogar Küchen, ohne Fenster konzipiert.
Beim Duschen oder Baden entstehen große Mengen Wasserdampf, der aufgrund fehlender Fenster nur schwer abtransportiert werden kann. Beschlagene Spiegel sind dabei noch das geringste Problem.
Die Wände nehmen die Feuchtigkeit auf und früher oder später kündigt sich Schimmelpilz durch schwarze Flecken in der Zimmerecke oder am Duschvorhang an.
Durch den Einbau eines geeigneten Ventilators lässt sich dieses Problem einfach und komfortabel lösen. Und auch der Spiegel gibt wieder die Sicht frei.
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Grundsätzlich wird dabei zwischen zwei Arten von Ventilatoren unterschieden: Radial- und Axialventilatoren. Axialventilatoren transportieren
die Luft ähnlich einem "Flugzeugpropeller". Dadurch sind sie besonders geeignet, um große Luftmengen über kurze Strecken zu fördern.
Radialventilatoren haben hingegen im Vergleich zu Axialventilatoren einen geringeren Volumenstrom, sind aber druckstärker und überbrücken
größere Leitungswege von bis zu 15 Meter. Das funktioniert, weil Radialventilatoren die Luft verdichten, ähnlich wie ein Fön. Dabei entsteht
hoher Druck, der die Luft über lange Strecken befördert.
Neben den Radial- und Axialventilatoren wird noch zwischen Aufputz- und Unterputzventilatoren unterschieden. Meist sind ein Ventilator auch
so ausgelegt, dass sie sowohl senkrecht als auch waagerecht eingebaut werden können. Sie sind dann für die Wand- und Deckenmontage geeignet.
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Steuerung des Ventilators |
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Die Steuerung des Ventilators erfolgt entweder über einen Bewegungsmelder oder einen Feuchtigkeitssensor:
Beim Feuchtigkeitssensor kann ein Auslösepunkt gewählt werden, der zum Beispiel zwischen 50 und 90 % relative Luftfeuchte liegt.
Der Ventilator springt also erst an, wenn der eingestellte Wert erreicht wird.
Beim Bewegungsmelder kann Erfassungsbereich und Erfassungswinkel festgelegt werden. Hier springt der Ventilator bei einer
Bewegung im eingestellten Bereich an. Zudem muss bei beiden Varianten noch der sogenannte Nachlauf, der zwischen 2 und 25 Minuten
liegen kann, eingestellt werden. Diese Nachlaufzeit ist bei fensterlosen Bädern bzw. Toiletten vorgeschrieben. Bei einem verzögerten
Nachlauf läuft das Gerätsofort an und der Nachlauf wird erst nach einigen Minuten (z.B. 2 Minuten) gestartet.
Der Ventilator lässt sich natürlich auch durch Licht- oder Fernschalter manuell betätigen. |
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Das sagt die DIN zur Entlüftung von innenliegenden Bädern |
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| Für die Entlüftung innen liegender Bäder und Toilettenräume ohne Außenfenster gibt es DIN-Vorschriften, die
einen hygienisch ausreichenden Luftaustausch gewährleisten sollen. Demnach muss ein Mindestvolumen an verbrauchter Luft abtransportiert
werden: In innen liegenden Bäder müssen während der Einschaltzeit des Ventilators 60 m³/h und nach dem Ausschalten des Ventilators weitere
5 m³ Luft (durch den Nachlauf des Ventilators) abgeführt werden. Wird das Bad mindestens 12 Stunden am Tag entlüftet, reicht ein Entlüftungsvolumen von 40 m³/h aus. Für Toilettenräume ohne Außenfenster gilt die Hälfte der genannten Werte (DIN 18017 T3). |
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Ventilatorgröße berechnen |
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Die richtige Ventilatorengröße wird durch die Größe und Art des Raumes bistimmt. Für jede Raumart liegen Erfahrungswerte
(z.B. Wohnraum 6-8, Küche 6-10, Bad 4-8) für den erforderlichen Luftwechsel pro Stunde vor, die dann in die Formel für die Berechnung der
richtigen Ventilatorengröße einfließen. Diese Formel lautet folgendermaßen:
Rauminhalt (m³) x Luftwechsel pro Stunde = erforderliche Förderleistung des Ventilators in m³/h
Beispiel Bad:
Raumvolumen = 10 m² x 2,50 m (Raumhöhe) = 25 m³
25 m³ x 6 Luftwechsel/h = 150 m³/h
Von Marley gibt es zum Beispiel Ventilatoren in einer Leistungsbreite von 80 bis zu 305 m³/h, unterschieden zwischen Aufputz- und
Unterputzventilatoren und zwischen Axial- und Radialventilatoren. |
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Strahlwasserschutz bei Ventilatoren |
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Schutzarten und Bereiche in Räumen mit Dusche oder Badewanne:
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Abluft und Zuluft |
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Der Ventilator transportiert die feuchte Abluft nach draußen. Gleichzeitig muss dann natürlich auch frische
Luft nachkommen, damit im Raum kein Unterdruck entsteht. Wie in Deutschland so üblich, regelt das eine DIN - und zwar die DIN 18017,
Teil 3. Demnach muss für Bäder und Toilettenräume ohne Außenfenster mit Ventilatoren jeder innenliegende Raum für die Zuluftführung eine
Nachströmöffnung von 150 cm² freien Querschnitt haben. Wo diese Öffnung sich befindet, ist in der Regel egal. Die einfachste Lösung sind
Lüftungsgitter, die unten an der Badezimmer- bzw. WC-Tür angebracht werden. Sollen keine Belüftungsgitter eingesetzt werden, haben sich
in der Praxis Türelemente mit 2 cm hoher Bodenluft als ausreichend bewährt.
Wie bereits erwähnt, muss die Abluft nach draußen transportiert werden. Dies geschieht entweder durch eine Öffnung in der Wand oder über
Rohre, welche über Installationsschächte die Luft durch das Dach ins Freie transportieren. Vor allem bei einer Belüftung durch die Wand
ist mit Wärmebrücken zu rechnen, auch wenn moderne Ventilatoren über Rückstauklappen verfügen, die das Einströmen kalter Luft verhindern sollen. |