Lichtkuppeln kennt man hauptsächlich von Fabrikhallen, doch auch im Privathaus werden diese Oberlichter verwendet. Damit kann man seine Garage erhellen
und vor allem die dunklen Ecken in Bungalows, z.B. Innentoiletten. Lichtkuppeln gibt es in vielen verschiedenen Formen von rund und viereckig bis hin zu
Sonderformen wie drei- oder achteckig. Die meisten Kuppeln sind flach gewölbt, wer es jedoch etwas ausgefallener haben möchte, der findet auch halbkreis-
oder pyramidenförmige Kuppeln. Je nach Bedarf lassen sich Lichtkuppeln zudem individuell nach eigenen Wünschen fertigen. Lichtkuppeln können sowohl in
geneigte profilierte Dächer wie auch in Flachdächer eingebaut werden. Da die Kuppeln das Dach durchdringen, sind verschiedene konstruktive und
verarbeitungstechnische Anforderungen hinsichtlich der Dachabdichtung zu beachten. |
Größe von Lichtkuppeln Gängige runde Lichtkuppeln haben einen Durchmesser von 50 cm bis 270 cm, quadratische Kuppeln
sind 60 cm x 60 cm bis 250 cm x 250 cm groß. Bei rechteckigen Kuppeln lauten die standardmäßigen Abmessungen 50 cm x 100 cm bis 180 cm x 250 cm.
Dazwischen gibt es zahlreiche weitere Abstufungen. |
Aufbau von Lichtkuppeln |
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Lichtkuppeln bestehen aus einer Lichtkuppelschale und dem Aufsetzkranz. Entweder sind Schale und Kranz starr oder durch ein
Zwischenprofil beweglich miteinander verbunden. Dieser sogenannte Einfass- oder Lüfterrahmen ermöglicht das Öffnen und Schließen der Kuppel und somit die
Lüftung. Dabei muß beachtet werden, dass die Lichtkuppel so eingebaut wird, dass die Öffnerseite der Hauptwindrichtung gegenüber liegt. Dadurch
entsteht eine Sogwirkung, die nicht nur die natürliche Entlüftung unterstützt, sondern auch dem Eindringen von Nieselregen verhindert. |
Das Öffnen und Schließen der Kuppel erfolgt über manuelle, elektrische oder pneumatische Öffneraggregate. Neben
dem Lüften kann eine öffenbare Lichtkuppel auch die Aufgabe einer natürlichen Rauchabzugsanlage übernehmen. Sie sorgen im Brandfall für die schnelle
Entrauchung und Wärmeentlastung. Brände können dadurch wirkungsvoll bekämpft werden. So werden Menschen, Gebäude und Sachwerte geschützt. Für eine
natürliche Rauchabzuganlage werden eine automatisch über Rauch und/ oder Wärme reagierende Auslösung, eine manuelle Auslösemöglichkeit, eine auch bei
Netzausfall wirkende Energieversorgung und ausreichende Zuluftöffnungen benötigt. |
Material von Lichtkuppeln Lichtkuppeln bestehen heutzutage meist aus Kunststoff, wobei vereinzelt auch Glas zum
Einsatz kommt. Bei den Kunststoffen unterscheidet man Thermoplaste und Duroplaste.
Gängige Thermoplaste sind beispielsweise Polymethylmethaacrylat (PMMA), besser bekannt als Acryl- oder Plexiglas und Polycarbonat (PC), das unter den Markennamen Makrolon oder Lexan vertrieben wird. Thermoplaste lassen sich oberhalb einer bestimmten Temperatur verformen, schmelzen und schweißen.
PMMA zeichnet sich durch
seine hohe Lichtdurchlässigkeit und ausgezeichnete Bewitterungseigenschaften aus. Bei der Verwendung des Kunststoffes für Lichtkuppeln wird die
Baustoffklasse B2, normal entflammbar, erreicht. Bei der Be- und Verarbeitung ist Vorsicht geboten, da PMMA leicht splittert und stoßempfindlich ist.
Meist wird der Kunststoff weiß eingefärbt, da bei klarer Ausführung kaum eine Streuung des Sonnenlichts vorhanden ist.
PC besitzt eine sehr
hohe Schlagzähigkeit, wodurch es eine hohe Sicherheit gegen Hagelschlag und Steinwürfe bietet. Der Kunststoff wird daher beispielsweise in
Eishockeyhallen zum Schutz gegen Puckgeschosse eingesetzt. Die Lichtdurchlässigkeit ist ähnlich hoch wie bei PMMA, weshalb auch hier weiß eingefärbtes
Material für die Verwendung in Lichtkuppeln empfohlen wird. Lichtkuppeln aus PC sind sehr leicht, bieten aber dennoch einen guten Wärmeschutz. Die
Schalldämmeigenschaften sind dagegen nicht sehr hoch.
Neben den Thermoplasten werden auch Duroplaste als Material für Lichtkuppeln eingesetzt.
Duroplaste sind Kunststoffe, die sich nach dem Aushärteprozess durch Wärme nicht mehr verformen lassen. Dadurch schmilzt der Kunststoff nicht und es
tropft im Brandfall nicht ab. Verwendung findet meist glasfaserverstärktes, ungesättigtes Polyesterharz (GF-UP oder GfK), das wegen der
Lichtdurchlässigkeit ebenfalls weiß eingefärbt werden sollte. Durch die Glasfaserverstärkung besitzt das GF-UP eine hohe Festigkeit und eignet sich
ebenso gut zum Schutz vor Hagelschlag und Steinwurf. Das Material ist in die Baustoffklasse B2, normal entflammbar, eingestuft. |
Aufsetzkränze für Lichtkuppeln
Jedes Dach ist so dicht, wie seine Anschlüsse. Deshalb kommt den Aufsetzkränzen eine besondere Bedeutung zu. Stellen sie doch die Verbindung von der
Dacheindeckung zur Lichtkuppel dar. Für Dichtheit sorgen einlaminierte Anschlussstreifen, Anschlusskragen, Klemmleisten oder Überhangstreifen.
Für Aufsetzkränze kommen verschiedene Werkstoffe zum Einsatz. Besitzen die Lichtkuppeln keine tragende oder aussteifende Funktion für die
Dachfläche, werden Aufsetzkränze meist aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder PVC hergestellt. Speziell für Stahltrapezdächer und Dächer mit
Metalleindeckungen gibt es Aufsetzkränze aus Stahlblech, Aluminium oder einem Stahlblech-Aluminium-Verbund.
Neben dem Werkstoff kann auch der
Fußflansch unterschiedlich sein. Bei einem Flachdach ist er flach, bei einem Trapezblechdach oder einer Faserzementwell-Deckung ist der Fußflansch
profiliert. Ein Beispiel hierfür ist auf der Abbildung zu sehen. Weiterhin teilt man Aufsetzkränze nach ihrer Höhe ein. Aufsetzkränze aus Kunststoff
und flachem Flansch gibt es 15, 30 oder 50 cm hoch. 30 oder 40 cm hoch sind Aufsetzkränze mit flachem Flansch aus Metall.
Speziell für die
Sanierungen sind Aufstockelemente, beispielsweise aus PVC, in den Höhen 10, 15 oder 30 cm erhältlich. Diese werden auf die vorhandenen Aufsetzkränze
gestülpt, um die Lichtkuppelkonstruktion auch nach der Sanierung aus der Dachebene hervorzuheben. Zum Maßausgleich zwischen einem vorhandenen alten
Aufsetzkranz und einer neuen Lichtkuppelschale sind Anpassrahmen oder Stufenlüfterrahmen lieferbar. |
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