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Wenn Bohrer oder Nagel eine Leitung treffen

Wurden die elektrischen Leitungen in Ihrer Wohnung vom Elektriker verlegt, dann hat dieser die sog. Installationszonen eingehalten. In welchen Bereichen diese liegen, erfahren Sie hier mit einem Klick. Dennoch kann es passieren, dass Sie trotz aller Vorsicht mit dem Bohrer eine Elektroleitung treffen. In der Regel fliegt dann aber sofort die Sicherung heraus, so dass man nicht befürchten muß, kräftig durchgeschüttelt zu werden. Der Bohrmaschine dürfte ebenfalls nichts geschehen. Lediglich an der Spitze des Bohraufsatzes sind die Spuren der starken Wärmeentwicklung zu sehen. In Altbauten ist Vorsicht geboten, insbesondere wenn die Sicherungen noch zum Herausdrehen sind. Das ist ein Zeichen, dass an der elektrischen Leitung schon lange nichts mehr gemacht wurde. Angebohrte elektrische Leitungen müssen nicht immer in der gesamten Länge entfernt werden. Oft reicht es aus, an der betreffenden Stelle den Putz bis zur beschädigten Leitung zu entfernen und die Leitung mit einer Muffe und einem sogenannten Strumpfschlauch wieder zu flicken.

So merkwürdig es sich anhören mag - aber der kleine Nagel, der in die Wand geschlagen wurde, um daran ein Bild zu befestigen, mit dem aber eine Elektroleitung getroffen worden ist, kann zu größerem Schaden führen, als die Beschädigung durch den Bohrer. Der Grund? Zwar fliegt die Sicherung heraus, aber wenn man sie wieder umschaltet, dann kann sie durchaus halten. Das kann sich tagelang wiederholen. Stundenlang ist Strom da, dann fliegt wieder die Sicherung heraus - und das Spiel geht weiter ..... bis Kabelbrand da ist .....

Nicht nur Elektroleitungen, auch Gas- und Wasserrohre können angebohrt werden. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, beim Bohren im Badezimmer eine Gasleitung zu treffen, eher gering. Eine Wasserleitung wird dagegen schneller einmal beschädigt. Dann hilft nur noch die nächste Absperrvorrichtung oder den Haupthahn zu schließen und den Handwerker anzurufen. Sollte man es trotz der geringen Wahrscheinlichkeit dennoch schaffen, die Gasleitung anzubohren, ist das sofort am penetranten Geruchsstoff zu erkennen, der dem Gas beigemischt ist. Dann heißt es nicht in Panik zu geraten und n i c h t zum Telefon greifen. Es könnte der letzte Anruf Ihres Lebens gewesen sein. Den Gasversorger ruft man nur von außerhalb an und nicht vom heimischen Telefon. Zuvor sollte man aber noch alle Fenster aufreißen und die anderen Hausbewohner durch Zuruf warnen. Wegen der Explosionsgefahr darf man n i e m a l s an der Tür klingeln, wenn die Türklingel elektrisch betrieben wird, sondern nur klopfen.

Als Bauherr ist es gut zu wissen, wo Stromkabel, Wasser- und Gasrohre sowie die Rohre der Fußbodenheizung verlaufen. Deshalb sollte man alles vor dem Verputzen fotografieren. Auch beim Wiederverkauf des Hauses kann es nur von Vorteil sein, wenn man über die entsprechenden Unterlagen verfügt. Ohne die Fotos kann der neue Hausbesitzer ganz schön aufgeschmissen sein, denn man kann niemals wissen, ob der Elektriker sich an die Installationszonen gehalten hat. Es ist daher vor dem Bohren ratsam, mit einem Metall- und Stromanzeigegerät nach Strom-, Gas- und Wasserleitungen zu fahnden.


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