Unser Autor schildert uns ein Horrorszenario, das sich nur deshalb ereignet haben soll, weil wir - also die Redaktion von baumarkt.de - den Heimwerkern nahegelegt hatten, eine Heimwerker-Apotheke einzurichten.
Wenn man ein Erste-Hilfe-Schränkchen tischlertDass mein Schwiegersohn ein Ar...loch ist, wissen die begeisterten zweiundzwanzig regelmäßigen Leser dieser Satire inzwischen, dass sich aber dieses Ar...loch daran macht, ein Erste-Hilfe-Schränkchen für seine Hobbywerkstatt zu tischlern, ohne wenigstens schon den Inhalt dieses Schränkchens bereit zu legen, das schlägt dem Fass den Kronleuchter ins Gesicht.
Bei meinem Schwiegersohn hat "bis dahin alles wunderbar geklappt". "Bis dahin" war der Zeitpunkt, an dem er sich mit der Gehrungssäge eine tiefe Wunde in den Daumen sägte.
Was für einen Chirurgen eine Bagatelle, war für meinen Schwiegersohn eine lebensbedrohliche Verletzung. "Hilfe!" schrie er, schaute sich den blutenden Daumen an und fiel in Ohnmacht.
Als er daraus erwachte, hatte er eine weitere Wunde, nämlich an seiner Stirn, weil er mit dieser auf die Kante eines Werkzeugschranks geschlagen war.
Meine Tochter, vom Hilferuf alarmiert, fand ihren Ehemann stark blutend und jammernd vor, offenbar auch noch unter Schock stehend. Nun schrie auch sie "Hilfe" und rief mich auf den Plan, denn zufälligerweise war ich gerade im Hause, um mir die Kapp- und Gehrungssäge meines Schwiegersohns auszuleihen.
Ich betrachtete das Blutbad und fragte: "Wo habt Ihr Verbandszeug?"
Schreit mein Schwiegersohn mit hochrotem Kopf: "Natürlich Im Erste-Hilfe-Schrank, wenn er fertig ist!"
Ich habe ihn nicht erschlagen, obwohl die Gelegenheit günstig war.
Wolfram Dübbel |