| Die Energieeinsparverordnung fordert die luftdichte Gebäudehülle. Dazu werden meist Dampfbremsen oder sogar Dampfsperren
angebracht, die verhindern sollen, dass Feuchtigkeit in die Konstruktion und vor allem in die Wärmedämmung gelangt. Sind in den Folien allerdings Lecks,
ist es mit der Luftdichtigkeit nicht mehr weit her. Warme Luft dringt in die Konstruktion ein, schlägt sich dort an der kalten Oberfläche als Tauwasser
nieder und schädigt diese. Daher ist es sehr wichtig, dass die Dichtfolien sorgfältig verklebt werden. Besonderes Augenmerk ist dabei auf Durchdringungen,
Überlappungen und Anschlüsse zu legen, da dort häufig Lecks entstehen bzw. von Anfang an vorhanden waren. Dampfbremsen, Dampfsperren und die Spezialklebebänder, die zum Herstellen einer luftdichten Gebäudehülle benötigt werden, sind bei den Fachhändlern der EUROBAUSTOFF-Gruppe erhältlich. |
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Bauschäden durch Tauwasser
Durch kochen, waschen, baden, duschen oder schwitzen produziert ein vier- bis fünfköpfiger Haushalt in einer Woche so viel Wasserdampf, dass man damit
eine Badewanne füllen könnte. Wird die Feuchtigkeit nicht durch Lüftung nach draußen gebracht, sucht sie sich ihren Weg durch Lecks in der luftdichten
Schicht. Dort schlägt sich die Feuchtigkeit an der Holzkonstruktion nieder und verursacht Schimmelpilze. Zudem sammelt sich Feuchtigkeit in der
Wärmedämmung und verringert so die Dämmeigenschaften. Die Wärme gelangt schneller von drinnen nach draußen. |
Bedenken Sie bitte:
- auch das vermeintlich wasserdichte Styropor kann Wasserdampf aufnehmen und speichern wie ein Schwamm
- Zellulose verklumpt und hat dann dieselbe "Dämmwirkung" wie nasse Pappe
- Mineralwolle reichert sich ebenfalls spielend leicht mit Wasser an
- Natur-Dämmaterialien wie Wolle werden zu einem nassen Lappen
In allen Fällen bildet die durchfeuchtete Dämmung einen
idealen Nährboden für Pilzbefall. Leckstellen müssen also in jedem Fall vermieden werden. Sind sie jedoch schon vorhanden, kann nicht einfach das Leck
geschlossen werden. Zuvor ist zu prüfen, ob die Dämmung nicht ganz oder partiell erneuert werden muß. Denn je nach Konstruktion trocknet die Dämmung
keineswegs von selbst ab. |
Typische Leckstellen in Dichtfolien
Werden Dampfsperren oder Dampfbremsen verlegt, kommt es zu drei typischen Leckstellen: Im Bereich von Durchdringungen, bei der Überlappung und beim
Anschluss an unebenes Mauerwerk oder Putz.
Durchdringungen sind beispielsweise Dunst- und Elektrorohre, Sparren, Pfetten, Balken, Dachfenster,
Fenster, Türen oder Steckdosen. Die Dichtfolie muß an diesen Stellen durchtrennt werden, so dass ein Leck entsteht. Dieses Leck darf nicht mit
Bauschaum oder einem gewöhnlichen Paketband geschlossen werden. Beides ist nicht alterungsbeständig und die Klebewirkung reicht nicht aus, die
Folie dauerhaft mit der Durchdringung zu verbinden. An diesen Stellen muß die Dampfbremse bzw. Dampfsperre mit einem Spezialklebeband befestigt
werden. Diese Klebebänder sehen zwar ähnlich aus wie Packbänder für Pakete, doch halten sie wesentlich mehr aus. Sie besitzen eine starke Klebkraft,
sind dehnbar und folgen damit der Baudehnung und sie sind alterungsbeständig. Schließlich soll die Dampfbremse nicht nur einige Monate, sondern
Jahrzehnte dicht sein. Die Spezialklebebänder haften in der Regel auf Metall, sägerohem Holz, hartem Kunststoff oder harten Holzwerkstoffplatten.
Dampfbremsen bzw. Dampfsperren sollten überlappend verlegt werden. Das verhindert allerdings nicht völlig, dass Feuchtigkeit in die Konstruktion
gelangen kann. Deshalb sollten die Überlappungen vollflächig verklebt werden. Auch hierfür gibt es Spezialklebebänder, die vom Aufbau denen von
Durchdringungen ähneln. Auch sie sind alterungsbeständig und besitzen eine starke Klebkraft. Neben Folien, Vliesen oder Aluminiumfolien lassen sich
auch harte Holzwerkstoffplatten wie OSB mit diesen Spezialklebebändern verkleben.
Die dritte Schwachstelle ist der Anschluss der luftdichten
Schicht an Mauerwerk oder Putz. Beispielsweise muß die Dampfbremse bzw. Dampfsperre beim Ausbau des Daches an der Giebelwand befestigt werden.
Luftdichtheit kann man in diesem Fall nicht einmal mit den Spezialklebebändern herstellen. Die Industrie hat für den Maueranschluss verschiedene
Systeme entwickelt. Häufig arbeitet man mit vorkomprimierten Dichtbändern und Anpresslatten. Vorkomprimierte Dichtungsbänder können kleinere
Unebenheiten sehr gut ausgleichen. Die Anpresslatte wird im Mauerwerk verschraubt und hält Dichtungsband und Dichtungsbahn an der gewünschten
Stelle. Alternativ gibt es auch Lösungen ohne Anpresslatte. Hier wird die Dichtungsbahn mit einem Spezialkleber an das Mauerwerk geklebt. |
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