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Was gehört unter Laminat- oder Parkettboden?

Immer mehr Heimwerker nehmen die Verlegung von Laminat oder Parkett selbst in die Hand. Durch die neuartigen Klicksysteme ist das auch gar nicht so schwer. Was aber kommt unter den Bodenbelag? Eine Trittschalldämmung lautet wohl die meistgenannte Antwort. Ganz so einfach ist es aber nicht, denn neben einer Dämmung des Trittschalls muss eine Parkettunterlage und Laminatunterlage weitere Anforderungen erfüllen. SELIT, einer der führenden Hersteller für Trittschalldämmbelägen, gibt daher Tipps zu richtigen Produktauswahl.
1. Gehschall-Reduzierung
Gerade bei Laminatböden entstehen durch die sehr harte Oberfläche oft unangenehm laute Gehgeräusche. Diese Art des Lärms bezeichnet man als "Gehschall". Er wird im gleichen Raum wahrgenommen.Der Gehschall ist abhängig vom Bodenbelag (Teppich, Parkett, Laminat...), kann aber auch von der verwendeten Dämmunterlage mit beeinflusst werden. Gegenüber herkömmlichen Dämmunterlagen wie z.B. PE-Schaum (z.B. Selit TRITTEX-PE) bieten moderne Unterlagen eine erhebliche Gehschallverminderung. So erreichen die Produkte SELITAC PS, SELITAC PLUS und SELITFLEX Aqua-Stop Verbesserungswerte von ca. 6-5 dB (A), was einer Halbierung des Schallpegels entspricht.
2. Trittschall-Dämmung
Neben den Geräuschen im Raum selbst (siehe Geschall), entsteht durch das Begehen auf dem Laminatboden auch für den darunter liegenden Raum eine Lärmbelästigung. Diese wird in Neubauten durch einen Estrich mit ausreichend dimensionierter Trittschalldämmung deutlich reduziert. Wo dies nicht der Fall ist, oder eine zusätzlich Trittschalldämmung wünschenswert ist, kann der Trittschallpegel auch durch die verwendete Dämmunterlage erheblich reduziert werden. Um eine objektive Vergleichbarkeit der Dämmunterlagen zu erzielen, sollte diese unter einem 7 mm starken Laminatboden nach der internationalen Prüfnorm ISO 140/717 ermittelt werden. Nach diesem Aufbau liegen die Spitzenwerte bei ca. 20-22 dB(A). Gerade in Altbauwohnungen, Mietwohnungen sowie beim Dachgeschossausbau sollte auf dieses Qualitätskriterium besonders geachtet werden.
3. Druckstabilität (wichtig bei Klick-Laminat)
In den letzten Jahren haben sich Klick-Laminatböden immer mehr durchgesetzt. Für die einfache Verlegung der Böden ist der Klick-Mechanismus sicher genial - an die Dämmunterlage wird jedoch eine höhere Anforderung gestellt. Eine Klick-Verbindung stellt deutlich höhere Ansprüche an die Druckstabilität der Dämmunterlage. Ist diese zu niedrig (sie sollte mindestens ca. 2 to./m² aufweisen), kann der Laminatboden im Nut- und Federbereich irreparabel beschädigt werden. Besonders bei stark beanspruchten Böden, wie z.B. in Fluren, Büros, bei schweren Möbelstücken usw. ist eine druckfeste Unterlage zwingend erforderlich.
4. Ausgleichen von Unebenheiten
Neben den Tritt- und Gehschalleigenschaften kommt einer Dämmunterlage auch eine Ausgleichsfunktion zu. Schließlich soll der Holzboden satt aufliegen und nirgendwo Hohlstellen aufweisen. Was nutz die beste Gehschalldämmung, wenn der Boden an manchen Stellen hohl liegt? Dies ist auch ein Schwachpunkt vieler "Silent-Laminatböden", die eine Gehschalldämmung bereits mit sich führen. Ist diese zu dünn (weniger 1 mm) bzw. zu hart ausgelegt, können keine Unebenheiten im Boden ausgeglichen werden und es kommt zur Hohllage des Nutzbodens! Am Besten geeignet sind Dämmunterlagen, die zwar eine hohe Druckstabilität aufweisen (siehe Punkt 3) aber dennoch punktuelle Unebenheiten ausgleichen. So kann z.B. die SELITAC PLUS Platte punktuelle Unebenheiten bis 3 mm aufnehmen bei gleichzeitig hervorragender Druckstabilität!
5. Erhöhter Gehkomfort
Insbesondere Laminatböden sind sehr harte Bodenbeläge, was den Begehkomfort stark einschränkt. Durch eine druckelastische Dämmunterlage, wie sie zum Beispiel die SELITAC- und SELIT-FLEX- Serie darstellen, wird ein angenehmeres Laufgefühl erreicht (Waldbodeneffekt) und somit der Begehkomfort erheblich gesteigert. Gerade Silent-Laminatsysteme mit sehr dünnen (1mm) bzw. sehr harten Dämmstoffen auf der Paneelrückseite bieten hier einen entscheidenden Nachteil. Daher ist es bei solchen Böden oft sinnvoll, eine gehkomfortoptimierende Ausgleichs-Dämmunterlage wie z.B. SELITFLEX Thermo-Floor zu verlegen.
6. Schutz vor Feuchtigkeit
Parkett- und besonders Laminatböden reagieren sehr empfindlich auf Feuchtigkeit aus dem Untergrund. Speziell im Neubau- und Kellerbereich, aber auch bei ausgebesserten Estrichen bei der Altbausanierung ist ein Feuchteschutz zwingend vorgeschrieben. Dabei kann man auf Kombi-Produkte wie z.B. SELITFLEX Aqua-Stop bzw. SELITFLEX Thermo-Floor oder auf PE-Dampfbremsfolien zurückgreifen. Entscheidend ist die Dampfdichtheit des verwendeten Produktes. Diese sollte einen Mindestwert von sd > 100 m aufweisen! Bei den genannten Dämmbelägen liegt dieser Wert sogar bei sd > 500 m. Die SELITstop PE-Dampfbremse erfüllt mit einem sd-Wert > 100 m ebenfalls die vorgeschriebene Dampfdichtheit und eignet sich daher ideal bei der Verlegung aller anderen SELIT Unterlags-Dämmbeläge!
7. Verlegung auf Fußbodenheizung / Wärmedämmung
Da sowohl Laminat als auch Parkett ein guter Dämmstoff ist, sollte man eine Verlegung auf einer Fußbodenheizung gut überlegen.In keinem Fall wird ein ähnlich gutes Heizverhalten wie z.B. bei Fliesen erreicht. Dennoch ist die Verlegung prinzipiell möglich - man sollte jedoch auf folgenden Sachverhalt achten: Der gesamte Fußbodenaufbau (i.d.R. Dämmunterlage + Laminat/Parkett) sollte zusammen einen Wärmedurchlasswiderstand von 0,15 m²K/W nicht überschreiten. Je geringer dieser Wert, desto besser ist der Wirkungsgrad der Fußbodenheizung! Zur Ermittlung des Wertes ist der Wärmedurchlasswiderstand der verwendeten Dämmunterlage mit dem des Nutzbodens zu addieren (Parkett/Laminat)! Die Werte des Nutzbodens sind beim jeweiligen Hersteller zu erfragen, liegen jedoch bei einem 7 mm Laminat bei ca. 0,07m²K/W und bei einem 14 mm Parkett bei etwa 0,11m²K/W.



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