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Gartenteiche anlegen - gar nicht so schwer

GartenteichDie richtige Anlage...
... des Gartenteichs ist die Grundlage für viele Jahre Zufriedenheit mit dem Wassergarten. Es gibt unzählige Gestaltungsmöglichkeiten - lassen Sie sich doch beim sonntäglichen Spaziergang oder im Urlaub einmal von einem Naturweiher oder Seeufer inspirieren. Sie schaffen nicht nur eine faszinierende Bereicherung des Gartens, sondern auch einen kleinen Ausgleich für die vielen natürlichen Kleingewässer, die in den letzten Jahren mehr und mehr aus der Natur verschwunden sind. Es entsteht ein neuer Lebensraum für eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt.

Der Standort eines Gartenteichs...


... sollte so gewählt werden, dass die Sonne täglich 4-6 Stunden den Teich bescheint. Diese Lage ist die Gewähr dafür, dass blühende Teichpflanzen, wie z.B. Seerosen, ihre Farbenpracht in voller Größe entfalten. Eindringlich muss davor gewarnt werden, um den Teich "kleine" Büsche oder gar Bäume zu pflanzen, die ihre Nadeln oder gar Laub verlieren. Faulendes Laub beeinträchtigt die Wasserqualität erheblich und führt zur Verschlammung. Kirschlorbeer und Rhododendron beispielsweise sind Gehölze, die immergrün sind und ihr Laub nicht abwerfen. Andererseits wächst Kirschlorbeer "schnell wie die Feuerwehr" und kann dann den Teich verschatten. Man sollte sich also genau überlegen, was man wohin pflanzt.

Der Zeitpunkt für das Anlegen des Teichs...


... ist jederzeit außerhalb der Frostperiode denkbar. Das zeitige Frühjahr ist aber neben dem Herbst die günstigste Zeit für die Bepflanzung.

Die Größe des Gewässers...


... entscheidet über die biologische Stabilität des Gartenteichs. So sollte ein Gartenteich generell mindestens 400 l Wasser pro Quadratmeter Wasseroberfläche aufweisen, um ein zu starkes Aufheizen und damit übermäßigen Algenwuchs zu vermeiden. Eine Wassertiefe von mindestens 60-80 cm garantiert, dass sich in einem Gewässer eine vielfältige und stabile Teichlebensgemeinschaft ansiedeln kann. Nur mit dieser Wassertiefe können Tiere im Teich sicher überwintern. Generell gilt jedoch das Motto: Je größer und tiefer, desto besser. Denn mit zunehmender Größe wächst nicht nur die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten, sondern auch die Zahl der Pflanzen und Tiere, die sich hier ansiedeln.

Teichfolie oder Fertigteich...


... stellen die beiden Möglichkeiten dar, die Abdichtung des Teiches sicherzustellen. Die Entscheidung für eine der beiden Materialien hängt zum Teil von der Größe der Wasserfläche ab. Beträgt die Größe weniger als 7 Quadratmeter, dann bietet der Fertigteich die einzig sinnvolle Lösung, denn nur so kann eine ausreichende Tiefe und genügend Wasserinhalt erreicht werden. Zudem gewährleistet die sehr hohe Stabilität eine lange Lebensdauer. Hingegen stellt bei größeren Gewässern der Folienteich eine interessante Alternative dar. Neben den geringeren Anschaffungskosten ist besonders die Freiheit bei der Gestaltung sehr reizvoll.

Vlies und Folien ...


... müssen speziell für den Teichbau geeignet sein. Der Vlies schützt die Folie vor "Verletzungen", die ihr Steine oder andere scharfkantige Gegenstände zufügen können. Zur hochwertigen Spezial-Teichfolie sind Baufolie oder ähnliche Materialien keinesfalls eine "billige" Alternative. Das angemessene "Teichkleid" zeichnet sich dadurch aus, dass es UV-, schweißnaht-, verrottungs-, kälte- und maßbeständig sowie wurzelfest und natürlich fischverträglich ist.

Das Maß der Folie...


... der Folie sollte erst nach dem endgültigen Aushub der Teichgrube ermittelt werden. Dazu legt man am besten einen Bindfaden oder Gartenschlauch längs und quer durch die ausgehobene Grube und misst dann dessen Länge. Gibt man noch 30 cm an jeder Seite zu, erhält man die erforderliche Foliengröße. Sollte man die Größe der Folie bereits vor Aushub erhalten wollen, dann kann man die Faustformel aus der nachstehenden Skizze verwenden.

Formel zur Berechnung der Folienmaße:


Länge + 2 · Tiefe + 60 cm = Bahnlänge
Breite + 2 · Tiefe + 60 cm = Bahnbreite

Die Stärke der Folie...


... hängt nicht zuletzt von der Ausdehnung ab, die man dem Teich geben will. Je größer die Anlage ist, desto stärker sollte die Teichfolie gewählt werden. Die 1 mm starke Folie hat sich dabei außerordentlich bewährt.

Die Planungsskizze...


... sollte unbedingt vor allem anderen auf dem Programm stehen. Dabei ist es ratsam, nicht nur Größe, Form, Uferlinien und entsprechende Bepflanzung zu beachten. Ein Teich wird beispielsweise auf jeden Fall lebendiger, wenn sich ein Stück Feuchtwiese, ein Steinhaufen oder Gebüsche anschließen. Das Leben im wässrigen Gartenreich lädt zum Beobachten ein: Beobachtungsplätze sollten also an der Südseite liegen, damit der "Zuschauer" nicht nur die Sonne sieht.

Die Form und Uferlinien...


... leben vom Abwechslungsreichtum. Für die Entwicklung des Teichlebens und das biologische Selbstreinigungsvermögen sind flach abfallende und breite Uferstreifen wichtig. Grundsätzlich besteht ein Teich aus drei Zonen unterschiedlicher Wassertiefe: In der Sumpf- (0-30 cm) und Flachzone (30-50 cm) wachsen die meisten der Sumpf- und Wasserpflanzen und die Tiere gelangen in das Gewässer hinein bzw. aus dem Teich heraus. In der Tiefzone (50-100 cm) siedeln sich hingegen Unterwasserpflanzen wie das krause Laichkraut oder der Wasserschlauch und Schwimmblattpflanzen wie zum Beispiel die Seekanne oder die gelbe Teichrose an. Um die für einen artenreicheren Lebensraum nötigen Wassertiefen auch in kleineren Teichen zu bewerkstelligen, müssen diese stufig angelegt werden. Die Ränder des Teiches sollten unbedingt an allen Seiten in der gleichen Höhe liegen, sonst bleibt nach dem Befüllen an einem Ufer die Folie sichtbar. Am besten benutzt man dazu eine Wasserwaage.
Die Form und Uferlinien Der Aushub Das Verlegen der Folie
Fotos: www.oase-pumpen.com

Der Aushub...


... setzt eine Markierung der für den Teich vorgesehenen Gartenfläche voraus. Der in der Planungsskizze vorgesehene Grundriss kann mit Pflöcken, Sand, Sägespänen oder Seilen auf dem Boden markiert werden. Eine gute Lösung ist auch ein auf dem Boden ausgelegter Gartenschlauch. In jedem Fall ist noch vor dem ersten Spatenstich ersichtlich, ob die gewählte Form und Größe sich harmonisch in den Garten einfügt. Beim Ausheben werden gleichzeitig die erwähnten Pflanzenstufen modelliert. Auf jeden Fall sollte der Aushub immer 5-10 cm über die vorgesehene Teichtiefe hinausgehen. Denn es muss noch eine 5 cm dicke Sandschicht aufgebracht werden.

Das Verlegen der Folie...


... sollte am besten bei einer Temperatur von ca. 20 Grad erfolgen, weil das Material dann am geschmeidigsten ist. Sie darf auf keinen Fall spannen, denn sonst würde sie sich beim Befüllen des Teiches dehnen und dadurch dünner werden. Die sich bildenden Falten zieht man zu einigen großen Falten zusammen. Die Folie muss fest in die Teichmulde gedrückt werden.

Das Pflanzensubstrat...


... wird jetzt aufgefüllt: Es besteht aus einer 20 cm dicken nährstoffarmen Sand- oder Sand-Kiesgemisch-Schicht (Verhältnis 4:1), in der sich später die Pflanzenwurzeln verankern werden. Nährstoffe erhalten die Pflanzen aus den im Wasser gelösten Mineralien. Immer noch ragt die Folie einige Zentimeter heraus. Das ist auch gut so, denn sie wird nach dem Fluten noch sacken. Sie sollte erst nach ein paar Tagen auf 1 cm Länge abgeschnitten und mit Steinen, Kies und Erde abgedeckt werden. Diese Vorgehensweise vermeidet den Erdkontakt zwischen Teich und Umgebung und damit Wasserverlust. Beim Umlegen der Folie in einen kleinen Graben mit Abdeckung durch Erde würde eben das passieren - in niederschlagsarmen Zeiten würde der Wasserspiegel stark absinken.

Die Flutung...


... muss vorsichtig von Stufe zu Stufe vorgenommen werden. Leitungswasser und schadstoff-freies Brunnenwasser sind ideal, Wasser aus der Regentonne weniger, denn dieses ist häufig modrig. Daraufhin sollte der Teich, wenn möglich, mit Wasser aus einem bereits bestehenden Teich geimpft werden. Dieses Impfen beschleunigt die Vermehrung der Kleinlebewesen.

Der Rand...


... lässt sich einfach und schön mit einer Uferbepflanzungsmatte gestalten. Die Matte sollte aus einem Material bestehen, das sich nach 1-2 Jahren selbst auflöst und so das Neugestalten des Ufers ermöglicht. Ideal sind Uferbepflanzungsmatten aus natürlicher Jute. Für besonders steile Uferbereiche eignen sich Pflanztaschen aus natürlichem Kokosmaterial. Um eine naturnahe Gestaltung zu realisieren, sollte das Ufer mit Steinen unterschiedlicher Größen, einem Steinhaufen sowie Kies- und Sandflächen angelegt werden, um eine Selbstansiedlung von Tieren und Pflanzen vorzubereiten.
Die Bepflanzung Die Lebewesen und Pflege
Fotos: www.oase-pumpen.com

Die Bepflanzung...


... rundet erst das harmonische Bild des Gartenteichs ab. Am besten lässt man sich in einem guten Fachgeschäft beraten! Allerdings sollte die Bepflanzung - wie bereits angedeutet - sparsam sein, um spontane Besiedlungen zu ermöglichen. Auf keinen Fall sollten Pflanzen in die frostfreie Zone gesetzt werden: Im Winter verbrauchen sie unter einer Eisdecke den Sauerstoff und gefährden damit die im Teich überwinternden Tiere.

Die Lebewesen...


... im Teich siedeln sich bei einer naturnahen Gestaltung von selber an. Problematisch ist das Einsetzen von Fischen, unter anderem deshalb, weil das Wasser durch Fischfutter und Kot überdüngt wird. Wer Amphibien in seinem Teich beheimatet sehen will, sollte deshalb auf Fische verzichten, weil sie die Eier und Larven der Amphibien und Wasserinsekten fressen.

Die Pflege...


... ist nicht aufwendig, wenn sich im Teich ein stabiles Gleichgewicht entwickelt. Einige Pflanzen müssen gelegentlich ausgelichtet werden. Zu Beginn ist eine Algenbildung völlig normal - mit der Zeit reguliert sich das Gleichgewicht von selbst.
Link: "Damit der Gartenteich nicht zufriert."
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