Jahrzehnte beherrschten weiße und dann im Lauf der Jahre angegraute Putzfassaden das Bauwesen, sieht man von den Landschaften ab, in denen traditionsgemäß mit Ziegelsteinen gebaut wird. Dieses Foto zeigt die Ist-Situation in vielen Gegenden Deutschlands, wobei die Fassaden-Substanz speziell in den neuen Bundesländern besonders verwittert ist. Nun werden es die deutschen Bauherren und Hausbesitzer allmählich aber leid und sehnen sich nach farbenfroheren Außenhüllen, wie eine Umfrage des Internetportals "baumarkt.de" ergeben hat. |
|
Farbenfroh bedeutet aber nicht "knallig". Die User konnten einen identischen Haustyp mit unterschiedlich farbigen Fassaden bewerten. Kräftiges Blau und leuchtendes Rot wurden von 89 % abgelehnt, Grüntöne sogar von fast 94 %. Hingegen würden 71 % lieber in ein Haus mit rötlicher, 66 % lieber in ein Haus mit gelb-beiger und 53 % lieber in ein Haus mit hellblauer Fassade einziehen, als in ein Haus mit weißer Fassade. An der Umfrage beteiligten sich 1.733 Hausbesitzer und 2.434 Frauen bzw. Männer, die erst noch ein Haus bauen wollen. Wie eine ideale Fassadengestaltung aussehen kann, zeigt dieses Foto von einer Hangbebauung in unserem Nachbarland Luxemburg. |
|
 Im Kommen sind auch zweifarbig gestaltete Fassaden - etwa dergestalt, dass ein bestimmter Teil des Baukörpers eine Kontrastfarbe zur ansonsten weißen Fassade erhält. Solche Farbvarianten werden insbesondere von den Fertighausindustrie angeboten, die als Vorreiter der neu entdeckten Farbenfreude angesehen werden muß. Nicht nur der Fassadenputz kann farbig sein, auch vorgehängte Holzfassaden können farblich hervorstechen. Viele Beispiele dafür findet man im Internet-Portal www.fertighaus.de
Fotos: fotografen-online.de
| |
|