Die strengen Temperaturen des Winters 2008/2009 haben viele Besitzer von Gartenteichen in Sorge gesetzt. Was geschieht mit den
Goldfischen - überleben diese die arktischen Temperaturen, wenn die Luftzufuhr abgeschnitten ist? An dieser Stelle wollen wir uns mit dem normalen
Gartenteich beschäftigen, nicht mit solchen, die mit wertvollen Kois besetzt sind. Deren Überwinterung setzt erhebliche Schutzmaßnahmen voraus; darüber
mag man sich in den Websites der Koi-Züchter informieren. Zurück zum normalen Gartenteich.
Wenn die Kälteperiode eingesetzt hat und Sie keine
Vorsorgemaßnahmen eingeleitet haben in der Annahme, die Winter blieben so mild wie in den letzten Jahren, dann gilt als
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Sofortmaßnahme:
Sägen Sie ein Loch in die Eisdecke - auf keinen
Fall hacken mit der Axt oder gar die Eisdecke mit dem Vorschlaghammer einschlagen. Die Druckwellen könnten Ihre Fische töten. Auch bei
Temperaturen bis -20° ist die Eisdecke vergleichsweise dünn, sie wird kaum dicker als 3 bis 5 cm werden. Unter der Eisdecke befindet
sich auch ein Luftpolster. Zum Aufsägen verwenden Sie am besten eine Bohrmaschine mit einer Bohrkrone mit größtmöglichem Durchmesser. Möglich ist auch,
mit einem großen Bohrer die Eisdecke zu durchbohren und dann eine elektrische Säbelsäge einzusetzen.
Bei diesen Arbeiten sollten Sie vom Ufer
aus arbeiten oder Balken über den Teich legen und dann von einem Brettersteg aus vorgehen. Wenn nämlich der Motor Ihrer Bohrmaschine in das Teichwasser
gerät, kommen Sie unter Umständen mit dem schweren Elektroschlag davon - ihre Fische jedoch fahren sozusagen in den Himmel! Arbeiten Sie im übrigen
hochtourig und damit schnell, damit die Fische nicht unnötig gestresst werden.
Haben Sie Löcher in die Eisdecke gebohrt oder gesägt, kommen
Sie bitte auf gar keinen Fall auf den Gedanken, die "armen" Fische füttern zu wollen. Die Befinden sich in einer Winterstarre und dümpeln tief unten auf
dem Teichboden umher. Wenn sie aufgrund der Fütterung nach oben schwimmen und sozusagen "erwachen", benötigen sie mehr Sauerstoff. Der Sauerstoffmangel
in Ihrem Teich würde also weiter ansteigen.
In die Löcher können Sie Stroh einlegen, durch deren Röhrchen Sauerstoff in den Teich dringt. Hohle
Bambusrohre wären noch besser. Beides müssen Sie natürlich sofort nach der Frostperiode entfernen, damit Stroh oder Bambus nicht im Wasser vor sich hin
faulen.
Das Verfüllen der Löcher mit kleinen Styroporkugeln wird verschiedentlich empfohlen. Die Kugeln kann man sogar eigens für diesen Zweck im
Fachhandel kaufen. Wir raten davon ab, da Styropor (= Polystyrol) schädliche Stoffe, nämlich Styrol, in das Wasser abgibt.
Das also wären die
Sofortmaßnahmen. Besser ist natürlich:
Im Herbst den Teich winterfest machen
Nicht nur Ihr PKW muß winterfest
gemacht werden, auch Ihr Gartenteich! Was das betrifft, haben sich die Haus- und Gartenbesitzer schon vieles einfallen lassen. Der eine legt
Doppelstegplatten über den Teich, der andere sogar ein gewölbtes Folien-Gewächshaus. Das alles ist schön und gut, solange nicht ein richtiger Sturm
Platten oder Folienkonstruktion wegbläst oder tiefe Minusgrade dennoch für ein Überfrieren der Wasserfläche sorgen. Ideal ist deshalb, einen frostsicheren Teichbelüfter einzusetzem, der an eine Pumpe angeschlossen ist. Solange die Enten ihre Füße im Wasser bewegen, friert es nicht zu,
jedenfalls nicht unter der Ente. Solange das Wasser im Bereich des Teichbelüfters in Bewegung bleibt, friert es an dieser Stelle auch nicht zu. So
einfach ist das!
Natürlich ist es auch ratsam, den Teich im Herbst von allem Unrat zu reinigen, insbesondere vom Laub aus dem eigenen oder
Nachbar's Garten. Denn diese natürlichen Rückstände verfaulen im Wasser. Das Verfaulen ist ein Gärprozess, der Sauerstoff beansprucht. Je sauberer Ihr
Teich, je geringer die Chance, dass Ihre Fische wegen Sauerstoffmangel ersticken. |
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