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Holzhäuser sind wohngesunde Trendhäuser

HONKA - Wohnblockhaus Isartaler Holzhaus - Haus Spitzingsee
HONKA - Wohnblockhaus.
Der finn. Spezialist ist auch in Deutschland vertreten.
"Haus Spitzingsee",
ein deutsches Holzhaus des Herstellers Isartaler Holzhaus

Das Holzhaus ist im Kommen, es ist ein echtes Trendhaus. Zwischen 15 und 20 Prozent aller Einfamilienhäuser, die heute neu gebaut werden, entstehen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Doch was ist ein Holzhaus? Holzhäuser bestehen aus einem Wandaufbau aus massiven Holzbalken und Holzbohlen, wobei die Hausfassade in der Regel mit Holzpaneelen bekleidet ist. In diesem Zusammenhang von einem Ökohaus zu sprechen, ist sicherlich nicht verkehrt, denn Holz ist nun einmal das ökologischste Baumaterial überhaupt. Natürlich ist das Blockhaus oder genauer: das Wohnblockhaus auch ein Holzhaus, aber der Bauinteressent versteht unter einem Holzhaus erstaunlicherweise kein Blockhaus.

Wesenstypisch für Holzhäuser ist der Innenausbau mit Holz: Holzfußböden und Holzdecken sind fast ebenso obligatorisch, wie Wandpaneele aus Holz. Was vielfach übersehen wird: Ein normales Fertighaus ist eigentlich auch in der Hauptsache ein Holzhaus. Denn die tragenden Teile der Fertighäuser sind fast immer aus Holz. Die Architekten sprechen in diesem Zusammenhang statt von einem Fertighaus auch von einem Haus in Holztafelbauweise oder in Holzrahmenbau

Inzwischen mutieren auch mehr und mehr Steinhäuser zu optischen Holzhäusern, wie die Holzland-Holzfachhändler übereinstimmend feststellen konnten. Und zwar insofern, als eine unansehnliche Putz- oder Klinkerfassade mit Profilholz verkleidet und bei der Gelegenheit auch noch zusätzlich wärmegedämmt wird.

Was diesen Trend trägt, welche Gründe hinter einer Entscheidung für Holz als Baustoff stehen - darüber gab es bisher kaum Erkenntnisse. Die Examensarbeit einer Studentin aus Schweden (wo Holzhäuser so "normal" sind wie bei uns bisher die massiven Häuser), bringt jetzt etwas mehr Klarheit: Bei vielen ist es die Liebe zum Holz!

Holzhäuser - die Liebe zum Holz

Vorteile von Holzhäusern


"Warum wollten Sie ein Holzhaus bauen? Welche Vorteile erhofften Sie sich davon? Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Wohnen in Holz? Würden Sie sich noch einmal für einen Holzbau entscheiden?" Mit einer ganzen Reihe solcher Fragen konfrontierte die angehende Bauingenieurin aus Schweden Deutsche aus allen Altergruppen (von 30 Jahren aufwärts) und aus den unterschiedlichsten Berufen, die nur eine Gemeinsamkeit hatten: sie wohnten im Holzhaus (ev. auch zur Miete) oder sie wollten ein Holzhaus bauen. Sogar der typisch skandinavische Baustil (siehe nebenstehendes Foto eines "Karlson Hus") findet hier steigende Akzeptanz.

Alle Befragten mit Holzhaus-Erfahrung gaben an, dass sie jederzeit wieder ein Holzhaus bauen würden. Die grundsätzliche Zufriedenheit wird auch durch gelegentlich erfahrene Problem (häufig genannt: Setzungen beim Blockhaus) kaum getrübt! Die positiven Erfahrungen überwiegen offensichtlich!

Häufig geäußert wurde, dass ein Holzhaus ein besseres Wohnklima biete als Massivhäuser. Viele Befragte beschrieben ihre Holzhäuser als "kühl im Sommer und warm im Winter". Wichtig war für viele auch ein gesundes Raumklima, frei von Schadstoffen und Strahlenbelastung. Im Holzhaus seien die Oberflächen wärmer und die Raumluft nicht so feucht. Die Mehrzahl der Hausbesitzer nannten "höhere Wohnqualität" als Argument - und nahezu alle Befragten nannten "besseres Raumklima" als wichtigstes Argument für den Holzbau. Die Gründe "Wohngesundheit und ökologische/biologische Unbedenklichkeit" tauchten ebenfalls in vielen Antworten auf.

Interessant sind auch die Gründe und Referenzen, die zu einer Entscheidung "Holzbau" geführt haben. Die Untersuchungsergebnisse nennen die unterschiedlichsten Gründe, z.B. Wohn-Erfahrungen in Holzhäusern in Skandinavien oder in den Alpen, die das Interesse am Holzbau geweckt haben. Aber es werden auch Kostengesichtspunkte angeführt. Gerade die Jüngeren unter den Befragten nannten Kostengesichtspunkte - aber nicht nur wegen der günstigen Baukosten, sondern auch wegen der günstigen Heizkosten. Auch die kurze Bauzeit, die für die Begrenzung der Gesamtkosten wichtig ist, wurde genannt. Ebenfalls die Möglichkeit zur Eigenleistung beim Bau und Ausbau war vielen Befragten wichtig - nicht nur als Sparmaßnahme, sondern auch als direkte, aktive Beteiligung am Bau des eigenen Hauses.

Dies deckt sich mit der Erfahrung der Holzland-Fachhändler. Uwe Jacobsen, Holzland-Fachhändler und selbst Zimmermeister: "Die Hausbesitzer bekommen eine ganz besondere Beziehung zu Ihrem Haus, wenn Sie sich am Innenausbau tatkräftig beteiligen konnten. Wir sagen den Kunden aber auch, wo die Grenzen sind - also wo der Fachmann hinzugezogen werden sollte."

Ein weiterer oft genannter Grund war Affinität zum natürlichen Baustoff Holz. Das sichtbare Holz im Innen- und Außenbereich war für viele ein klares Plus und oft ausschlaggebend für die Entscheidung. Holz wurde als "natürlicher, biologischer und hervorragender Baustoff" bezeichnet. Und ein weiteres Argument: die Dämm-Möglichkeiten moderner Holzkonstruktionen machten es möglich, energiesparende Häuser zu günstigeren Preisen zu bauen, als mit konkurrierenden Baumethoden.

Innenansicht eines modernen Holzhauses
Innenansicht eines modernen Holzhauses (Foto: Nordic Timber Council)

Nachteile von Holzhäusern


Und die Nachteile des Holzbaus? Auch hier gab es klare Äußerungen. Als ein Problem wurde das "Schwinden" und "Setzen" bei der Blockhausbauweise genannt. Die Beurteilung solcher Qualitätsprobleme durch nicht ausreichende Vortrocknung war allerdings erstaunlich milde. "So etwas kann bei natürlichen Baustoffen schon vorkommen. Und die Folgen lassen sich ja doch beseitigen!" Einige Holzhaus-Bewohner wünschten sich besseren Schallschutz, während andere die akustischen Eigenschaften der Holzbauweise lobten.

Auch die Aspekte "Lebensdauer" und "Pflegeaufwand" beim Holzhaus kamen erstaunlich gut weg. Auch wenn manchmal kurze Anstrich-Intervallen zur Werterhaltung nötig seien: vorteilhaft sei die Möglichkeit, die meisten Arbeiten selbst erledigen zu können. Ein Holzhaus-Bauherr: er wolle nicht für die Ewigkeit bauen. Die Nutzungsdauer für ein modernes Holzhaus, die mit über 100 Jahren anzunehmen sei, reiche ihm persönlich völlig aus!

Auch über die Gründe, warum die Massivbauweise nach wie vor den deutschen Markt dominier, äußerten sich die Befragten: Traditionelles Denken im Bau wurde genannt - und auch die starke Lobby der Baustoffindustrie, während die Interessen des Werkstoffes Holz nicht aktiv und klar genug, manchmal nur ganz vorsichtig kommuniziert würden. Die Präsentation guter Holzbaubeispiele und mehr Kommunikation der Vorteile des Holzes könnten hier hilfreich sein, war eine Äußerung. Also: Mehr und bessere Dokumentation.

Die Ergebnisse dieser Befragungsaktion lassen den Schluss zu: In Deutschland gibt es bei Bauherrn und Hausbesitzern eine breite, positive Stimmung für das Naturmaterial Holz, die zum Teil von handfesten Gründen, zum anderen Teil aber auch von einer "Liebe zum Holz" bestimmt ist. Auch der Wunsch nach einem Haus, das in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Nachhaltigkeit gebaut werden kann, dessen Bau die Umwelt nicht beeinträchtigt und dessen Nutzung durch geringen Energieverbrauch umweltfreundlicher ist, ist vielen Holzhaus-Bauherrn ein wichtiges Argument.

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