| Gipsfaserplatten sind neben Gipskartonplatten die gebräuchlichsten Ausbauplatten im Innenbereich. Sie werden aus einem
Gemisch von Gips und Zellulosefasern hergestellt und haben, im Gegensatz zu Gipskartonplatten, keine Ummantelung. Die Anwendungsbereiche jedoch
sind grundsätzlich die gleichen. Gipsfaserplatten dienen als Wand- und Deckenbekleidung, als Decklage von Unterdecken sowie für die Bekleidung
von Montagewänden. Sie sind nicht brennbar und können auch in Feuchträumen verwendet werden. In der modernen Holzrahmenbauweise und beim
Fertighausbau finden homogene und schwere Gipsfaserplatten als mittragende oder aussteifende Beplankungen Verwendung. Unter dem Namen "Rigidur"
bietet der Experte für Trockenbauweise Rigips eine ganze Familie von
Gipsfaserplatten mit unterschiedlichen Einsatzgebieten an. Dem Selbermacher und dem Fachhandwerk wird somit ein Baustoff angeboten, der allen
modernen Erfordernissen entspricht.
Gipsfaserplatten sind übrigens keine Leichtgewichte. Vor die Haustür werden sie dem Sanierer und Renovierer auch per LKW geliefert, und zwar von den Fachhändlern, die sich in der EUROBAUSTOFF-Kooperation zusammen geschlossen haben.
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Gipsfaserplatten als universelle Ausbauplatten
Die Rigidur-Ausbauplatten
sind universelle Gipsfaserplatten für sämtliche Anwendungsbereiche. Zum einen können sie für den Dachausbau verwendet werden. Als
Unterkonstruktion werden Hut-Deckenprofile oder Holzlatten mit Schnellbauschrauben quer zu den Sparren befestigt. Auf den Profilen (Holzlatten)
werden die Ausbauplatten befestigt. Auch für eine Holzbalken- oder Massivdecke können die Ausbauplatten verwendet werden. Als Unterkonstruktion
bei Holzbalkendecken sollten Hut-Deckenprofile verwendet werden. Alternativ kann auch eine Holzlattung mit Holzschrauben an den Holzbalken
befestigt werden. Bei einer Massivdecke empfiehlt sich zum Ausgleich von Unebenheiten und um die Dübelstellen zu reduzieren eine Grund- und
Traglattung. |
Trennwände aus Ausbauplatten
Trennwände können
mit den Ausbauplatten ebenfalls errichtet werden. Eine Anleitung dazu finden Sie hier. Zur Beplankung wird
dort zwar eine Gipskartonplatte genommen, aber die Montage erfolgt genauso. Auch als Wandtrockenputz kommen Ausbauplatten zum Einsatz. Auf der
Rückseite der Rigidur-Platte wird Rigips-Ansetzbinder aufgetragen und die Platte direkt an die Massivwand gesetzt. Ist Befestigung der Platte mit
Ansetzbinder nicht möglich, wird sie als Vorsatzschale auf einer Holzlattung befestigt. Ist das Mauerwerk uneben oder sollen Installationen
verdeckt eingebaut werden, so empfiehlt sich eine freistehende Vorsatzschale mit UW- und CW-Profilen. Zur Verbesserung der Schall-
und/oder Wärmedämmung kann ein geeigneter Dämmstoff in den Wandhohlraum eingelegt werden.
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Breite [mm] |
Länge [mm] |
Dicke [mm] |
Gewicht [kg/m²] |
| Rigidur 10 |
1.000 |
1.500 |
10 |
ca. 10,0 |
| Rigidur 12,5 |
1.000 |
1.500 |
12,5 |
ca. 12,5 | |
Die Rigidur Ausbauplatten sind nichtbrennbar (Baustoffklasse A2) und besitzen eine Feuerwiderstandsdauer von 30
Minuten (F30). |
Gipsfaserplatten zur Dämmung der obersten Geschossdecke
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Breite [mm] |
Länge [mm] |
Dicke [mm] |
Gewicht [kg/m²] |
| Rigidur 100 PS |
500 |
1500 |
100,0 |
13,8 |
| Rigidur 120 PS |
500 |
1500 |
120,0 |
14,2 | |
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Rigidur
Dachbodenelement - speziell zur Dämmung der obersten Geschossdecke nach den Anforderungen der EnEV. Verbundelemente aus Rigidur
H-Gipsfaserplatte und Dämmstoffplatte EPS 035 DEO 150 kPa. Maße: 500 mm x 1.500 mm, mit 50 mm Stufenfalz. |
Gipsfaserplatten als Trockenestrich
Als Trockenestrich kommen die Rigidur Estrichelemente zum
Einsatz. Vor dem Verlegen empfiehlt es sich, aus Schallschutzgründen einen Randdämmstreifen zu verlegen. Die Estrichelemente verlegt man
direkt auf der Rohdecke. Im Falzbereich werden die Elemente mit Estrichkleber miteinander verbunden. Die Fixierung der Platten im Falzbereich
erfolgt mit Schnellbauschrauben oder Klammern. Bodenunebenheiten müssen eventuell mit einer Ausgleichsschüttung nivelliert werden. Die
Spezialelemente für den Trockenestrich bestehen aus zwei werkseitig verklebten 10 mm - Platten mit Stufenfalzausbildung. Sie sind wahlweise als
Standardelemente ohne Dämmstoff oder als Verbundelemente zur Verbesserung der Trittschall- und Wärmedämmung erhältlich. Eine zusätzliche
Wärmedämmung im Fußboden wird durch das Rigidur Estrichelement MF mit Mineralwolle oder das Rigidur Estrichelement PS mit Polystyrol erreicht.
Für Trittschallanforderungen ist das Estrichelement MF geeignet. Mit einer Holzfaserplatte kaschiert ist das Estrichelement HF.
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Breite [mm] |
Länge [mm] |
Dicke [mm] |
Gewicht [kg/m²] |
| Rigidur Estrichelement 20 |
500 |
1.500 |
20 |
ca. 24,1 |
| Rigidur Estrichelement 25 |
500 |
1.500 |
25 |
ca. 30,1 |
| Rigidur Estrichelement 30 MF |
500 |
1.500 |
30 |
ca. 25,7 |
| Rigidur Estrichelement 30 HF |
500 |
1.500 |
30 |
ca. 26,1 |
| Rigidur Estrichelement 40 PS |
500 |
1.500 |
40 |
ca. 24,5 |
| Rigidur Estrichelement 50 PS |
500 |
1.500 |
50 |
ca. 24,7 | |
Sämtliche Varianten der Rigidur Estrichelemente besitzen die Feuerwiderstandsklasse F30 bei
Brandbeanspruchung von der Oberseite auf Holzbalkendecke. |
Gipsfaserplatten für den Holzrahmen- und Fertighausbau
Geeignet für
den modernen Holzrahmen- und Fertighausbau ist die "Rigidur H" Gipsfaserplatte. Durch ihren homogenen Aufbau besitzt sie eine
besonders hohe mechanische Festigkeit. Die Platte kann deshalb statische Aufgaben übernehmen, das heißt sie kann für mittragende
und aussteifende Beplankungen verwendet werden. Die Rigidur H ist sehr hart und glatt und ermöglicht somit eine hervorragende
Oberflächenbehandlung. Die extreme Kantenfestigkeit schützt vor dem Ausbrechen der Ecken und Kanten bei Montage oder Transport.
Aufgrund eines äußerst geringen Schwind- und Dehnverhaltens bei Temperaturwechseln und schwankender Luftfeuchtigkeit ist eine große
Sicherheit vor Rißbildungen vorhanden. In der Verarbeitung verhält sich die Gipsfaserplatte wie Holz und kann daher auch so behandelt
werden. Das Material läßt sich beispielsweise sägen, bohren und schleifen.
Verwendet werden sollte die Rigidur H allerdings nur,
wenn auch wirklich eine mittragende Funktion übernommen wird. Wie die anderen Gipsfaserplatten gehören die Rigidur H-Platten zur
Baustoffklasse A2 und sind somit nicht brennbar. Es lassen sich daher Brandschutzkonstruktionen mit einer Feuerwiderstandsklasse von
F30 bis F90 erstellen. |
Rigidur H in Spachtelfugentechnik:
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Breite [mm] |
Länge [mm] |
Dicke [mm] |
Gewicht [kg/m²] |
| Rigidur H 12,5 |
1245 |
2000 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| |
1245 |
2500 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| |
1245 |
2540 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| |
1245 |
2750 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| |
1245 |
3000 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| Rigidur H 15 |
1245 |
2000 |
15 |
ca. 18,0 |
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1245 |
2500 |
15 |
ca. 18,0 |
| |
1245 |
2540 |
15 |
ca. 18,0 |
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1245 |
2750 |
15 |
ca. 18,0 |
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1245 |
3000 |
15 |
ca. 18,0 | |
Rigidur H in Klebefugentechnik:
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Breite [mm] |
Länge [mm] |
Dicke [mm] |
Gewicht [kg/m²] |
| Rigidur H 12,5 |
1249 |
2000 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| |
1249 |
2500 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| |
1249 |
2540 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| |
1249 |
2750 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| |
1249 |
3000 |
12,5 |
ca. 15,0 |
| Rigidur H 15 |
1249 |
2000 |
15 |
ca. 18,0 |
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1249 |
2500 |
15 |
ca. 18,0 |
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1249 |
2540 |
15 |
ca. 18,0 |
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1249 |
2750 |
15 |
ca. 18,0 |
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1249 |
3000 |
15 |
ca. 18,0 | |
Die Gipsfaserplatte mit abgeflachter Kante
Jede Menge
Zeitersparnis verspricht die Rigidur AK mit abgeflachter Kante. Durch die abgeflachte Kante entfällt das Ausrichten der Platte mit
einer 5 mm breiten Fuge. Die breit ausgezogene Abflachung der Kante ermöglicht ebene Wände und ist mit den üblichen Spachtelwerkzeugen
leicht zu bearbeiten. Produktionsbedingte Plattentoleranzen oder leichte, durch das Ständerwerk verursachte Unebenheiten können
ausgeglichen werden. Die Gipsfaserplatten werden stumpf gestoßen und anschließend mit Bewehrungsstreifen verspachtelt. So entstehen mit
den üblichen Spachtelwerkzeugen und den gewohnten Arbeitsschritten Fugen mit hoher Festigkeit und hohem Schutz gegen Rissbildung. |
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