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Eigentlich vertragen sich Holz und Steine nicht besonders gut. Das Holz will sich bewegen und die
Steine wollen ruhig liegen. Der Baustoff Lehm ist da schon elastischer.
Daher sollte
man nach Möglichkeit alte Lehmgefache erhalten. Alte Feldbrandsteine,
oder Kohlebrandsteine,
sind wegen ihrer unterschiedlichen Rottönung besonders schön. Sie sind zwar einzeln oft brüchig, aber im Mauerverbund noch gut
zu gebrauchen. Auch aus leerstehenden, alten Backsteingebäuden kann man Steine bergen. Die Steine sollten vor dem Vermauern
gewässert werden und dann mit eher trockenem Mörtel eingesetzt werden. Das bewirkt, daß die Steine vollfugig aufliegen. |
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Fachwerk mit Steinen ausfachen
Grundsätzlich sollte "weicher" Kalkmörtel mit möglichst
geringem Zementanteil zum Vermauern verwandt werden, da dieser die Starrheit der Steine gegenüber den arbeitenden Hölzern am besten
abfängt.Ein weiterer Vorteil ist, daß man an schadhaften Stellen die Steine leicht herausnehmen, den Mörtel abklopfen und dann die Steine
wieder vermauern kann.
Kalkmörtel ist ein Mörtel, der im Verhältnis 1:3 mit Sumpfkalk und Maurersand angesetzt ist. Es sollte auch
darauf geachtet werden, daß die Fugen nicht, wie heute üblich, genau einen Zentimeter betragen (Zeichnung 2a), sondern, wie früher üblich,
sehr eng gearbeitet werden (Zeichnung 2b). Übertretender Mörtel wird mit einem Hölzel abgestrichen. |
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Wie verhindert man das Herausfallen der Steine aus dem Fachwerk?
Heute gibt es speziell für die
Ausmauerung von Fachwerkgefachen vorgesehene, gut wärmedämmende Leichtziegel. Eine Dreikantleiste (Zeichnung 2d) von mindestens 1,5 cm
Stärke wird an die Innenseiten der umschließenden Hölzer genagelt. Die Leichtziegel haben seitlich eine Fuge, welche um diese Dreikantleiste
herumgreift. Diese Verbindung ist die beste Verankerung für das Mauerwerk und auch eine gute Dichtung gegen Wind und
Schlagregen. Ältere Ausmauerungen
neigen dazu, aus dem Holzfach herauszukippen. Auch hier sollte man umlaufend eine Leiste anbringen und die anliegenden Steine am Kopf mit der
Flex etwas ausnehmen, damit sie sich um die Leiste legen. Es hilft nicht sehr viel, wenn man nur links und rechts Nägel in das Holz schlägt, wie
es manchmal gemacht wurde. Eine andere Möglichkeit ist das Einlegen eines verzinkten Lochbandes in die Fuge. Je nach Fachgröße sollte man das
zwei- oder dreimal machen und das Band links und rechts an den Ständern mit je einem Rohrnagel befestigen (Zeichnung 2e). |
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Zwischen dem Holzfachwerk und der
Ausmauerung entsteht immer ein Haarriß, der nicht dichtgemacht werden sollte. Insbesondere sollte er nicht mit
dauerelastischen Mitteln (z.B. Silikon) abgedichtet werden, da das zu Fäulnis im Holz führen kann. Es ist besser,
wenn das Holz ein wenig belüftet wird. Um noch genügend Tiefe für den Putz übrig zu haben, muß darauf geachtet werden,
daß das Mauerwerk ca. zwei Zentimeter hinter der Vorderkante der Holzbalken zurückbleibt. |
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Dieses Foto zeigt eine
Innenansicht der seltenen Art: Mit Bruchsteinen ausgefülltes Fachwerk, halbwegs vernünftig restauriert. Durch Einkerbungen im Fachwerk,
in die die spitzen Ecken der Bruchsteine versenkt wurden, bekam die Ausfachung Halt. |
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