Die Taglilie gehört zu den attraktivsten Pflanzen des Gartens. Das hat drei Gründe. Erstens bilden sie wunderschöne Blüten. Zweitens ist die Staude anspruchslos, verträgt also Sonne ebenso wie Halbschatten. Und drittens wachsen die blütentragenden Stengel bis 1 Meter hoch und bilden so einen nicht zu übersehenden, farbenprächtigen dichten Strauch.
Wie oft im Garten, kommt zu den Vorteilen auch ein Nachteil. Die dünnen Stengel biegen sich, sie fächern sich auf. Wurde die Taglilie nahe an einem Gartenweg oder dem Zugang zu einem Haus geflanzt, beginnt der Ärger. Denn die Blütenstempel färben ab. Ein helles Kleid, von im Wind wippenden Blütenstengel erfaßt, bekommt sofort gelbe Flecken. Und die Blütenblätter selbst färben violett ab. Das merkt man auf der Stelle, wenn man verwelkte Blüten "abzippt". Die Radikalmaßnahme auf unserem Foto ist aber mit Sicherheit keine sehr gute Lösung, denn so zusammengebunden, entfaltet die Staude keine schöne Wirkung. Da ist es besser, die Staude so weit weg vom Gehweg zu verpflanzen, dass man mit den Blüten nicht mehr in Berührung kommt. Bei der Gelegenheit kann man auch die Staude teilen. Das ist bei Taglilien die übliche Art der Vermehrung. | |
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