|
|
Fassadenreinigung Im Idealfall ist die Fassade noch intakt, nur sieht sie nicht mehr so schön aus. In vielen Fällen reicht schon eine Naßreinigung mit sauberem Wasser, um einen Großteil der Schadstoffe abzuwaschen. Heißes Wasser und Dampfstrahler sollten nur mit Bedacht eingesetzt werden, weil sie die Fassade unter Umständen beschädigen können.
Noch stärker verschleißen sämtliche mechanischen oder chemische Reinigungsverfahren (z. B. Sandstrahlen, Abschleifen oder Einsatz von Säuren und Laugen) die Fassade. Solche Verfahren sind aber dann notwendig, wenn "Sprayer" Ihr Haus mit Graffiti "verschönert" haben.
Mehr zur Entfernung von Graffiti finden Sie hier!
|
Mit neuem Anstrich Fassade auffrischen Die wohl einfachste Möglichkeit, eine Fassade optisch aufzufrischen, ist ein Neuanstrich. Vorausgesetzt, der alte Anstrich ist noch intakt, kann er einfach mit einer geeigneten Farbe überstrichen werden. Ideal ist bei Reparaturanstrichen logischerweise die erneute Verwendung der ursprünglichen Farbe. Auch ein Anstrich schützt die Außenwände wirkungsvoll vor Witterungseinflüssen. Dabei ist die Formulierung "ein Anstrich" ziemlich irreführend, schließlich soll die Wand ja zugleich schön aussehen, gegen Schadstoffe und Feuchtigkeit schützen. Und das sind Eigenschaften, die sich mit einer einzigen Farbschicht nicht realisieren lassen. Daher trägt man nacheinander einen Sperranstrich, einen Schutzanstrich und zu guter Letzt einen Schmuckanstrich auf.
Übrigens gibt es auch transparente Anstriche, die für alle mineralischen Baustoffe geeignet sind. Diese Produkte, die unter anderem als "Fassadencreme" oder "Regenhaut" bezeichnet werden, bilden auf Klinker, Ziegel, Kalksandstein oder Putz eine unsichtbare Schutzschicht, die Schadstoffe und Feuchtigkeit von der Fassade fernhält. Sie werden einfach mit einer Lammfellrolle oder einem Pinsel auf die Fassade aufgetragen und ziehen dann wie eine Creme in den Baustoff ein.
Speziell Selbermacher sollten sich nicht einfach im Baumarkt nach der preiswertesten Farbe umschauen und forsch lospinseln: Neben einer ordnungsgemäßen Vorbereitung des Untergrundes (etwaige Schäden im Putz beseitigen, gegebenenfalls Altanstrich entfernen) muß das verwendete Anstrichsystem genau auf den Untergrund abgestimmt werden - sonst lohnt sich der ganze Aufwand nämlich nicht. Der Tabelle können Sie entnehmen, welche Farben für welche Untergründe geeignet sind.
|
| Silikatfarben |
Sandstein |
| Dispersionssilikatfarben |
Zementputz, Kalkzementputz, Kalkputz, Dispersionsanstrich auf Putz, Kalksandstein |
| Dispersionsfarben |
Mineralischer Putz, Kunstharzputz |
| Polymerisatanstriche |
Beton |
| Silikonharzemulsionsfarben |
Natursteine, Zementputz, Kalkzementputz, Kalkputz, Dispersionsanstrich auf Putz, Kalksandstein, Mineralischer Putz, Kunstharzputz |
| Imprägnierungen |
Ziegelsichtmauerwerk, Kalksandstein, Sandstein, Granit | |
Neue Haustür und Vordach wirken Wunder bei der Fassade
Die Fassade kann noch so schön sein - wenn die Hauseingangstür stilistisch nicht paßt oder schlichtweg ramponiert ist, bleibt der Gesamteindruck des Gebäudes negativ. Mit dieser Feststellung verraten wir nichts Neues. Das Problem ist denn auch nicht, eine neue Hauseingangstür zu "finden". Das Problem liegt in der optischen Ausgewogenheit. Ist die Tür im Verhältnis zur Fassade zu wuchtig oder zu pompös, kann ein lächerlicher optischer Eindruck entstehen. Ist die Tür zu schlicht und farblos, wird trotz renovierter Fassade ein ärmlicher Eindruck erweckt.
|
|
|
Türenspezialist BIFFAR stellte uns ein gutes Beispiel zur Verfügung: Das linke Foto (oben) zeigt in einer intakten Fassade eine Billig-Eingangstür der 60-er Jahre. Das rechte Foto zeigt die Neugestaltung. Haustür und Vordach harmonieren miteinander, die Fassade ist optisch aufgewertet.
Insbesondere moderne Vordächer können, sofern Sie als optische Einheit mit der Haustür korrespondieren, selbst einer langweiligen Fassade richtigen "Pfiff" verleihen. Das zeigen diese beiden Beispiele von BIFFAR.
|
|
|
Links (oben) ist ein Glaspultvordach zu sehen, das farblich und architektonisch genau zur Haustür paßt. Das Foto oben rechts zeigt ein Vordach, in das die Hauseingangsbeleuchtung bereits integriert ist. Eine Wetterblende aus demselben Glas, das auch in den Türflügel eingesetzt wurde, schirmt den Eingangsbereich seitlich ab. Daß die neuen Türen wärmegedämmt und besonders einbruchhemmend sind, ist keineswegs nur ein Nebeneffekt.
|

|
Klappläden als Gestaltungselemente
In südlichen Ländern sind sie allgenwärtig - die Klapp- oder Fensterläden. Denn sie bieten Schutz vor der oft sengenden Sonne und (in den engen Gassen Neapels oder Lissabons besonders wichtig) auch Schutz vor den neugierigen Blicken der Nachbarn. Bevor der Rollladen erfunden wurde, waren Klappläden auch in Deutschland gang und gäbe. Aus Holz werden sie auch nach wie vor hergestellt, aber PVC und Aluminium sind als moderne Werkstoffe hinzugekommen.
Klappläden sind ein wirkungsvolles Gestaltungselement. Mit Klappläden können vor allen Dingen eintönige Ziegelfassaden aufgemöbelt werden. Als Kontrastfarbe hat sich Grün bewährt, denkbar wäre aber auch ein Mittelblau bis Dunkelblau. Bei verputzten Fassaden können auch mutigere Farben gewählt werden, beispielsweise ein leuchtendes Rot. Und schon wird aus einem bescheidenen Häuschen ein Designer-Objekt.
Dass Klappläden aus Holz in allen Farben lackiert werden können, ist natürlich klar. Ebenso klar ist, daß unterschiedliche Füllungen eingebaut werden können. Klappläden aus PVC werden in unterschiedlichen Farben angeboten; hier ist die Auswahl aber eingeschränkt. Alu-Klappläden können ab Werk in allen Farben nach RAL geliefert werden.
|
Fassade durch moderne Balkonbekleidung verschönern
Kleider machen Leute - und eine moderne Balkonbekleidung kann Fassaden erstaunlich verschönern und aufwerten, auch bei Mietshäusern oder Eigentumswohnanlagen (siehe Foto). In diesem Fall wurde zunächst einmal die Fassade neu und farbig beschichtet. Das alte Balkongeländer wurde abgebaut, ein neues aus weiß beschichtetem Stahlrohr montiert. Und zwar so, daß die Verankerung unter der Betonplatte erfolgt ist, was wesentlich dazu beiträgt, Nässe- und damit Betonschäden zu vermeiden. Die eigentliche Bekleidung wurde in einem mittelbraunen Farbton realisiert, sehr schön zur hellbraunen Fassadenfarbe paßt. Gleichzeitig wurden auch noch Rankgitter eingebaut, so daß die Bewohner des dahinter gelegenen Mietshauses den stolzen Besitzern der schönen Balkone nicht in die Kaffeetasse gucken können. Zumindest nicht im Frühjahr/Sommer/Frühherbst, wenn das Blattwerk noch dicht ist. Im Winter sitzt sowieso niemand auf einem Balkon. Jedenfalls nicht in Deutschland.
|
Vorsatzschale aus Fachwerk
|
Bringt eine optische Verbesserung und bessere Wärmedämmung Wenn man auf einer Durchreise mit kritischen Augen die Bausubstanz in vielen Dörfern und Städten betrachtet, fällt auch dem Laien auf, daß viele alte Einfamilienhäuser "in der Landschaft stehen", die optisch einen eher bescheidenen Eindruck machen. Schaut sich dann der Fachmann solche Häuser an, stellt er zusätzlich fest, daß der Wandaufbau dringend verbessert werden müßte, weil die Wärmedämmung miserabel ist.
Eine interessante Alternative ist die Vorsatzschale aus Fachwerk. Eine solche Konstruktion wertet ein Gebäude optisch ganz erheblich auf. Werden die Gefache mit den richtigen Materialien ausgefacht, kann der neue, zweischalige Wandaufbau (erste Schale: das vorhandene Mauerwerk - zweite Schale: das vorgesetzte Fachwerk) ohne weiteres alle Wärmedämm-Normen erfüllen, die der Gesetzgeber für Neubauten vorschreibt.
Solche Vorsatzschalen sind manchem Architekten sicherlich ein Dorn im Auge, weil er es als eine Vortäuschung falscher Tatsachen ansehen mag. Andererseits stehen in unseren Landschaften so viele grottenhäßliche Häuser herum, denen man durchaus wünschen darf, sich hinter einer Fachwerkfassade zu verstecken, auch wenn diese nur eine "Vorsatzschale" ist.
Die Fachwerkschale hat natürlich keine Tragefunktion. Die "Schwelle", also der unterste "Balken" des Fachwerks, darf natürlich auch nicht einfach auf das Erdreich aufgesetzt werden, sondern muß entweder auf einen vorbetonierten (oder gemauerten) Sockel gesetzt werden (Foto links), kann im Einzelfall aber auch frei am Mauerwerk hängen, also mittels Anker befestigt werden, wenn dies statisch möglich ist. Das Aufsetzen auf einen Sockel ist in jedem Fall die bessere Lösung.
|
|
|
Wie stark die Balken sein sollten, das richtet sich nach den örtlichen Begebenheiten. Unter Umständen sind bauaufsichtliche Grenzabstände und Fluchten zu beachten, wie denn auch eine Baugenehmigung zwingend erforderlich ist, denn man darf in Deutschland nicht ohne amtlichen Stempel so ohne weiteres das Aussehen seines Hauses verändern oder in die Statik seines Hauses eingreifen. Grundsätzlich gilt logischerweise: Je "dicker" das Gebälk, je besser die Dämmwirkung. Auf dem Foto rechts betragen die Maße des Gebälks 18 x 14 cm. Bei einer Tiefe von 18 cm können schon ganz erhebliche Dämmwerte erreicht werden.
Aus Sicht des Fachwerkliebhabers ist die vorgesetzte Fachwerkschale nur dann ein Ärgernis, wenn der Zimmermann die Tugenden seines Berufes vergißt und statt klassischer Holzverbindungstechnik, die o h n e Holzverbinder aus Metall auskommt, das Holz ausschließlich mit metallenen Holzverbindern verbindet. Die Balken stoßen stumpf auf, die ganze Konstruktion sieht nachher nicht wie echtes Fachwerk, sondern wie imitiertes Fachwerk aus, was sogar dem Laien auffällt. Immerhin wurden (siehe Foto) doch aus den dekorativen Gründen Holznägel eingesetzt, so daß das Ergebnis dann doch nicht so übel ausfällt.
Wie sollte aber nun das vorgesetzte Fachwerk ausgefacht werden? Die Quick-Mix-Gruppe hat hier einen guten Lösungsvorschlag. Bitte schauen Sie sich zunächst die Detailzeichnung an.
|
Details:
1. Fachwerkbalken
2. Fugendichtband IDS
3. Speedrock-Lamellendämmplatte
4. Armierungsgewebe und Spachtel- und Klebemörtel
5. Oberputz
6. altes Mauerwerk
7. Spachtel- und Klebemörtel
|
Und nun zu den einzelnen Arbeitschritten:
- Reinigen des Untergrundes von evtl. anhaftenden Staub, groben Mörtelnasen und trennenden Beschichtungen z.B. Schalölreste.
- Bevor die Dämmplatten verklebt werden, wird an den Holzbalken umlaufend eine 20 mm breite und 5 mm dicke Holzleiste befestigt.
- Anschließend die Speedrock-Lamellen-Dämmplatte RP-SP II im Verband auf das Mauerwerk verkleben. Die Platten sind exakt einzupassen. Die Verklebung erfolgt mit einem mineralischen Spachtel- und Klebemörtel z.B. SKS-leicht. Der Kleber kann auf die Wand oder auf die Dämmplatten vollständig mit einem Kammspachtel (Zahnung 10x10x10 mm) aufgetragen werden. Die Platten werden in den frischen Kleber mit der flachen Hand oder einem Brett angesetzt. Die Dämmplattendicke kann so gewählt werden, dass die nachfolgende Armierungsschicht plus Edelputz außen bündig mit dem Holz abschließt (Verklebungsdicke nicht vergessen!). (Die Platten sind in den Dicken von 40, 50, 60, 80, 90, 100, 120, 140, 160, 180, und 200 mm erhältlich).
Allerdings kann der Putz auch so aufgebracht werden, daß er (bei abgeschrägten Kanten) etwa 1 cm über die Holzgefache hinausragt, wie dies im richtigen Fachwerkbau üblich ist.
- Nach Abbindung des Klebers, je nach Witterung und Temperatur nach ca. drei Tagen, werden die Holzleisten entfernt.
- In diese freigewordene Nut wird das Fugendichtband IDS 15/2-6 mit der Selbstklebeseite gegen die Dämmplatte eingeschoben.
- Aufbringen der Armierungsschicht durch auftragen des Spachtel- und Klebemörtels auf die Dämmplatten mittels eines Kammspachtels Zahnung 8x8x8 mm. In diese Mörtelschicht ist mittig, flächig und faltenfrei das Armierungsgewebe GWS einzubetten. Die Oberfläche ist eben zuzuziehen. Das Gewebe darf an keiner Stelle sichtbar sein. Die Schichtdicke der Armierungsschicht beträgt mind. 4 mm.
- Nach Abtrocknen (ca. 5 Tage) der Armierungsschicht kann der Edelputzauftrag erfolgen. Je nach Strukturwunsch können verschiedene Edelputze zur Anwendung kommen z.B. Varioputz VPS für gefilzte Oberflächen oder Landhausstrukturen.
- Nach einer Standzeit von zwei Wochen kann ein Anstrich mit einer mineralischen Farbe z.B. LOBAKAT 300 (lk 300) erfolgen.
Abschließender Hinweis: Die technischen Merkblätter der vorgeschlagenen Produkte können Sie online bei quick-mix abrufen. |
Farbige Vorbau-Rolladen als akzeptable Fassadenbelebung
Seit die Vorbau-Rolladen - wie hier vom Hersteller "heroal" - in allen RAL-Farben angeboten werden, haben sie in der optischen Wirkung viel hinzugelegt. Mit grauen Vorbau-Rolladen kann man sicherlich keine Putzfassade aufwerten, mit diesen farbigen Alternativen geht es jedoch sehr gut. Die Profile sind in aufwendigen Verfahren so beschichtet, daß sie auch jahrelanger Sonnen- und Regeneinwirkung standhalten. Und man kann die Profile problemlos sägen und weiterverarbeiten. Mutige Hausbesitzer können (wenn die Bauordnungsämter nichts dagegen haben) ihre Fensteröffnungen auch mit Vorbau-Rolladen in unterschiedlichen Farben umkleiden. Dann haben die Nachbarn auch etwas zu gucken.
|
|
|