Sie haben sich für ein Ausbauhaus entschieden und stehen vor der Frage, was Sie als Eigenleistung mit in den Bau einbringen können, um Lohnkosten zu sparen. Natürlich ist dies auch ein Zeitfrage, doch gehen wir davon aus: Zeit spielt keine Rolle. Welche Faktoren spielen dann noch eine Rolle ? Da stellt sich zuerst einmal die Frage, ob sie schon einmal eine Schaufel, einen Schraubenzieher oder ein anderes Werkzeug in der Hand hatten. Wenn nicht, ist es häufig ratsam den Fachmann ran zu lassen. Der Überblick könnte sonst verloren gehen und die Kosten explodieren, da teure Nachbesserungen auf Sie zukommen. Bei anderen Gewerken ist es von vornherein ratsam, sie dem Fachmann zu überlassen.
Wer sein Haus selbst ausbauen will, ob ganz oder teilweise, benötigt natürlich eine „Einkaufsquelle“ und da stehen die Baustoffgroßhandlungen von EUROBAUSTOFF, die man in jedem Kreis und in jeder größeren Stadt findet, an erster Stelle.
Wir haben führende Hersteller von Ausbauhäuser um ihre Meinung zum Thema "Eigenleistungen beim Ausbauhaus" befragt. Die Firmen bekamen hierfür einen Fragebogen zugeschickt, auf dem sie ankreuzten, welche Gewerke sie dem Heimwerker zutrauen und welche nicht. Um auf einen einheitlichen Nenner bei der Definition eines Ausbauhauses zu kommen ( jeder Hersteller definiert den Begriff etwas anders), haben wir einige Vorgaben gemacht.
Folgende Kriterien sollten bei dem Ausbauhaus erfüllt sein: Außenwände und tragende Wände sind mit Dämmung nach EnEV versehen. Die Leerrohre für die Elektroinstallation sind verlegt, die Löcher für Schalterdosen gefräst. Die Rohre für Warmwasserheizung, Frisch- und Abwasser sind gezogen. Haustür und Fenster (ggflls. mit Rolladen oder Klappläden) sind eingebaut, eine Unterspannbahn ist eingebracht, das Dach ist gedeckt. Die Treppe zum Dachgeschoß ist eingebaut.
Die Auswertung des Fragebogens sehen Sie in der nachfolgenden Tabelle. Angekreuzt ist jeweils das Gewerk, das von der Mehrheit der Anbieter ausgewählt wurde:
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Gewerk |
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Vorarbeiten bei Vollkeller: |
| Aushub von Fundamentgräben bei Streifenfundament |
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| Bodenplatte schalen |
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| Feuchteschutz unterhalb der Bodenplatte (Kiesschicht und Folie) |
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| Bodenplatte betonieren und bewehren |
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| Fundamenterder |
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| Keller als Kellerbausatz erstellen |
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| Kellerwände aussen isolieren |
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| Kellerwände aussen wärmedämmen |
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| Drainage an Kellerwand/ -sohle anlegen |
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Vorarbeiten bei Häusern auf Bodenplatte: |
| Baugrube ausheben |
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| Gräben für Grundleitungen erstellen |
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| Grundleitungen einbauen |
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| Bodenablauf, Reinigungsöffnung, Rückstauventil |
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| Bodenplatte einschalen |
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| Feuchteschutz unterhalb der Bodenplatte (Kiesschicht und Folie) |
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| Bodenplatte betonieren und bewehren |
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| Fundamenterder |
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Hauseingangsbereich: |
| Stufe(n) zur Haustür einschalen, betonieren |
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| Stufen plattieren |
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Fussbodenarbeiten |
| Fließestrich einbringen |
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| Trockenestrich anlegen |
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| Bodenbelag aufbringen, und zwar: |
| Parkett / Laminat |
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| Bodenkeramik / Naturstein |
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| Teppichboden, PVC / Linoleum |
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| Bodenleisten anbringen |
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Dachgeschoss: |
| Dielenboden aufbringen incl. Wärme- / Trittschalldämmung |
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| Zwischensparren-Dämmung incl. Anbringen Dampfbremse |
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| Beplanken / Verkleiden des Dachstuhls |
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Innenausbau: |
| Verspachteln der Gipsfaserplatten / bzw. sonstigen Bauplatten |
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| Verputzen der Innenwände |
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| Tapezieren der Innenwände |
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| Nicht tragende Innenwände einbauen und dämmen |
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| Bad / Küche verfliesen |
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| Decken vertäfeln |
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| Zargen und Türen einbauen |
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Elektroarbeiten: |
| Potential-Ausgleichsschiene montieren |
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| Stromkabel einziehen, verdrahten |
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| Steckdosen einbauen, anschließen |
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Sanitär und Heizung: |
| Warmwasser-Fußbodenheizung anlegen |
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| Heizkörper einbauen und anschließen |
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| Wasserrohre anschließen |
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| Sanitärkeramik / Wanne einbauen |
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| Armaturen einbauen |
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| Heizkessel einbauen incl. Install. der Pumpen, Ausdehnungsgefäße etc. |
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Außenanlagen: |
| Terrassenplatte betonieren |
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| Terrassenplatte plattieren |
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Sie sehen, daß die Ausbauhersteller vor allem bei Elektro-, Sanitär- und Heizungsarbeiten raten, es dem Fachmann zu überlassen. Dieser Meinung können wir uns nur anschließen. Wollen Sie sich dennoch als Laie an diese Gewerke heranwagen, sollten Sie unbedingt die Mithilfe eines Profis in Anspruch nehmen. Schließlich geht es um Ihre Sicherheit und Gesundheit. Im übrigen muß die Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallation von einem Meisterbetrieb "abgenommen" werden. Ein solcher Betrieb wird sicherlich kein Testat bei unfachmännischer Installationen etwa einer Gasleitung abgeben.
Was jene Versender betrifft, die fertige Installationspakete für Elektro oder Heizung vertreiben, so gehen diese von vornherein davon aus, daß der Empfänger selbst Fachhandwerker ist oder einen solchen hinzuzieht. In diesem Fall braucht der Bauherr nicht "schwarz" zu sehen.
Das Schalen, Bewehren und Betonieren der Bodenplatte würden die Hersteller einem Fachmann überlassen. Dies ist im Prinzip richtig. Unter Anleitung und Abnahme des Bauleiters kann der Bauherr unserer Meinung nach auch selbst die Bodenplatte erstellen. Bei allen anderen Punkten kommt es auf die individuellen handwerklerischen Fähigkeiten an und ob genügend Zeit zur Verfügung steht. Oftmals ist es nämlich sinnvoller, im Betrieb einige Überstunden zu machen und das so erwirtschaftete Geld in einen Baufachmann zu investieren. Dies erspart Zeit, Geld und Nerven.
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