Da sich unser Autor Wolfram Dübbel derzeit in einer Nervenheilanstalt befindet (siehe Satire im April 2001), veröffentlicht die Redaktion einige Leserzuschriften zu seinem Beitrag. Es gingen über 15.000 eMails ein, woraus zu folgern ist, daß unser Autor offenbar ein heißes Eisen angefaßt hat.
Die LeserzuschriftenHerbert Kemper-Häfelskamp: "Herr Dübbel hat sich dumm angestellt. Als Heimwerker hätte er die kleine Schublade, die er für seine Schnürsenkel reserviert hatte, mit einem Schloß versehen müssen. Dann wäre ihm das ganze Elend erspart geblieben!"
Hannelore Ruppertsheim: "Ihr Herr Dübbel ist ein Chauvi übelster Art. Uns Frauen widerstrebt es, eine schön gebundene Schleife einfach zu vernichten. Uns wiederstrebt es auch, die Blümelein am Wegesrand zu zertreten. Ihr Kotzbrocken Dübbel trampelt wahrscheinlich mit Genuß darauf herum!"
Edelgunde Löblich: "Jawohl, ich bekenne mich zu meiner Schleifensammelleidenschaft. Ich sammele mit den Frauen aus unserer Pfarre seit Jahren solche Schleifen und Bänder, die wir auf dem Weihnachtsbasar weiterverkaufen. Wir haben schon 147,30 DM zusammen. Das Geld ist für den Aufbau einer Bandweberei in Daressalam bestimmt."
Jonathan W. Pollemanns: "Meine Frau hat es fertiggebracht, die Schleife aus einem Adventskranz zwischen meine Sammlung historischer Schellackplatten zu stopfen. Der Bindedraht der verdammten Schleife hat eine wertvolle Platte von Richard Tauber verkratzt. Ich habe meiner Frau den Hintern so kräftig versohlt, bis er so blau war wie die verdammte Schleife. Dem Strafverfahren wegen Gewaltanwendung in der Ehe sehe ich mit Gelassenheit entgegen. Nur weiter so, Herr Dübbel!"
Dr. Emma Bitterstreit: "Ich hoffe, daß Herr Dübbel noch lange im Irrenhaus verbleibt!"
Laura Jensich-Halbermaas: "Mein Ehemann hat auch den Schleifenverfolgungswahn. Aber mein Lover findet es richtig sexy, wenn ich seinen .... damit schmücke!"
Prof. Dr. med. Walter Hirngespinn: "Die von Herrn Dübbel geschilderte Therapie wurde von uns schon einmal bei einer gleichgelagerten Psychose versucht. Leider mir negativem Erfolg. Die mit dem Schleifentanz beauftragte Hilfsschwester wurde von dem Patienten gewürgt. Anschließend hat er sein Bettlaken in Streifen gerissen und daraus lauter Schleifen gebunden."
Rupert Mechtelbrink, Redakteur der Zeitschrift "Das Tischler-Magazin": "Herr Dübbel hat sich als Heimwerker zu viel zugemutet. Ein Tischler hätte ihm in den Schrank ein Geheimfach eingebaut. Ihm wäre dann vieles erspart geblieben!"
Anmerkung der Redaktion: Wir beenden hiermit die Diskussion um Schleifen und Schleifenschrank. Die Redaktion betont abschließend, dass sie die Ansicht des Herrn Dübbel, alle Frauen litten an einem Schleifenaufbewahrungswahn, nur in sehr eingeschränktem Umfang teilt.
Wolfram Dübbel |