MyHammer - Sie Suchen - Wir Finden!
Weitere Beiträge finden Sie in folgender Rubrik: Sicherheit / Alarmanlagen / Brandschutz

Briefkästen und Briefkastenanlagen planen

für Dreifamillienhaus Sowohl die Briefkastenanlage in einem Mehrfamilienhaus, als auch der einzelne Briefkasten am privaten Wohnhaus müssen sinnvoll geplant werden, sonst ist jahrelanger Ärger vorprogrammiert. Die häufigsten Quellen des Ärgers sind: freistehende Anlage
 
  1. Die Briefkastenschlitze sind zu eng und zu klein, der sogenannte Maxibrief (Länge: 100 - 353 mm, Breite: 70 - 250 mm, Höhe = 50 mm) passt nicht rein - oder nur gefaltet. Dann freut man sich aber, wenn hochwertige Kunstdrucke vom Postboten geknickt worden sind - aber was soll der Mann anders machen?

  2. Die Briefkästen als solche sind zu eng und zu klein dimensioniert. Da steckt der Postbote STERN und GALA oder der Zeitungsbote die Tageszeitung durch den Schlitz, aber die Zeitschriften bzw. Zeitungen gucken raus, weil der Kasten nicht tief genug ist. Für Langfinger ein willkommener Zustand, sich mit einem Griff den Gang zum Kiosk und drei oder fünf Euro für den Kauf zu ersparen.

    Besonders in Mietshäusern werden Tageszeitungen regelmäßig entwendet, so dass viele Mietparteien schon gar keine Zeitung mehr abonniert haben.

  3. Bei Zaunbriefkästen Marke Billig, die ja der Witterung ausgesetzt sind, rosten die Schlösser oder brechen die Schlösser aus dem Blech. Kann der Zaunbriefkasten von oben statt von der Seite befüllt werden, dann wird der ganze Inhalt des Kastens nass, wenn Werbeschriften und dicke Zeitungen reingesteckt worden sind, der Deckel aber nicht schließt, weil eine Zeitung oben "rausguckt". Dass die Zeitung dann auch schön durchweicht ist, ist kein Wunder.

  4. Die Briefkastenklappen alter Anlagen klappern bei Windzug

Briefkasten beim Einfamilienhaus



Beim Einfamilienhaus muß sich der Bauherr oder Hausbesitzer an die eigene Nase fassen, wenn ihm Zeitschriften aus dem Kasten geklaut werden. Dann hätte er eben einen

Mauerdurchwurfbriefkasten

einbauen sollen. Möglicherweise läßt sich das noch nachholen. Oder er stellt einen gut überdachten, hochwertigen und vor allem großen Zaunbriefkasten auf.

Hat er einmal "ganz diskret" den Briefkastenschlitz unten in die schwere Tür aus Massivholz einbauen lassen, dann muß sich der Postbote ebenso wie der Hausbesitzer sozusagen lebenslang bücken, um die Post einzustecken bzw. vom Boden aufzuheben. Da Postboten auch nicht mehr das sind, was sie einmal waren, nämlich Beamte des unteren Dienstes, machen sich diese die Sache einfach, wenn sie dicke Sendungen zuzustellen haben. Sie bücken sich nicht und zwängen auch nicht in gebückter Haltung die Zeitschriften durch den Schlitz, sondern legen sperrige Postsendungen vor die Tür. Und schwupps - schon hat wieder einer die Wochenendausgabe der FAZ geklaut!

Die ideale Briefkastenanlage in Mehrfamilienhäusern



Beim Mietshaus und auch bei Eigentumswohnanlagen sparen die Erbauer meist ausgerechnet an der Briefkastenanlage. Die Briefkästen sind meistens viel zu klein dimensioniert; oft sind es Billigprodukte, deren Blechtürchen selbst von einem Schulbuben mit der Hand aufgebogen werden können.

Ob Aufputz- oder Unterputzmontage - solche Briefkastenanlagen haben "durch die Bank" zu kleine Briefkästen und zu schmale Schlitze.

Bei einem Sechsfamilienhaus sollte Platz genug sein, um neben der Tür eine Durchwurf-Briefkastenanlage mit großen Kästen und Schlitzen einzubauen. Nachträglich läßt jedoch kein Hausbesitzer eine Wand aufstemmen, um eine solche Anlage einzubauen, obwohl es kostenmäßig "nicht die Welt" wäre.

Bei größeren Wohneinheiten mit 20, 30 oder mehr Mietern bzw. Inhabern von Eigentumswohnungen ist eine freistehende Briefkastenanlage eigentlich ein Muß. Bei Hochhäusern mit entsprechend vielen Familien oder bei Bürohochhäusern mit vielen kleinen Büroeinheiten stehen solche Anlagen in zwei und mehr Reihen hintereinander.

Was sagt die DIN 32617 denn über Briefkästen?



Zugänglichkeit:



Hausbriefkästen, Ablagefächer und Hausverteileranlagen sind für Zusteller und Empfänger jederzeit leicht zugänglich und griffgünstig anzuordnen, wobei Hausbriefkastenanlagen und einzelne Hausbriefkästen so angebracht sein sollten, dass sie ohne Betreten der Gebäude bedient werden können.

Wohnhäuser mit bis zu 4 Wohneinheiten:



Bei Wohnhäusern mit bis zu 4 Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen und Ablagefächer an der Grundstücksgrenze anzubringen. Beträgt der Abstand zwischen Grunstücksgrenze und der Haustüre nicht über 8 m, darf die Anbringung der Hausbriefkästen auch im Eingangsbereich, an der Außenseite des Hauses oder als Durchwurfanlage vorgesehen werden.

Wohnhäuser mit über 4 Wohneinheiten:



Bei Wohnhäusern mit über 4 Wohneinheiten sind die Hausbriefkästen oder die einzelnen Hausbriefkastenelemente am oder vor dem Haus anzubringen oder als Durchwurfanlage vorzusehen.

Eigenschaften der einzelnen Kästen nach der DIN 32617:



Einwurfschlitzbreite mindestens C4 = 230 mm bei Längseinwurf, C4 = 325 mm bei Quereinwurf.

Einwurfschlitzhöhe mindestens 30 mm.

Entnahmesicherung mindestens 15 mm tief und 80 % der Einwurfschlitzbreite. Abstand zum Postgut 5 mm.

Stapelhöhe des Postguts bis zur Entnahmesicherung 40 mm.

Briefkästen sollten so angebracht sein, dass der Abstand zwischen Unterkante Fußboden und Einwurfklappe nicht unter 490 mm bzw. nicht über 1700 mm beträgt.

Das sagt die Europa-Norm



Mittlerweile wurde die DIN 32617 durch die DIN EN 13724 abgelöst. Diese Europanorm muss bei allen Neubauten angewendet werden oder sollte es zumindest. Bei Gerichtsurteilen gilt die Norm als Grundlage.

Die wichtigsten Anforderungen dieser Europäischen Norm sind:

  1. Klassifizierung der 4 verschiedenen Typen von Einwurföffnungen (Außenbereich, Innenbereich, Durchwurf, Tür/Seitenwand).

  2. Ausweisung von 2 verschiedenen Einwurfgrößen (325-400 mm bei Quereinwurf und 230-280 mm bei Längseinwurf, Einwurfhöhe 30-35 mm).

  3. Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion nach DIN EN 1670 und gegen Eindringen von Wasser. (240 Std. Salzsprühtest)

  4. Widerstand gegen Einbruch durch stabile Materialien und Schlösser mit einer Einteilung in 2 Sicherheitsstufen.

  5. Ein Prüfumschlag im Format C4 muss, ohne ihn zu falten oder zu beschädigen, zugestellt werden können.

  6. Die Mittellinie der Einwurföffnungen sollte zwischen 700 mm und 1700 mm Einbauhöhe liegen, in Ausnahmefällen kann der Bereich zwischen 400 mm und 1800 mm sein.

  7. Zur Gewährleistung der Sicherheit dürfen Komponenten von Einwurföffnungen keine scharfen Ecken haben.

  8. Zur Gewährleistung der Vertraulichkeit sind Hausbriefkästen ohne Sichtfenster auszustatten.

  9. Entnahmesicherungen gegen unbefugtes Entnehmen.

  10. Das Mindestvolumen wird mit einer Stapelhöhe von mind. 40 mm Postgut im Format C4 festgelegt.
Diesen Artikel...
bewerten:
(bisher 97 Bewertungen)
 empfehlenswert (41)
 sehr interessant (26)
 sehr empfehlenswert (30)
Ergebnis:
Sterne

Social BookmarkMr. WongYiggOneviewFolkdDel.icio.usDigg
 © pw-Internet Solutions GmbH, Mönchengladbach, E-Mail:info@pw-internet.de
Weitere Beiträge finden Sie in folgender Rubrik: Sicherheit / Alarmanlagen / Brandschutz
Interhyp Baufinanzierungen
Schwimmbadüber-
dachungen
sorgen für ein ungestörtes Poolvergnügen.

Sie benötigen einen Abfallcontainer?

Bestellen Sie
einfach online, deutschlandweit!



Containerbestellung24

Ganz einfach: Ihre Traumwohnung in 3D am PC planen, einrichten und aus allen Perspektiven bewundern!
Wie Sie Ihr neues Traumbadezimmer vorab am PC planen und einrichten!
Wenn Sie mit dem Gedanken liebäugeln, ein Fertighaus oder Holzhaus zu kaufen oder an einem Grund-
stück interessiert sind, sollten Sie das Portal www.fertighaus.de besuchen mit über 1.000 Häusern von rund 110 Fertighaus-Anbietern.
Billig einkaufen im online shop bei tvshopping365.com - Haushalt, Wohnen, Handwerken