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Die Satire des Monats Februar 2005 in unserem Online-Baumarkt

Die Industrie läßt sich immer wieder Neues einfallen, um ihre Produkte an die Frau und den Mann zu bringen, besonders wenn es um den Wellness-Bereich geht. Denn wer spricht noch von einem Badezimmer - iggigit! Nein, wenn überhaupt, dann baut man ein "Traumbad" (siehe "traumbad.de") oder noch besser eine Wellness-Oase, in der man zwar noch auf den Topf gehen kann, aber man doch eigentlich dampfbaden oder sich aus Filljet- und Rolljetdüsen bespritzen lassen soll. Was das ist, weiß der Autor nicht. Er hat aber eine Erklärung für die "schottischen Wechselduschbäder", die ein Hersteller in seine "Fitness-Dusche" eingebaut hat.

Die schottische Wechseldusche

Was eine Duschkabine ist, daß weiß selbst ich. Es ist dies ein meist halbrundes oder eckiges Gehäuse mit einer zuschiebbaren, transparenten Tür und einer eingebauten Dusche. Wer solch eine Einfach-Reinigungszelle sein eigen nennt, der soll sich was schämen, diese herausreißen und eine Fitness-Dusche einbauen lassen.

Denn diese ist beispielsweise ausgestattet mit einem Klappsitz, auf dem man sich niederlässt und Kneipp-Anwendungen zelebriert. Mal warm, mal kalt. Mal linkes Bein, mal rechtes Bein. Natürlich kann man dampffbaden. Pschscht, schon zischet der Dampf aus den Düsen und schlägt sich als feiner Nebel im Traumbad nieder, auf dass der Deckenputz schön Nässe zieht und Schimmel bilden kann.

Duschen als solches ist auch noch möglich. Das Wasser kommt dann aus einer Tellerbrause, von Herstellern auch "Regenbrause" oder "Monsunbrause" genannt. "Balibrause" wäre mir lieber, dann könnte ich mir vorstellen, aus der Dusche ströme der warme Regen wie in der balinesischen Regenzeit über mich ....und eine niedliche Balinesin stünde neben mir.

Wer keinen warmen Regen mag, der soll gefälligst eine Multifunktionsdusche wählen und diese so einstellen, dass er aus 10 Filljet- und 8 Rolljetdüsen bearbeitet wird. Oder aus einer Kaskade, was sich vornehmer anhört als Schwalldusche. So wird man bedampft, aus allen Richtungen mit Wasser massiert und zu allem Überfluss ergießen sich auch noch Wassermassen über einen - wahlweise als Wasserfall-Kaskade oder als Splash-Kaskade.

Wer das alles überlebt hat, kann dann noch in einem "schottischen Wechselduschbad" den ultimativen Härtetest ablegen. Was das ist? Der Hersteller einer solchen Fitnessdusche verrät es weder in seiner Website, noch in seinem Pressematerial. Aber ich kann es meinem getreuen Leserkreis verraten:

Beim schottischen Wechselduschbad wechselt man den Kilt unter der Dusche und wäscht diesen aus Sparsamkeitsgründen gleich mit dem Duschwasser und dem Badeschaum. Mal kalt (vorspülen), mal heiß (Hauptwaschgang).

Die Annahme, die Dusche solle während der Kaltwasserphase von einer Schottin und während der Warmwasserphase von deren Ehemann wechselseitig genutzt werden, muß widersprochen werden. Sean McThundershower: "Meine Frau will nicht kalt duschen, obwohl ich ihr eindringlich klargemacht habe, wie energiesparend Kaltwasser ist!"

Wolfram Dübbel
Die Redaktion distanziert sich mit aller Verschiedenheit vom Inhalt der Dübbel'schen Satire und weist jede Haftung für den Klarheitsgehalt der aufgestellten Behauptungen mit größter Verschlossenheit zurück.
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