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Wer als Kind gerne mit Legosteinen gespielt hat, dürfte an den Styroporsteinen von
Styro Stone seine wahre Freude haben.
Stein auf Stein werden sie wie große Bauklötze aufeinander gestapelt und anschließend mit Beton verfüllt. Die herkömmliche
Erstellung von Betonwänden wird dabei einfach umgedreht. Normalerweise muss zunächst aufwendig eine Schalung zu erstellt werden.
Diese ist nach dem Betonieren wieder zu entfernen und die Mauer wird mit einer Wärmedämmung versehen. Das Schalungselement von Styro
Stone dient hingegen als "verlorene Schalung" und bildet anschließend eine hervorragende Wärmedämmung.
Mit Styroporsteinen lassen sich auch Passivhäuser bauen
Die Schalungselemente
bestehen aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum (EPS), auch unter den Markennamen Styropor und Neopor bekannt. Was Styropor ist, dürfte jeder
wissen. Neopor stammt ebenfalls von der BASF und ist eine Weiterentwicklung des Styropors. Im Vergleich zu Styropor kann Neopor Wärmestrahlung
deutlich besser abschirmen, so dass für die gleiche Dämmleistung ein deutlich geringerer Materialeinsatz erforderlich ist. Bei gleicher Rohdichte
des Dämmmaterials wird die gleiche Dämmleistung durch eine ca. 15-20 % geringere Dämmstoffdicke erreicht. Dementsprechend gute U-Werte bis 0,10 W/m²K
lassen sich mit den Steinen realisieren. Damit kann man sogar Passivhäuser bauen.
Und das überaus rückenschonend. Wo bei einem Haus aus Kalksandstein für 100 m² Wand 35.000 Kilogramm angepackt werden
müssen, werden für eine vergleichbare, 35 cm dicke Wand aus Styro Stone lediglich 750 Kilogramm bewegt. Man darf allerdings
nicht vergessen, dass die Styroporsteine anschließend noch mit Beton verfüllt werden und somit auf die benötigte Masse kommen. Auf eine massive Bauweise
muss also nicht verzichtet werden. Dadurch, dass die Steine so leicht sind und relativ leicht zu verarbeiten, ist das System für Selbermacher sehr gut
geeignet. Vor allem auch deshalb, weil ein schneller Baufortschritt möglich ist. Mit ein wenig Übung lässt sich eine Etage in zwei bis drei Arbeitstagen
hochziehen. Für ein herkömmlich gemauertes Haus müsste man mit mindestens drei- bis viermal so viel Zeitaufwand rechnen.
Bei Styroporsteinen wird nur die Raumluft erwärmt
Was in Zeiten von
Energieeinsparverordnung und absolut dichten Häusern erforderlich ist, lässt sich mit den Steinen ebenfalls problemlos realisieren. Die Verarbeitung
erfolgt ohne Wärmebrücken, was sich natürlich positiv auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar macht. Bei herkömmlichen Häusern sind nur die Außenwände
gedämmt, bei Styro Stone ist das anders. Hier werden auch die Innenwände aus den Schalungselementen hergestellt. Nun denken viele sicherlich, dass
dadurch die Wärmespeicherfähigkeit verloren geht. Das stimmt natürlich, doch ist das überhaupt erwünscht? Früher war das sicherlich der Fall, denn es
sollte nicht schlagartig kalt werden, wenn der Kohleofen ausgebrannt war. Bei den modernen Heizungsanlagen lässt sich die Temperatur auf ein Grad genau
steuern. Es muss bei gedämmten Innenwänden auch nur die Raumluft und nicht noch die Wände mitgeheizt werden.
Im Sommer ist es auch ganz angenehm, wenn die Wände sich nicht während des Tags aufgeheizen können. So bleibt einem über Nacht eine aufgeheizte Stimmung
erspart. Natürlich ist bei solchen Wänden, wie auch bei allen anderen luftdichten Konstruktionen Lüften ein großes Thema. Je besser ein Haus gedämmt ist,
um so mehr lohnt sich der Einsatz von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Bei so viel Dämmung, können die Wände da überhaupt noch atmen, fragen sich
bestimmt viele. Der Begriff "atmende Wände" ist zunächst einmal irreführend. Wände atmen nicht, sie können aber Feuchtigkeit aufnehmen und wieder
abgeben. Es sei denn, dass ein Dampfsperre dies verhindert. Wände aus Styro Stone fungieren jedoch nicht als Dampfsperre, sondern sie sind
wasserdampfdurchlässig.
Hängeschränke an Styroporwänden befesigen
Weiterhin stellt sich die Frage, wie Bilder oder schwere Hängeschränke an einer 5 cm dicken Dämmschicht halten
sollen. Die Styro Stone-Wände werden innen ganz normal verputzt oder mit Gipskartonplatten verkleidet. Dies ist für Selberbauer eine interessante
Variante. Bilder lassen sich also einfach am Putz oder Gipskarton befestigen. Hängeschränke oder Wandregale beispielsweise werden mit normalen
Rahmendübeln befestigt, die durch die 5 cm dicke Styroporschicht hindurch in den Betonkern gebohrt werden. W aschtische, Wand-WC und andere
Schwerbefestigungen lassen sich mit Schwerlastdübeln verankern. Alles, was man also braucht, ist eine vernünftige Schlagbohrmaschine und die richtigen
Dübel. Ein Vorteil hat die Dämmschicht zudem - es müssen keine Schlitze mehr gestemmt werden. Schlitze für Elektro-Leerrohre und Wasserrohre werden mit
dem Glühdrahtschneider einfach in die innere, 5 cm dicke Styroporschicht geschnitten. |
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