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Betonplatten auf Plattenlager verlegen

Plattenlager unter Betonplatte Das Problem kennen viele aus leidvoller Erfahrung: Der Belag auf Terrasse, Balkon oder Flachdach wird mit der Zeit unansehnlich. Es bilden sich Risse, Pflanzen wachsen dort, wo sie nicht sollen oder der Belag platzt sogar auf. Wasser und Frost haben ganze Arbeit geleistet. Diese Arbeit können sie jedoch nur leisten, wenn Untergrund und Belag starr verbunden sind. Durch die unterschiedliche Ausdehnung der verschiedenen Materialien kommt es zu Spannungen und damit zu Schäden. Am besten trennt man daher Unterkonstruktion und Plattenbelag. Eine einfache Möglichkeit ist, die Platten auf Platten- bzw. Stelzlager zu setzen. Vertrieben werden solche elastischen Plattenlager beispielsweise von der Firma euro-system, die uns bei der Erstellung der Anleitung unterstützt hat.


Das PP-System von euro-system ist aus formstabilem, alterungs- und witterungsbeständigem Kunststoff (Polyäthylen) gefertigt. Der Kunststoff enthält keinerlei Weichmacher. Somit ist eine absolute Verträglichkeit mit anderen Baustoffen wie Bitumen, PVC oder anderen Kunststoffen gegeben. Es gibt drei verschiedene Arten: Plattenlager in 15 mm und 45 mm Höhe sowie ein höhenverstellbares Plattenlager. Zusätzlich gibt es noch Ausgleichsplatten, mit denen Dickentoleranzen der Betonplatten oder Unebenheiten im Untergrund ausgeglichen werden können. Alle Plattenlager haben Nocken auf der Oberseite. Diese wirken als Abstandhalter und gewährleisten ein gleichmäßiges Fugenbild. Die Fugen bleiben offen, das Wasser wird unter dem Plattenbelag abgeführt. Dadurch ist ein trockener Gehbelag gewährleistet und zusätzlich wird ein Selbstreinigungseffekt auf der Plattenoberseite erzielt.

Die Plattenlager können auf einer bereits verfliesten oder sonstigen Oberfläche verlegt werden. Die Fliesen müssen allerdings in Ordnung sein und dürfen durch Wasser und Frost noch keine Schädigungen aufweisen. Ist das der Fall, entfernt man am besten den alten Belag. Nun muß die Unterkonstruktion abgedichtet werden, das geschieht beispielsweise mit Gummi- oder Bitumenbahnen. Eine Abdichtung muß auch bei einem Neubau erfolgen, wenn nur der Rohbetonboden vorhanden ist. Die Plattenlager gibt es, wie bereits erwähnt, in verschiedenen Höhen. Darüber hinaus können sie beliebig rutschfest übereinander gestapelt werden. Somit läßt sich jede gewünschte Höhe erreichen. Auch ein Gefälle läßt sich auf diese Weise herstellen. Für kleinere Unebenheiten gibt es die Ausgleichsplatte. Diese läßt sich bei Bedarf an Sollbruchstellen halbieren oder vierteln.

Anstatt mehrere Plattenlager übereinander zu stapeln, kann man auch gleich die höheren Plattenlager verwenden. Dadurch wird der Abstand zwischen Plattenbelag und Unterkonstruktion ebenfalls vergrößert. Dies kann beispielsweise notwendig sein, wenn Leitungen, Kabel oder Rohre verlegt werden sollen. Mit den Plattenlagern sind unterschiedliche Verlegebilder möglich. Man kann die Platten entweder versetzt wie auf dem oberen Bild oder wie hier in einer Reihe anordnen. Bei der versetzten Anordnung müssen die Nocken der Plattenlager teilweise entfernt werden, damit die Betonplatten aufgestelzt werden können.

An Ecken und entlang der Wand müssen die Plattenlager geteilt werden. Dies geschieht an den dafür vorhergesehenen Sollbruchstellen. Bei Innenecken benötigt man beispielsweise nur ¼, bei Außenecken ¾ des Plattenlagers. Entlang der Wand verwendet man ein halbes Plattenlager. Bei hohen Belastungen werden die Plattenlager allerdings nicht halbiert, sondern ganz verwendet. Dazu müssen die beiden gegenüberliegenden Nocken entfernt werden. Wobei unter hohen Belastungen nicht Garagenauffahrten gemeint sind. Dafür sind die Plattenlager nicht geeignet.

Plattenlager unter einer Terrassenplatte Mit den höhenverstellbaren Plattenlagern läßt sich sehr einfach ein Gefälle herstellen. Genauso einfach können damit millimetergenau Unebenheiten ausgeglichen werden. Die Verlegung erfolgt wie bei den normalen Plattenlagern. Ebenso können sie miteinander kombiniert werden, z.B. indem man nichtverstellbare Plattenlager auf die verstellbaren Plattenlager stapelt. Man kann damit Höhen von bis zu 25 cm erreichen. Mit dem Plattenlager allein läßt sich durch Drehen dabei eine Höhe von 50 mm bis 75 mm erreichen. Das Lager ist schwingend und wirkt trittschalldämmend.




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