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Bebauungspläne - wie wird man daraus schlau?

Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Grundstück zu kaufen, um darauf ein Haus zu bauen, marschiert als erstes zum örtlichen Bauamt. Handelt es sich um ein neu erschlossenes Baugebiet, so haben die Baubehörden in aller Regel Übersichts- und Lagepläne (am PC) gezeichnet, die sie oft auch ins Internet stellen, siehe hier ein Beispiel aus der Stadt Kamp-Lintfort in NRW.

Bebauungsplan liefert wichtige Informationen

Diesen Übersichtsplänen kann der Grundstücksinteressent schon einige Kerninformationen entnehmen: a) die Lage, b) die Art der erlaubten Bebauung pro Grundstück c) die Himmelsrichtung und d) die Grundstücksgröße, die oft über eine numerierte Legende (hier z.B. Zahlen wie 24 oder 43) dokumentiert ist. Handelt es sich um städtische Grundstücke, ist in der Legende auch immer der Kaufpreis angegeben.

Das alles dient der ersten Orientierung. Wenn es aber ins Detail geht, ist der Blick in den amtlichen Bebauungsplan unerläßlich. In diesem sind nicht etwa nur die Grundstücksgrenzen oder der Verlauf von Wegen und Strassen eingezeichnet. Vielmehr findet man zahlreiche Markierungen, die dem Laien als Hieroglyphen vorkommen mögen, die dem Fachmann aber wichtige Aufschlüsse geben. So sagt z.B. die römische Zahl "III" aus, daß auf dem entsprechenden Grundstück ein Gebäude mit maximal drei Vollgeschossen errichtet werden darf. Andere Symbole schreiben vor, daß auf einem Grundstück nur Doppelhäuser zulässig sind oder daß an bestimmten Freiflächen Bäume oder Gehölze gepflanzt werden müssen.

Bebauungspläne decken fast immer nur Teilbereiche einer Stadt oder Gemeinde ab. Die Angaben in diesen Plänen sind rechtsverbindlich. Der Bauherr kann sich also darauf verlassen, in dem Rahmen bauen zu dürfen, den ihm der Bebauungsplan vorgibt.

Das Lesen dieser Pläne wäre ganz einfach, wenn sich nicht die Markierungen von Bundesland zu Bundesland unterscheiden würden, obwohl sie "an sich" normiert sind. Wir zeigen deshalb beispielhaft die Markierungen eines Bebauungsplans aus Rheinland-Pfalz, wie sie bisher auf den handgezeichneten Bebauungsplänen verwendet wurden.

Da die Digitalisierung inzwischen bundesweit die Baubehörden erreicht hat, haben wir auch einen digitalisierten Bebauungsplan ins Netz gestellt, den uns freundlicherweise die Stadt Mönchengladbach zur Verfügung gestellt hat.

Der riesige Plan läßt sich am Bildschirm natürlich nur grob darstellen. Wenn Sie jedoch auf die einzelnen Farbflächen klicken, dann werden gut sichtbar Ausschnitte gezeigt sowie die Erklärung der Markierungen ("Signaturen").

Außerdem haben wir eine Texterläuterung ins Netzt gestellt, die Antwort gibt auf mögliche Unklarheiten.



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