Akku-Bohrschrauber ist nicht gleich Akku-Bohrschrauber! Für den Heimwerker stellt sich die Frage: Welcher Akku hat den
größten Energieinhalt? Je mehr Energie, je mehr Löcher können gebohrt oder Schrauben eingedreht werden. Wichtig ist auch: Wie schwer ist das Gerät, damit
einem bei über-Kopf-Arbeiten nicht der Arm lahm wird. Und schließlich der Drehmoment. Er entscheidet darüber, mit welcher Kraft gebohrt und geschraubt
werden kann. Je höher, je leistungsstärker.
Wer heute die Neuanschaffung eines Akku-Bohrschraubers plant - sei es zum ersten Mal oder um ein
älteres Gerät zu ersetzen - kann aus einer breiten Werkzeugpalette wählen. Aber welches Gerät ist das richtige? Die aktuelle Generation akku-betriebener
Elektrowerkzeuge ist praktisch, handlich und leistungsfähig. Dennoch sollte die Ausstattung der einzelnen Angebote miteinander verglichen und bei der
Kaufentscheidung berücksichtigt werden.
Praktisch - zwei Akkus für das Gerät
Viele Geräte bekommt man beispielsweise mit zwei Akku-Packs. Das ist praktisch bei umfangreicheren
Arbeiten wie einer neuen Deckenverkleidung: Während der Arbeit kann der zweite Pack geladen werden. Besonders pfiffig ist ein Wendeakkusystem, das
ausschlißlich von AEG angeboten wird: Die Kraftquelle lässt sich am Griff wahlweise um 180 Grad gedreht einsetzen. Somit wird je nach Situation das
Gewicht ergonomisch verteilt. Und außerdem tritt eine Reduzierung der Gerätegröße ein, so daß auch dort noch gearbeitet werden kann, wo es für andere
Schrauber eng wird.
Leistungskraft des Akkus entscheidend
Ganz entscheidend für die Funktionalität der Geräte ist die Leistungskraft der Akkus. Bei den heute üblichen
Nickel-Cadmium-Zellen bedeutet mehr Leistung eben auch mehr Gewicht. Das spürt man vor allem bei Arbeiten über Kopf sehr schnell. Wer einen
Akku-Bohrschrauber nur gelegentlich für leichtere Arbeiten benötigt, ist deshalb mit einem 9,6 Volt-Gerät bestens ausgerüstet. Für größere
Schraubendurchmesser wird mehr Kraft benötigt. Geräte mit 12 Volt bieten dafür größere Leistungsreserven. Wer einen Akkuschrauber regelmäßig
beispielsweise beim Möbelbau oder im Innenausbau verwendet, sollte Werkzeuge mit noch stärkeren Akkus wählen.
Drehmoment endscheidet über Kraft
Mit welcher Kraft gebohrt oder geschraubt werden kann, hängt vom Drehmoment ab. Bohrschrauber mit einem sehr hohen Drehmoment wie der AEG BEST 12X mit 32 Nm drehen auch
dicke Schrauben schneller ein. Besonders für sauberes und präzises Arbeiten, zum Beispiel beim bündigen Eindrehen von Schrauben in Serie, ist eine
feinfühlige Abstimmung des Getriebes wichtig. Je mehr Stufen, je feinfühliger kann der Akku-Bohrschrauber arbeiten.
Mehr Wattstunden bedeuten mehr Schrauben
Einst galt eine hohe Voltzahl als das Maß der Dinge. Mehr Volt bedeutete mehr Leistung, denn die Kapazität der Akkus war mit 1,2 Amperestunden (Ah) stets die gleiche.
Mittlerweile gibt es aber auch Geräte mit 1,4 Ah oder 1,7 Ah. Wer vergleichen will, muss den Kopf oder den Taschenrechner bemühen und den Energieinhalt
ermitteln. Das geht, indem Voltzahl und Amperestunden multipliziert werden. Das Ergebnis sind Wattstunden. Je mehr Wattstunden, umso größer ist der
Energieinhalt und umso mehr Schrauben können eingedreht oder Löcher gebohrt werden. Doch aufgepasst: Das gilt nur, wenn das Gerät von der Qualität der
Einzelkomponenten für einen dauerhaften Einsatz ausgelegt ist. Dies trifft in keiner Weise auf Billigimporte zu - mögen sie auch noch so klangvolle
Fantasienamen tragen.
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