Sehr geehrte Familie Muster,
ich freue mich, in meiner unmittelbaren Nachbarschaft Menschen zu haben, die die Musik nicht nur lieben, sondern diese auch ausüben. Nun gehört zum Ausüben natürlich das Üben. Das gilt für Sie ebenso wie für einen Solisten internationaler Reputation.
Und dadurch entsteht leider ein Problem, das ich mit Ihnen offen und freundschaftlich diskutieren möchte. Was für Sie wichtig ist, kann sich für Ihre Nachbarn zu einer wahren Qual entwickeln. Und nur zu leicht entstehen aus musikalischen Dissonanzen auch solche im zwischenmenschlichen Bereich.
Ich habe deshalb die Bitte, daß Sie Ihr Übungszimmer schallisolieren, wie das etwa auch in einem Tonstudio üblich ist, wenn man vermeiden will, daß Außengeräusche eindringen. Auch der Einbau eines Schallschluckfensters wäre ratsam. Das alles kostet sicherlich Geld, aber es ist eine Investition in die gutnachbarliche Harmonie.
Wenn Sie darüber hinaus auch die Übungen zeitlich auf maximal zwei Stunden begrenzen und bis abends 18.00 Uhr beendet haben könnten, wäre ich Ihnen sehr verbunden. Als Musiker(in) wissen Sie, wie wichtig die Harmonie ist. Ohne solche gibt es keinen Wohlklang im Orchester und und in den zwischenmenschlichen Beziehungen nur Mißtöne.
Mit freundlichem Gruß
Ihr Hans Schreiber
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