Jeder hat seinen Tick, doch hier geht es um etwas, bei dem man den Tick sogar sieht oder hört - eine Wanduhr aus Holz. Und was
macht mehr Spass, als seinen (Heimwerker-) Tick auszuleben und die Uhr zum Ticken zu bringen oder zumindest dafür zu sorgen, dass sie
in einem optisch ansprechenden Rahmen tickt? Eine Billiguhr aus Kunststoff oder Blech hat jeder an der Wand hängen, eine Uhr aus Birke, Nuß oder
Kirsche dagegen nicht. Was spricht also dagegen, sich möglichst schnell an die Arbeit zu machen?
1. Schritt: Die Wanduhr ist aus einem quadratischen Mittelstück (120 x 120 mm) und vier
Rahmenelementen (220 x 50 mm) zusammengesetzt. Bevor die Einschnitte für die Ziffern angerissen werden können, müssen
diese 5 Elemente genau zusammenpassen.
2. Schritt: Die vier Rahmenteile erhalten an den innenliegenden Kanten eine durchgehende Nut, mittig in der Materialstärke
bei 9 mm, 10 mm tief und 3 mm breit. Diese Nut wird auch in alle 8 Gehrungen gefräst, allerdings
nicht ganz bis zur Außenkante, damit sie unsichtbar bleibt!
3. Schritt: Das Mittelstück erhält diese Nut an allen vier Kanten mit denselben Maßen. Schneiden Sie
nun 4 x 110 mm lange Abschnitte von dem 3 mm starken Sperrholz als Nutfedern ab. Leimen Sie diese in die Nuten des
Mittelstücks. Achten Sie darauf, dass kein Leim aus der Nut herausquillt.
4. Schritt: Zum Anreißen des Ziffernblattes legen Sie die vorbereiteten Rahmenelemente mit der Vorderseite nach oben auf
die Werkbank. Nach den Maßangaben in der Zeichnung werden genau mittig die Einkerbungen für die Viertelstunden vorgenommen; 6 mm breit
und ca. 10 mm tief. Die restlichen Ziffern sind Einschnitte von der Außenkante, 4 mm breit, aber nur 25 mm
lang, also genau bis zur Mitte der Rahmenbreite. Hier arbeitet man am besten mit einer kleinen Oberfräse.
5. Schritt: Sind alle Einkerbungen und Einschnitte fertig und gesäubert, werden die Intarsienstücke aus dem dunkleren
Massivholz vorbereitet. 8 Stück 25 x 18 x 4 mm und 4 Stück 50 x 10 x 6 mm. Wenn alles passgenau zugeschnitten ist,
werden die Hölzer bündig zur Oberfläche eingeleimt.
6. Schritt: Exakt in der Mitte des quadratischen Mittelstücks wird eine Bohrung im Durchmesser des Zeigerwerks
vorgenommen. Auf der Rückseite wird mit Hilfe eines größeren Bohrers (Ø ca. 30 mm) die Vertiefung für das Uhrwerk ausgefräst - in
unserem Beispiel 5 mm tief und ca. 80 mm im Durchmesser. Das hängt im Detail von dem Modell des Quarzuhrwerks ab, das
Sie im Handel erhalten.
7. Schritt: Nun werden jeweils 2 Federn in das obere und untere Rahmenteil eingeleimt (ca. 40 mm lang) und
das quadratische Mittelstück mit dem Rahmen verleimt. Achten Sie darauf, dass die Gehrungsfugen gut eingespannt bzw. geschlossen werden. Wenn der Leim
getrocknet ist, wird die Uhr sauber geschliffen, so dass eventuell überstehende Intarsienteile bündig werden. Bevor die Oberfläche geölt oder lackiert
wird, sollte vor allem der dunkle Schleifstaub sorgfältig entfernt werden!
8. Schritt: Jetzt kann das Uhrwerk eingeschraubt werden und die neue Wanduhr ist komplett!
Materialliste Wanduhr: |
| 4 Stück |
Birke Multiplex 220 x 50 mm |
18 mm stark |
mit beidseitiger Gehrung |
| 1 Stück |
Birke Multiplex 120 x 120 mm |
18 mm stark |
Mittelstück |
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dunkles Massivholz (Nuß- oder Kirsch) |
4 und 6 mm stark |
Intarsien Ziffernblatt |
| 1 Stück |
Quarzuhrwerk WB für Hobby-Uhrenbau, mit 1,5 Volt-Mignonzelle |
Ziffernblattdicke 13 mm Zeigerwerklänge 22,5 mm |
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| 1 Stück |
Sperrholz ca. 700 x 18 mm |
3 mm stark |
als Nutfedern |
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