Da steht er unbeachtet in einer Ecke oder auf dem Dachboden: Das alte Schränkchen aus den 50-er Jahren. Es trägt die Kerben der
Zeit in seinem hölzernen Körper, der Lack ist stumpf geworden. Ab auf den Sperrmüll? Das wäre viel zu schade, denn mit wenig Mühe kann man das gute
Stück nicht nur aufmöbeln, sondern für das eigene Bad oder für das Gästebad einen Waschtisch-Unterschrank draus zaubern. Wie man Möbel
streicht/lackiert, haben wir an anderer Stelle beschrieben. An dieser Stelle hier einige Anregungen zum Umbau:
1. Markieren Sie mit einer Schablone die Öffnung für das Waschbecken oben auf dem Schrank. Bohren Sie dann ein Loch zum
Einführen des Stichsägeblatts.
2. Schneiden sie mit der Stichsäge anschließend die markierte Form aus dem Oberteil des Schranks aus.
3. Verwenden Sie zum Anfertigen der Wasserhahnöffnung einen Bohrer mit Lochsäge und/oder eine Stichsäge.
4. Bevor Sie nun das Waschbecken mit Hilfe von Sanitärdichtmasse einbauen, sollten Sie die Holzplatte lackieren und mit
wasserfestem Lack endbehandeln.
Setzen Sie nun das Waschbecken ein und versiegeln Sie die Kanten mit Silikon.
5. Bauen Sie nun die Türflügel aus und spannen Sie diese in Ihre Werkbank ein. Schneiden Sie mit der Stichsäge die Türfüllung
heraus und schleifen Sie die Kanten glatt. Das gilt natürlich nur, wenn Sie die Türfüllung gegen eine andere ersetzen wollen (siehe unsere weiteren
Vorschläge).
Verschiedene Varianten von Türflügeln:
Hier wurde die Türfüllung ersetzt durch eine neue aus Edelstahlgewebe. Aluminium geht natürlich ebenso. Und von Ihnen beliebig
lackierte Lochbleche wären eine weitere Alternative. Da die Bleche mit Nägeln befestigt werden sollten (siehe auch: Der gute Tipp A) und das natürlich
am besten geht, wenn Sie eine Auflage haben (z.B. Ihre Werkbank), sollten Sie erst nach dem Nageln lackieren!
Bei dieser Alternative wurde von hinten eine Gardine angebracht - und zwar an der klassischen Gardinenstange. Es geht aber auch
anders: Kaufen Sie zwei passende Reißverschlüsse. Tackern Sie ein Teil von hinten an den Türrahmen, das andere nähen Sie mit der Gardine fest. Und
zapp: Schon ist der Vorhang befestigt auch ohne Gardinenstange, die ja die Angewohnheit hat, regelmäßig herunterzufallen
(siehe auch: Der gute Tipp B).
Bei dieser Lösung wurde die alte Türfüllung nicht herausgesägt, sondern als Untergrund für eine wahrlich plastische Verschönerung
genutzt. Figuren und Ornamente aus Gummi oder Stuck sind in Bastelläden erhältlich, die richtigen Kleber ebenso.
Bei dieser Lösung wurden in die alte Füllung Herzen gesägt. Benutzen Sie als Schablone eine Herz-Sandkastenform oder den Deckel
einer herzförmigen Dose. Schneiden Sie diese Linien mit einem Bastelmesser nach, damit das Holz beim späteren Aussägen mit der Stichsäge nicht
splittert. Aus den Hälften eines Herzens können Sie lustige Türgriffe anfertigen.
Der gute Tipp A:
Zwacken Sie mit der Kneifzange die Spitze der Holznägel um 1/3 ab. Dann bilden sich beim Nageln keine Risse in dem
alten Holz.
Der gute Tipp B:
Wenn Sie gleich mehrere derselben Reißverschlüsse kaufen, können Sie öfters mal einen andersfarbigen Vorhang befestigen - und schon
sieht das Bad ganz anders aus!
Diese Anleitung basiert auf Unterlagen der Bosch-Elektrowerkzeuge, Vertrieb SKIL Deutschland