Wenn die Handwerker im Gefühl haben, wie tief ein Loch in
die Wand gebohrt werden muss, so sollte sich der Heimwerker
nicht unbedingt auf sein Gefühl verlassen. Besonders dann nicht,
wenn er nur gelegentlich die Schlagbohrmaschine zur Hand nimmt.
Denn es passiert sehr leicht, dass das Bohrloch viel zu tief
gebohrt worden und der Dübel auf Nimmer-Wiedersehen im „Orkus“
des Bohrloch verschwunden ist oder gar bei dünnen Leichtbetonwänden
auf der anderen Zimmerseite aus dem Bohrloch fällt.
Gut Schlagbohrmaschinen besitzen deshalb einen
Bohrtiefenanschlag. Das ist ein verstellbarer Metallstab,
der sich neben oder unter dem Bohrfutter befindet
und aus der Maschine herausgezogen werden kann.
Den Dübel an den Stab gehalten plus 5 mm Zugabe,
schon hat man die Bohrtiefe ermittelt und stellt den
Bohrtiefenanschlag auf die entsprechende Länge ein.
Natürlich klappt es auch mit der Klebeband-Methode,
wenn die Bohrmaschine ein Alt- oder Sparmodell ist.
Ein gelbes oder rotes Klebeband um den Bohrer
geklebt (wieder Länge des Dübels plus 5 mm Zugabe)
und dann ab mit der Post. Das Dumme an der Methode
ist nur, dass sich das Klebeband im Bohrloch
festsetzen kann, wenn der Heimwerker nicht aufpasst und
nicht millimetergenau „auf die Bremse tritt“.