Sie kommen die Haustür rein und der Blick fällt gleich auf die häßliche Garderobe. Jacken und Mäntel hängen an eintönigen
Kleiderhaken vom Möbeldiscounter. Das muß nicht sein: Möbeln Sie Ihre Diele auf und bringen Sie Ordnung in Ihre Garderobe mit einem selbstgebauten
Kleiderständer. Und wenn Ihnen einmal langweilig wird, können Sie den Kleiderständer auch als Ziel für Wurfübungen mit dem Hut Ihres Großvaters
verwenden. Mit etwas Übung können Sie vielleicht James Bond Konkurrenz machen.
1.Schritt: Position der Fußelemente
Zunächst müssen Sie die Position für die Fußelemente bestimmen. Nehmen Sie dazu das Rundholz (siehe Materialliste) zur Hand und zeichnen auf eine der
beiden Stirnseiten mit Bleistift und Lineal ein rechtwinkliges Kreuz. Der Mittelpunkt des Rundholzes und der Mittelpunkt des Kreuzes müssen dabei
übereinstimmen. Übertragen Sie dann die vier Linien des Kreuzes 90 mm lang auf die Außenfläche des Rundholzes. 90 mm ist ein Fußelement hoch und
15 mm dick, diesen Umriss markieren Sie nun. Denn damit die Elemente später angeleimt werden können, müssen Sie die Wölbung des Rundholzes mit
einem kleinen Hobel oder einem Stemmeisen entfernen.
2.Schritt: Position der Haken
Die Haken liegen auf einer Linie mit den Fußelementen. Praktischer ist es, wenn Sie die oberen Haken um 45 Grad zu den unteren versetzt anordnen.
Reißen Sie nach den Maßangaben der Zeichnung alle acht Positionen der Haken an. Begradigen Sie auch hier die Wölbung an den späteren
Leimflächen.
3.Schritt: Fußelemente und Haken aussägen
Fußelemente und Haken müssen Sie nun aus dem Leimholzbrett aussägen. Machen Sie sich am Besten aus Karton zunächst drei Schablonen (vom Fußelement
sowie vom kleineren und größeren Haken). Nehmen Sie dann das Leimholzbrett und zeichnen Sie die 4 Fußelemente und die 8 Haken auf. Sägen Sie mit
einer Stich- oder Bandsäge die Elemente aus.

4.Schritt: Die Dübellöcher bohren
Reißen Sie am Rundholz sowie an Fußelementen und Haken die genaue Position der Dübellöcher an. Die Fußelemente erhalten drei, die Haken je zwei
Bohrungen mit einem Durchmesser von acht Millimetern.
Die genaue Position der Löcher entnehmen Sie der Zeichnung. Spannen Sie das zu bohrende Werkstück sicher ein und nehmen Sie die Bohrung der
Dübellöcher (Tiefe 20 mm) vor. Die Kugel und die obere Stirnseite des Rundholzes erhalten ebenfalls eine Bohrung.
5.Schritt: Kleiderständer leimen Leimen Sie die Dübel in den Fußelementen, den Haken und in der Kugel fest. Verleimen Sie
dann zunächst einmal zwei gegenüberliegende Fußelemente mit dem Rundstab. Um die Leimverbindung mit Hilfe von einer Schraubzwinge optimal anzuziehen,
können hier die negativen Rundbögen, die beim Aussägen der Füße übrig geblieben sind, als Zugklötze dienen. Ist der Leim etwas angezogen, kann die
Verleimung der anderen beiden Füße vorgenommen werden. Auf die gleiche Weise werden auch die Haken verleimt. Eventuell seitlich herausquillenden
Holzleim mit einem Schwamm und lauwarmem Wasser gründlich wegwischen.
6.Schritt: Der Feinschliff
Nach dem Austrocknen des Leims wird der Kleiderständer komplett geschliffen; alle Kanten werden dabei leicht gebrochen und die Spitzen der Haken
etwas gerundet. Danach wird das Buchenholz mit einem nicht abfärbenden Baumwolltuch komplett mit Holzöl eingerieben. Beachten Sie dabei die
Gebrauchsanweisung des Öls. Sobald das Öl vollkommen eingetrocknet ist, kann der Kleiderständer in Gebrauch genommen werden!
Materialliste Kleiderständer:
| Position |
Anzahl |
Bezeichnung |
Maße |
Material |
| 1 |
1 |
Rundholz |
ø 50 Länge 145,0 cm |
Buchenholz |
| 2 |
1 |
Kugel |
ø 50 |
Buchenholz |
| 3 |
1 |
Leimholzbrett |
30,0 x 200,0 cm, 1,5 cm stark |
Buche massiv |
| 4 |
29 |
Holzdübel |
Ø 8 mm |
|
| 5 - 7 |
Holzleim, 2 - 3 Bögen Schleifpapier 180er Körnung, Holzöl zur Oberflächenbehandlung |
|
|