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Tipps, wie man den Umgang mit den Nachbarn verbessern kann

Hier finden Sie gute Tipps, wie Sie Nachbarschaftkonflikte am besten vermeiden können. Wenn Sie einige Grundregeln Ihren Nachbarn gegenüber einhalten, können Sie sich viel Streit und Ärger ersparen.

1. Halten Sie sich stets aus Lästerrunden heraus, in denen es um Ihren Nachbarn geht. Die Nachbarn erfahren meist schneller, als Sie denken, von Ihren bösen Worten und könnten zur Revanche ausholen, was in einem völlig unnötigen Kleinkrieg enden könnte. Sie fahren am besten damit, daß Sie sich einfach mit den Worten "das geht mich nichts an" bzw. "dazu möchte ich mich nicht äußern" aus der Affäre ziehen und so weder für die eine, noch für die andere Seite Partei ergreifen. Denken Sie immer daran, wie Sie sich fühlen würden, wenn Sie vom Klatsch und Tratsch der Nachbarn über Ihre Person erfahren.

2. Seien Sie einfach tolerant, wenn in der Nachbarschaft eine Party gefeiert wird, kurzfristige Renovierungsarbeiten oder ein lauter Streit stattfindet. Solange es sich nur um vorübergehende Störungen handelt, können Sie ruhig einmal beide Augen zudrücken und den Nachbarn nicht direkt auf den Störfall ansprechen. Wenn es Ihnen allerdings zu bunt wird, z.B. durch permanente laute Grillpartys oder allabendliche lärmende Streitgespräche (sofern man diese dann noch als "Gespräche" bezeichnen kann), sollten Sie einschreiten und freundlich aber bestimmt darauf hinweisen, daß Sie sich durch Ihre Nachbarn gestört fühlen. Achten Sie darauf, daß Sie zunächst mit dem Verursacher selber sprechen und nicht schon das ganze Haus von Ihnen über das Verhalten des Nachbarn aufgeklärt wurde, bevor er selbst Bescheid weiß. Je toleranter Sie gegenüber den Partys der Nachbarn sind, um so mehr Toleranz können Sie erwarten, wenn Ihre eigene Geburtstagsfeier einmal länger und lauter als gedacht ausfallen sollte.

3. Seien Sie stets freundlich und höflich zu Ihren Nachbarn. Natürlich kann jeder mal einen schlechten Tag haben oder nach einer zu lauten Party nicht gut auf den Nachbarn zu sprechen sein, aber wenn Sie sich einfach angewöhnen, jeden zu grüßen, dem Sie im Treppenhaus oder im Aufzug begegnen, verwandeln Sie dadurch Anonymität in freundliche Distanz. Denken Sie daran, daß die Nachbarn jemandem, der sich Ihnen gegenüber stets freundlich verhält, mit Sicherheit eher und lieber helfen bzw. verzeihen, als jemandem, von dem Sie mitunter noch nicht einmal den Namen kennen.

4. Informieren Sie Ihre Nachbarn rechtzeitig über anstehende Partys bzw. Renovierungsarbeiten in Ihrer Wohnung. Durch ein paar klärende Worte im Vorfeld können Sie sich viel Ärger ersparen. In einem kleinen Mehrfamilienhaus sollten Sie kurz beim Nachbarn anschellen und auf die kommende "Lärmbelästigung" und eventuelle Überschreitung der gesetzlichen Ruhezeiten hinweisen. In großen Wohngemeinschaften reicht auch ein freundlich formulierter Aushang. Sind Ihnen die Nachbarn sympathisch, laden Sie diese doch einfach auch ein. Diese erleben die Party dann aus einer anderen Perspektive und fühlen sich nicht gestört.

5. Wenn Sie bemerken, daß Ihr Nachbar Probleme hat (z. B. Krankheit), sollten Sie ihm ganz unverbindlich Ihre Hilfe anbieten (für ihn Besorgungen machen, Einkäufe erledigen...). Signalisieren Sie ihm Ihre Hilfsbereitschaft, aber achten Sie auch darauf, nicht zu aufdringlich zu werden bzw. sich nicht zu sehr in sein Privatleben einzumischen. Dies gilt vor allem, wenn das Nachbarschaftsverhältnis nicht sehr persönlich ist.

6. Drohen Sie nicht direkt mit der Polizei oder einer Klage, wenn Ihr Nachbar sich einmal nicht "exakt" an die Hausordnung halten sollte. Setzen Sie sich zunächst in Ruhe hin und überdenken Sie die ganze Situation. Stellen Sie sich die Frage, ob Sie denn überhaupt unter der Mißachtung leiden oder ob es Ihnen lediglich um das Prinzip der Hausordnung geht. Ein vorübergehend im Hausflur abgestellter Kinderwagen oder spielende Kinder sind kein Grund, den Hausvorsteher oder sogar die Polizei zu rufen.

7. Wenn Sie krankheitsbedingt zu Hause im Bett liegen oder nach einem anstrengenden Arbeitstag dringend Schlaf brauchen, können Sie Ihre Nachbarn ruhig um Rücksichtnahme bitten (z. B. die Musik oder den Fernseher leiser zu stellen). Erklären Sie Ihrem Nachbarn worum es geht (Sie müssen ihm ja nicht Ihr exaktes Krankenbild inklusive Röntgenaufnahmen erläutern). Je genauer er weiß, warum Sie diese Rücksichtnahme für sich beanspruchen (nämlich nicht um ihn zu ärgern, sondern weil Sie krank sind), desto verständnisvoller wird er reagieren. Wenn der Nachbar umgekehrt bei Ihnen Verständnis für eine ähnliche Situation erbittet, sollten Sie versuchen, sich daran zu halten. Trotzdem dürfen Sie freundlich, aber entschieden völlig übertriebenen Nörgeleien entgegentreten (z.B. wenn der Hund einmal gebellt hat oder ihr Kind gelacht hat). Sie müssen sich in Ihrem normalen Leben nicht vollständig einschränken. Weisen Sie Ihren Nachbarn darauf hin, daß es Ihnen leid tut, wenn er sich durch Sie gestört fühlt, aber daß er diese Geräusche tolerieren muss.

8. Sollten Sie das Pech haben, daß in Ihrem Haus oder in der Nachbarschaft ein "Kindernörgler" wohnt, so können Sie ihm einmal ein "Gemälde" Ihrer Kinder mit vielen bunten Blümchen drauf zum Geschenk machen mit der Widmung "Für Herrn X-mann". Das wird den Nörgler verblüffen und nachdenklich stimmen. Der zweite Schritt wäre, mit ihm das Gespräch zu suchen, wenn er sich etwas "abgekühlt" hat, um ihm mitzuteilen: "Kinderlärm ist Zukunftsmusik"! In der dritten Stufe könnte man ihm diesen Spruch auch in Briefkasten stecken.

9. Bedanken Sie sich bei den Nachbarn für kleine Gefälligkeiten (Einkäufe, Rasen mähen...) möglichst nicht durch kostspielige Geschenke, sondern laden Sie diese mal auf eine Tasse Kaffee ein bzw. bedanken Sie sich herzlich und aufrichtig für die Hilfe. Dieser Dank ist persönlich und eine nette Einladung hilft vielleicht auch, einen Kontakt zum Nachbarn aufzubauen.

10. Drücken Sie sich nicht davor, Ihren Nachbarn ab und zu um eine kleine Gefälligkeit zu bitten (dies sollte nicht dreimal täglich der Fall sein!). Wenn der Nachbar für Sie einen Brief mit zur Post nehmen soll oder Ihnen ein Buch ausleiht, signalisieren Sie ihm das, daß Sie auf seine Hilfe angewiesen sind (wenn auch nur ab und zu). Wenn Sie ihm andersherum Ihre Hilfe anbieten, kann ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis aufblühen. Ihr Klick zu unseren Briefmustern.
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