Vorzüge von Ziegelsteinen
- Ziegel besitzen gute Wärmedämmeigenschaften
- Sie sind dauerhaft
- Ziegel sind architektonisch ansprechend
Nachteile von Ziegelsteinen
Nachteilig wirken sich seine
schlechteren Schallschutzeigenschaften aus.
Geschichte des Ziegelsteins
Ziegel werden bereits seit Jahrhunderten verwendet.
Einige der ältesten Bauwerke sind die Nanna-Zikkurat in Ur, etwa 3000. v. Chr., oder das Ischtartor in Babylon, etwa 650 v. Chr.
Rohstoff des Ziegelsteins
Ton ist ein Verwitterungsprodukt aus Gesteinen wie Granit. Da Ton sehr viel Wasser aufnehmen kann, wird
er plastisch und damit formbar. An der Luft getrocknet verliert er das überschüssige Wasser und wird wieder hart. Dies macht ihn zum idealen
Baustoff, da man mit Hilfe von Formen immer wieder dasselbe Format herstellen kann.
Herstellung von Ziegelsteinen
Der Rohstoff wird aus
einer Tongrube gewonnen. Dieser "fette" Ton muss in der Regel vor der Weiterverarbeitung gemagert werden, d. h. dem Ton wird ca. 30-80% Sand
beigemischt. Man nennt den gemagerten Ton dann Lehm. Würde man den Ton nicht mit Sand vermischen, würde der Ton beim Brennen zu stark schwinden,
also regelrecht "einlaufen". Die Ziegel würden aufreißen und damit unbrauchbar werden. Zu stark gemagerter Ton ist aber ebenfalls ungeeignet.
Dieser Ton lässt sich schlecht formen und er besitzt nach dem Brennen nicht ausreichend Festigkeit.
Brennen von Ziegelsteinen
Die an der
Luft getrockneten Ziegel sind leider nur solange formbeständig und haltbar, solange sie nicht nass werden. Nicht gebrannte Tonwaren können
jederzeit wieder durch Einweichen mit Wasser plastisch gemacht werden. Diese Eigenschaft verliert Ton bzw. Lehm erst nach dem Brennen. Beim
Brennen wird das chemisch gebundene Kristallwasser (Hydrat) ausgetrieben. Dieser Vorgang ist unumkehrbar, weshalb man einen Ziegelstein nicht
mehr "einweichen" kann. Die in die Formen gebrachten Rohlinge (grüne Ware) müssen vor dem Brennen zunächst trocknen. Die getrockneten Ziegel
durchlaufen auf selbstfahrenden Wagen einen Tunnelofen, wo sie in 1-3 Tagen bei etwa 1000 C gebrannt werden. Brennt man die Ziegel bei höherer
Temperatur, ab etwa 1100 C, dann beginnt die Oberfläche zu schmelzen, zu sintern - wie man sagt. Dabei entstehen Klinker. Diese haben eine höhere
Festigkeit und sind frostbeständig. Klinker werden bevorzugt als Vormauerschale (= Klinkerschale) an Gebäuden eingesetzt. Das Wort Klinker leitet
sich übrigens von dem Wort Klang ab. Schlägt man nämlich mit einem Hammer gegen einen Klinker, dann klingt er deutlich heller als ein normal
gebrannter Ziegel. Möchte man aber Steine produzieren, die eine geringere Rohdichte (unter 1,0 kg/dm3) besitzen, z. B. um sie als wärmedämmende
Außenbauteile einsetzen zu können, verfährt man anders: Dem Rohmaterial werden brennbare Bestandteile zugegeben, Sägemehl, Polystyrol o. ä. Beim
Brennen verbrennen diese Bestandteile bzw .gasen aus und lassen Luftporen zurück.
Bezeichnungen von Mauerziegeln
Mauerziegel werden
nach DIN 105 in folgende Gruppen unterteilt:
- Mz Mauerziegel
- Hlz Hochlochziegel
- VMz Vormauer-Vollziegel
- VHLz Vormauer-Hochlochziegel
- KMz Vollklinker
- KHlz Hochlochklinker
- HLzW Leichthochlochziegel mit zusätzlicher Anforderung an die Wärmedämmung
Die Rohdichten der Steine
liegen im Bereich von 0,6 kg/dm3 für HLz bis 2,2 kg/dm3 für Vollklinker.
Verwendung von Mauerziegeln
Unter "Ziegel" verstehen wir
heute eine ganze Reihe von Produkten. Zu nennen sind die herkömmlichen, als Klinker bezeichneten hochfesten und frostfreien Ziegel. Diese werden
in der Regel als Vormauersteine für Klinkerfassaden verwendet. Aber auch im Kanalbau finden Klinker immer noch Verwendung, etwa bei gemauerten
Kanalschächten.
Daneben kommen hochwärmedämmende Hochloch- und Leichthochlochziegel zum Einsatz, bekannt u.a. als Poroton - Steine. Diese
haben durchgehende Löcher und besitzen außerdem einen hohen Anteil an Luftporen. Die Wärmedämmeigenschaften dieser Steine sind so gut, dass man in
der Regel ohne zusätzliche Wärmedämmung auskommt. Diesen Vorteil erkauft man sich allerdings mit deutlich schlechteren Schallschutzeigenschaften.
Für Wohnungstrennwände sind diese Steine nicht geeignet. Es gibt allerdings auch Sonderformate. Diese Steine verfügen über besonders große
Hohlkammern, die mit Beton ausgefüllt werden. Durch die damit erzielte höhere Rohdichte können diese Wände als Schallschutzwände
verwendet werden. Ziegelsteine in verschiedenen Formaten und Ausführungen bieten die Händler der EUROBAUSTOFF-Gruppe an, die Experten für alle Arten von Baustoffen sind. |
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