Vorzüge von Porenbeton
- Hohe Festigkeit
- Hohe Maßhaltigkeit und Kantenschärfe
- Gute Wärmedämmeigenschaften
Nachteile von Porenbeton
Nachteilig wirkt sich hingegen seine
relativ geringe Dichte in Bezug auf die Schalldämm-Eigenschaften aus. Eine einschalige Wohnungstrennwand aus Gasbeton (die üblichen
Abmessungen vorausgesetzt) kann die Anforderungen eines erhöhten Schallschutzes nicht erfüllen. Als unverkleidetes Außenbauteil ist
Gasbeton wegen seiner Porigkeit nicht geeignet. Außenwände müssen immer mit einer Putzschicht oder einer anderen Haut versehen werden,
die den Wetterschutz bildet.
Rohstoff und Herstellung von Porenbeton
Gasbetonsteine werden aus Quarz- oder Natursand, sowie
Kalk oder Zement und Wasser hergestellt. Der Zuschlag (Sand) wird in einem bestimmten Verhältnis mit dem Bindemittel (Kalk oder Zement)
und Wasser gemischt. Diesem Mörtelbrei werden gasbildende Treibmittel zugegeben; in der Regel Aluminiumpulver. Aber auch Wasserstoffperoxid
oder Kalziumkarbid. Danach wird das Gemisch in große Formen gegossen, wo das Aluminium mit dem Kalk reagiert. Der dabei enstehende Wasserstoff
erzeugt Poren von ca. 2-3 mm Durchmesser. Die vorgehärtete Masse wird zu Plansteinen, Platten o. ä. geschnitten und in so genannten Autoklaven
gehärtet.
Anmerkung zu dem Begriff Gasbeton
Da das Wort Gas in Bezug auf Baustoffe negativ besetzt ist - man denkt
an das Ausgasen irgendeines Stoffes - wird Gasbeton heute in der Regel als Porenbeton bezeichnet.
Produkte aus Porenbeton
Es werden Block- oder Plansteine produziert. Blocksteine werden in Mörtel gesetzt während Plansteine mit einem Mörtelkleber geklebt
werden. Die Festigkeit von Wänden aus Plansteinen ist (bei gleicher Steinfestigkeit) höher als die "herkömmlich" gemauerter Wände. Bei Wänden
mit einer Lagerfuge aus Mörtel kann der Mörtel (bildlich gesprochen) seitlich aus der Fuge herausquetschen, dabei zieht er aufgrund der Reibung
an den Steinen. Dies führt zu so genannten Querzugspannungen, die den Stein zerreißen und damit Schaden an der Wand verursachen. Andere Produkte
sind Decken- oder Wandelemente oder raumhohe Wandbauplatten für nichttragende Wände.
Verwendung und Einsatz von Porenbeton
Obwohl die
Hersteller propagieren, dass sie Produkte für jedweden Einsatz in einem Gebäude anbieten, muss man festhalten, dass sich eben nicht jedes Produkt
eignet, oder doch höchstens mit Einschränkungen. So wird man in der Regel Kombinationen aus verschiedenen Materialien antreffen. Im Wohnungsbau
werden die Vorteile des Porenbetons als hochwärmedämmendes Außenbauteil genutzt. Während die Innenwände in der Regel aus den (zumindest bis vor
kurzem) billigeren Kalksandsteinen erstellt wurden. Im Industriebau findet man häufig Wandbauplatten als raumabschliessende Elemente.
Deckenplatten haben sich dagegen nicht so stark durchgesetzt. Dies liegt wohl an der geringeren Tragfähigkeit (verglichen mit einer
Stahlbetondecke gleicher Dicke) und der wegen der geringen Rohdichte schlechteren Schalldämmeigenschaften. Allerdings besitzen sie da, wo es
auf die Reduzierung der Lasten ankommt aufgrund ihres geringen Eigengewichts enorme Vorteile. So etwa bei Umbauten, Aufstockungen von Gebäuden
oder bei der Altbausanierung. |
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