Vorgaben der Hersteller unbedingt beachten Kork-Bodenbeläge werden meist in Plattenform angeboten, und zwar als Parkett oder Fertigparkett. Die meisten Korkplatten bestehen aus den Stanzabfällen der Flaschenkorkproduktion. Dieser Korkschrot wird unter Druck mit natürlichen oder synthetischen Bindemitteln (meist Phenol-Formaldehydharzen) zu Blöcken gepresst, in Platten geschnitten und dann entweder als Furnier auf Holzwerkstoffe geleimt (Fertigparkett) oder als massive Korkplatte (Parkett) in den Handel gebracht. Erhältlich sind naturbelassene, gewachste, geölte, lackierte und kunststoffbeschichtete Platten.
Der Kork kann also mit verschiedensten Bindemitteln und Kunststoffen kombiniert sein und dementsprechend sind die Empfehlungen der Belaghersteller hinsichtlich der geeigneten Klebstoffe recht unterschiedlich. Da es bei ungeeigneten Klebstoffen jedoch zu Wechselwirkungen zwischen Korkbelag und Klebstoff kommen kann, sind die Vorgaben des Korkherstellers unbedingt einzuhalten.
Achten Sie deshalb schon beim Kauf des Korkparketts auf die Herstellerempfehlungen hinsichtlich der geeigneten Klebstoffe. Ihr Korkbelag sollte mit weichmacher- und lösungsmittelfreien Dispersionsklebstoffen nach GISCODE D1 zu verlegen sein. Wird dieser Klebstofftyp für Ihren favorisierten Korkbelag nicht empfohlen, wählen Sie unbedingt einen anderen Belag, jedoch nicht einfach einen anderen Kleber.
Je nach Korkbelag kommen dabei Dispersionskontaktklebstoffe für den beidseitigen Klebstoffauftrag oder spezielle Dispersionsklebstoffe für den einseitigen Klebstoffauftrag in Frage. Darunter sind auch geeignete Typen für den Einsatz auf Fußbodenheizungen zu finden.
Grundsätzlich nicht empfehlenswert sind folgende Klebstofftypen:
- alle Epoxidharz- und Polyurethan-Produkte (GISCODE RE und RU), und zwar auch dann nicht, wenn sie lösungsmittelfrei sind
- alle stark lösungsmittelhaltigen Produkte (GISCODE S)
- alle lösungsmittelhaltigen Dispersionskleber (GISCODE D2 bis D7)
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Hohe Sofortklebekraft ist gefragt Zur Verlegung von Korkplatten benötigt man einen Klebstoff mit hoher Sofortklebekraft. Dafür wurden lange Zeit vorwiegend stark lösemittelhaltige Kontaktklebstoffe eingesetzt (GISCODE S), die jedoch heute auf keinen Fall mehr verwendet werden sollten.
Es gibt mittlerweile die oben bereits genannten, lösungsmittelfreien Kontaktklebstoffe (GISCODE D1), doch selbst die sind nicht alle unbedingt empfehlenswert. Sie enthalten, wie bereits im Abschnitt "Allgemeine Grundlagen" erwähnt, oft stark gesundheitsschädliche Weichmacher, die als sogenannte Hochsieder offiziell nicht als Lösungsmittel gelten, aber trotzdem über viele Jahre hinweg an die Raumluft abgegeben werden. Deshalb achten Sie unbedingt neben der GISCODE D1-Kennzeichnung auch darauf, dass keine Weichmacher enthalten sind! (Die Kennzeichnung mit "EMICODE EC1" wäre ein Indiz für die Abwesenheit von solchen Weichmachern.) Eventuell notwendige Grundierungen sollten selbstverständlich die gleichen Anforderungen erfüllen wie der Klebstoff.
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