Klebstoffe für Parkett (Massivholzböden und Fertigparkett)

Immer vollflächig verkleben


Parkett kann schwimmend verlegt, verklebt oder auf den Unterboden genagelt/geschraubt werden. Wenn die Möglichkeit dazu besteht, sollte eine mechanische Befestigung oder die schwimmende Verlegung vorgezogen werden. Für Fußbodenheizungen sind allerdings nur die dünneren Parkettsorten geeignet und diese müssen in der Regel vollflächig verklebt werden.

Für die Verklebung sollten Sie immer einen vom Parketthersteller empfohlenen Klebstoff verwenden. Die Materialvielfalt beim Parkett selbst ist ebenso riesengroß wie bei den Parkettklebstoffen und allgemeingültige Empfehlungen lassen sich entsprechend kaum geben. Angeboten werden alle nur denkbaren Klebstofftypen:

  • lösemittelfreie Dispersionsklebstoffe (GISCODE D1)
  • lösungsmittelhaltige Dispersionskleber (GISCODE D2 bis D7)
  • stark lösemittelhaltige Klebstoffe (GISCODE S)
  • Epoxidharz-Produkte (GISCODE RE)
  • Polyurethan-Produkte (GISCODE RU)
  • Lösemittelfreie Dispersionsklebstoffe

Holzsorten beachten


Die Lösemittelfreien Dispersionsklebstoffe sind als einzige aus der obigen Aufzählung uneingeschränkt empfehlenswert. Fast alle Parkettarten lassen sich mit ihnen verkleben und auch für die Verklebung auf Fußbodenheizungen gibt es geeignete Typen. Lediglich bei Fertigparkett oder besonders großformatigen und/oder besonders dicken Parkettsorten (mehrschichtige Tafeln und lange Dielen) können Produkte aus der Gruppe der Reaktionsharze (Epoxidharz/Polyurethan) notwendig sein. Auch Holzsorten, die unter Wassereinfluss recht stark quellen, reagieren natürlich empfindlich auf die wasserhaltigen Kleber. Buche und Ahorn sind zwei Beispiele für solche Holzsorten, bei denen der Umstieg auf die gesundheitlich bedenklicheren Klebstoffe notwendig werden kann.

Lösungsmittelhaltige Klebstoffe


Aus der rein technischen Sicht können zwar fast alle Parkettarten und Hölzer mit einem der lösungsmittelhaltigen Klebstoffe geklebt werden, doch genau dieser Klebstofftyp birgt die größte Gesundheitsgefahr durch das langfristige Ausdunsten von Schadstoffen und sollte nach Möglichkeit überhaupt nicht mehr verwendet werden. Viele Parkettleger bevorzugen jedoch diesen Klebstofftyp nach wie vor, weil er so schön einfach und problemlos angewendet werden kann (keine Quellung des Holzes durch Wasser aus dem Klebstoff und dadurch universell einsetzbar; gutmütig gegenüber Verarbeitungsfehlern; kostengünstig im Einkauf).

Epoxidharz- und Polyurethan-Produkte


Der Einsatz dieser sogenannten Reaktionsharzklebstoffe ist manchmal unumgänglich, jedoch müssen es dann unbedingt lösungsmittelfreie Typen sein. Aus technischer Sicht unverzichtbar sind sie beim Verkleben von besonders großformatigem und/oder sehr dünnschichtigem Parkett oder auch für die Verklebung von sehr wasserempfindlichen (quellfreudigen) Holzsorten, beispielsweise Buche und Ahorn.

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