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Die meisten größeren Gebäude benötigen aussteifende Wände zur Erhaltung der Stabilität. Genauer gesagt verhindern aussteifende Wände, dass die tragenden Wände ausknicken oder ausbiegen oder durch waagerechte Belastung (Windlast, Erddruck) umfallen. Denn eigentlich sind Wände im Verhältnis Wanddicke zu Wandhöhe zu schlank. Aussteifende Wände werden rechtwinklig zu der Wand angeordnet, die sie stützen sollen. Die aussteifende Wand sollte mindestens 1/5 der Geschossehöhe lang sein und mindestens 11,5 cm stark sein. Aussteifende Wand und auszusteifende Wand müssen druck- und zugfest miteinander verbunden sein, damit die gewünschte Wirkung eintritt. Der Verbindung erfolgt entweder durch eine Verzahnungstechnik wie Stockverzahnung, liegende Verzahnung oder Lochverzahnung oder es kommt die Stoßtechnik zum Einsatz. Dabei werden ca. 30cm lange Flachstahlanker beim Mauern in die auszusteifende Wand eingelegt. Die aussteifende Wand wird dann später gemauert, wobei die Flachstahlanker dann in die Lagerfugen der Wand übergreifen und so eine druck- und zugfeste Verbindung ergeben. Die Stumpfstoßtechnik kann bei allen Wänden angewandt werden. Bei Außenwandecken sollte jedoch weiterhin eine konstruktive Verzahnung vorgenommen werden.
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