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Zwiebeltürme finden sich gelegentlich als schmückendes Beiwerk der Fabrikantenvillen der Epoche zwischen 1880 und 1914, ansonsten fast nur bei Kirchbauten, sieht man von den farbenfrohen Bauten des Friedensreich Hundertwasser ab, der gelegentlich Zwiebeltürme in seine märchenhaften Bauten integrierte. Die Türme tragen ihren Namen von dem zwiebelförmigen Dach, wie es im deutschsprachigen Raum fast ausschließlich auf süddeutschen und österreichischen Sakralbauten anzutreffen ist, wogegen bei russisch-orthodoxen Kirchen der Zwiebelturm allgegenwärtig ist. Architekturgeschichtlich ist der Zwiebelturm durch die Türken nach Russland und Mitteleuropa gekommen. In internationalen Kur- und Badeorten wie Bad Ems oder Nizza, wo früher russische Großfürsten in Kur oder in die "Sommerfrische" gingen, sind auch orthodoxe Kirchen mit Zwiebeltürmen anzutreffen. Das Dachgestühl der Zwiebeltürme erfordert besonderes Geschick der Zimmerleute. Gedeckt werden Zwiebeltürme mit Kupferblech oder Schieferplatten.
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