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Die Windelbodendecke ist eine der ältesten Bauarten von Holzbalkendecke. Sie wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem bei städtischen und ländlichen Wohnhäusern ausgeführt. Diese auch als Wellerdecke oder Stakendecke bekannte Decke wurde aus Staken hergestellt, die mit Strohlehm umwickelt waren. Die vier bis sechs Zentimeter dicken Stakhölzer wurden in Nuten der Deckenbalken dicht an dicht gelegt. Als Fußboden diente bei einer Windelbodendecke zunächst ein Lehmverstrich, der mindestens bis zur Balkenoberkante aufgebracht wurde. Später gab es dann aber auch Holzfußböden. Auf der Unterseite der Decke verdeckte ein Lehmputz die Konstruktion. Wegen des vielen Lehms waren solche Decken relativ schwer, so dass große Balkenquerschnitte verwendet werden mussten. Dafür hatten die Windelbodendecken aber auch eine gute Schall- und Wärmedämmung und waren sehr feuersicher. Bei der halben Windelbodendecke wurden die Stakhölzer sechs bis acht Zentimeter unter der Balkenoberkante in Nuten gelegt, so ließ sich das Gewicht reduzieren und man brauchte nicht so viel Füllmaterial.
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