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Müssen bei einem Gebäudefundament außer senkrechten Lasten auch noch waagerechte Lasten, z.B. durch Wasserdruck, aufgenommen werden, ist eine Wannengründung, besser bekannt als "Weiße Wanne", notwendig. Bodenplatte, Umfassungswände und Zwischenwände werden durch ihre Bewehrung zu einem geschlossenen und wasserundurchlässigen Gründungskörper verbunden. Weiße Wannen bestehen aus wasserundurchlässigem Beton, dem WU-Betoon. Wasserundurchlässig ist aber keineswegs wasserdicht, so sehr das den Laien auch verblüffen mag. Für den Bau von weißen Wannen gibt es kein DIN-Normen, wohl aber für die Beschaffenheit des WU-Betons. Während bei der schwarzen Wanne kein Feuchtigkeitstransport von außen nach innen stattfindet (oder stattfinden sollte), findet bei Bauteilen aus WU-Beton ein Feuchtetransport durch Dampfdiffusion und kapillare Wasserwanderung statt. Der Bau einer weißen Wanne ist nicht unproblematisch, weil der Bauunternehmer sehr exakt arbeiten muss. Völlig rissefrei sind die Wände und die Sohle der weißen Wanne dennoch nicht herzustellen, wobei diese Risse auf kleiner als 0,2 mm zu beschränken sind (DIN 1045). Alles in allem ist die weiße Wanne so konstruiert, dass geringe Feuchtemengen von außen nach innen dringen, dort aber abtrocknen. Verschwinden die dunklen Stellen, die Feuchte anzeigen, nicht aus dem Beton oder lassen sich sogar dauernd leicht feuchte, glänzende Stellen ausmachen, so funktioniert entweder die Lüftung im Keller nicht einwandfrei (die Feuchte kann also aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit nicht abtrocknen) oder die weiße Wanne gehört zu jenen schätzungsweise 5 %, die fehlerhaft ausgeführt worden sind.
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