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Bei der Uferfiltration wird Trinkwasser aus einem oberirdischen Gewässer gewonnen, das natürlich oder künstlich beeinflusst durch das Gewässerufer oder die Gewässersohle in den Untergrund (Grundwasserbereich) gelangt. Zur Nutzung der Wassergewinnung durch Uferfiltration werden in Ufernähe Brunnen errichtet, aus denen in der Regel ein Gemisch aus echtem Grundwasser und durch das Ufer filtriertem Wasser gefördert wird. Für die Reinigungswirkung der Bodenpassage sind verschiedenartige Vorgänge im Boden verantwortlich: Adsorption von Schweb- und Schadstoffen an Bodenpartikel, Abbau durch die im Boden vorhandenen Mikroorganismen und Verdünnung der Schadstoffe durch das Grundwasser und durch Uferfiltrat-Anteile, die schon länger \"unterwegs\" sind. Insbesondere bei Stoßbelastungen des Flusses, bieten Uferfiltrat-Brunnen eine relativ große Sicherheit für die Trinkwasserversorgung. Ca. 6% des Trinkwassers in den alten Bundesländern werden aus Uferfiltrat gewonnen. In Holland stellt es sogar den Hauptanteil der Trinkwasserversorgung, weshalb sich Verunreinigungen des Rheins dort besonders stark auswirken.
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