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Terracotta oder Cotto sind Fliesen bzw. Bodenplatten aus Steingut, die bei niedrigeren Temperaturen gebrannt werden. Terracotta hat durch seine gewollte Offenporigkeit eine ausgleichende Wirkung auf das Raumklima und wird wegen seines guten Speichervermögens gerne über einer Fußbodenheizung verlegt.
Typisch ist die rötliche-braune Färbung, die durch den hohen Eisengehalt der keramischen Masse entsteht. Der Scherben ist, wie die Fliesenfachleute sagen, "butterweich", jedenfalls läßt er sich auch mühelos mit einer Flex trennen. Nach dem Verlegen muss Cotto abgesäuert und anschließend eingeölt werden (auf keinen Fall mit Silikonölen). Dem Cotto verwandt ist die Spaltplatte. Der Handel bietet vielfältige normale Steinzeugfliesen an, die durch geschickten Aufdruck wie Cotto wirken. Original Terracotta-Platten werden auch heute noch in der Toskana und in der Region Emilia gebrannt. Sie unterscheiden sich durch unterschiedliches Ausgangsmaterial und Varianten beim Brennvorgang. Exklusive Cottoplatten mit antikem Touch werden in Holzkästen von Hand geformt, in der Sonne getrocknet und anschließend gebrannt.
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