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Der Schubmittelpunkt ist wie der Schwerpunkt ein Querschnittskennpunkt. Man spricht auch vom Querkraftmittelpunkt oder Drillruhepunkt. Die Kenntnis dieses Punktes wird in der Baustatik benötigt, um das einwirkende Torsionsmoment angeben zu können. Stäbe mit offenem, dünnwandigen Querschnitt reagieren auf Torsionsmomente mit hohen Schub- und Wölbspannungen, d.h. sie beulen bei Verdrehung leicht aus, wie jeder an einem abgekanteten dünnen Blechwinkel selbst feststellen kann. Bei planmäßiger Torsionsbeanspruchung ist es daher günstiger, von vornherein geschlossene (z.B. Quadrat- oder Rechteck-Rohrprofile) oder ggf. auch doppeltsymmetrische Querschnitte (z.B. Doppel-T-Profile) zu konstruieren (diese sind dann statisch etwas ungünstiger als geschlossene Profile). Sehr torsionssteif sind runde Hohlprofile (Rohre).
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