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Schimmel ist ein Pilz, der sich insbesondere auf Feuchtenestern in und an Gebäuden bildet und dessen Sporen sich durch Luftzug verbreiten. Schimmel birgt ein erhebliches Gefahrtenpotential für die Gebäudesubstanz und für die Gesundheit von Allergikern. Die moderne luftdichte Bauweise hat zwar zu erheblichen Reduzierungen beim Energieverbrauch geführt, gleichzeitig aber auch der Schimmelbildung Vorschub geleistet. Denn dort, wo kein oder nur ein ungenügender Luftaustausch stattfindet, läßt sich feuchtwarme Raumluft als Kondensat an kälteren Stellen des Raumes oder Kellers nieder und bereitet hier dem Schimmelpilz das Hochzeitsmahl. Durch die EnEV hat sich die Situation noch erheblich verschlechtert, da seit 1. Januar 2003 bei Neubauten absolute Luftdichtheit Vorschrift ist. Deutschland wärmedämmt sich also zu Tode und verschimmelt dabei. Während kleine Schimmelbildungen an Duschabtrennungen usw. mit einschlägigen Mitteln aus dem Fachhandel bekämpft und beseitigt werden können, müssen bei größerem Befall schon die Fachleute
ran. Dauerhafte Besserung kann aber nur gelingen, wenn die Hausbewohner
ausreichend mechanisch lüften oder sich eine Be- und Entlüftungsanlage einbauen lassen.
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