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Als Sanitärfarben werden jene Farbausführungen verstanden, in denen Badmöbel und Sanitärkeramik ausgeliefert werden. Diese Farben sind jedoch nicht einheitlich definiert, also auch nicht unter RAL typisiert. Die Hersteller von sanitärkeramischen Erzeugnissen stimmen die Sanitärfarben zwar untereinander ab und sprechen gerne davon, dass sie ihre Erzeugnisse in "allen gängigen Sanitärfarben" liefern - doch was ist gängig? Sanitärfarben unterliegen dem sich änderen Geschmack der Bauherren. Die Trendfarben "bahamabeige" oder "moosgrün" der 70-er Jahre ist zwar immer noch "gängig", aber kaum zu verkaufen. Irritierend sind auch fantasievolle Bezeichnungen wie "jasmin", "pergamon" oder "damastweiß" für die etwa 40 bis 50 Farbnuancen, die als "gängig" angesehen werden müssen. Der Bauherr ist gut beraten, seine Badmöbel und seine sanitärkeramischen Produkte nur von einem Hersteller zu kaufen, um negative Farbüberraschungen zu vermeiden. Dunkle Farbglasuren, insbesondere schwarz, sind insofern problematisch, als Seifenspuren besonders auffallen und störend wirken.
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